In der sechsten „Sturm der Liebe“-Staffel spielte sie die Traumfrau, seit März 2018 gehört Uta Kargel wieder zum Hauptcast der ARD-Serie. Täglich verfolgen die Zuschauer das turbulente Leben von Eva Saalfeld am „Fürstenhof“. Privat gewährt die Schauspielerin ihren Fans vor allem auf Instagram einen Einblick in ihren Alltag. Sie zeigt sich nachdenklich, kreativ und humorvoll – und jetzt auch von einer ganz neuen Seite: Die 38-Jährige hat sich für den „Playboy“ ausgezogen und ziert das Cover der November-Ausgabe. Wir haben mit ihr über das Shooting gesprochen. Dabei hat sie verraten, wieso sie diesen Schritt gewagt hat – und mit welchen Reaktionen sie rechnet.

Liebe Uta, wieso wolltest du Fotos für den „Playboy“ machen?

Ich hatte ein großes Bedürfnis danach, mal aus der Rolle zu fallen.

Wo und wie fand das Shooting statt? Wie viel Mitspracherecht hattest du dabei?

Das Besondere an einem „Playboy“-Shooting ist, dass binnen kurzer Zeit nicht nur außergewöhnliche, ästhetische Bilder entstehen, sondern dass ich frei entscheiden konnte, mit wem ich arbeiten und wie und wo ich mich aufstellen respektive inszenieren möchte. Wichtig war mir eine ungekünstelte Szenerie, weiter Himmel und eine - weil ich den Kontrast spannend fand - raue Natur, wie wir sie in Schottland gefunden haben.

Uta Kargel: Wie sie mit ihren Nacktfotos umgeht

Wie gehst du damit um, dass dich bald alle so enthüllt sehen werden?

Da ich mich unglaublich wohl mit dem Ergebnis fühle, ertappe ich mich mitunter dabei, dass ich meinen Freunden einige Bilder stolz unter die Nase halte und erst dann in Erwägung ziehe, dass ich sie damit möglicherweise überfordere. Ich nehme an, nicht jeder möchte mich unvorbereitet nackt sehen. (lacht)

Schauspielern sagt man eine besondere Körperlichkeit nach – zumal ihr Körper eines ihrer wichtigsten Werkzeuge ist…

Ein leistungsfähiger, gepflegter Körper ist erfahrungsgemäß wesentlich in diesem Beruf. Zugleich ist dieser Körper aber auch einer ständigen optischen Kontrolle ausgesetzt. Zum einen von „innen“, etwa durch die Kostümbildner, die jede Veränderung der Kleidergröße registrieren (müssen), zum anderen auch von „außen“, durch Zuschauer und Fans, die - meinem Gefühl nach - vor allem Frauenkörper sehr kritisch unter die Lupe nehmen.

Hast du ein konkretes Beispiel?

Öffentliche Diskussionen darum, ob ich nun, aufgrund (m)eines Bauches, schwanger sei oder nicht, haben mich seinerzeit unheimlich getroffen. Gerade auch, weil ich diese Untersuchungen, diese Kontrolle, diese Zerlegung als grenzüberschreitend und übergriffig empfand - und immer noch empfinde. Als Schauspielerin ist man also stets vielen wohlwollenden, liebenden und ebenso vielen feindseligen und abschätzigen Augen ausgesetzt, deren Blicken ich mich entziehen wollte, indem ich mich ihnen – so paradox das klingen mag – jetzt aktiv und mutwillig aussetze.

„Playboy“-Shooting: „Die Reaktion einiger Fans mag krass sein“

Der „Playboy“ ist für viele vermutlich das krasse Gegenteil von „Sturm der Liebe“. Welche Reaktionen der Fans erwartest oder erhoffst du dir?

In einer Welt, in der wir permanent mit nackten oder zumindest halbnackten Körpern konfrontiert werden, empfinde ich den „Playboy“ keinesfalls als krass, vor allem weil die sinnlichen Fotografien in einem sehr geschützten Raum entstehen und lediglich in einem theoretisch eingegrenzten Rahmen zu sehen sind. Krass hingegen mag die Reaktion einiger Fans und Nicht-Fans sein, die mutmaßlich schockiert sein werden, "Eva" im Evakostüm zu sehen oder sich grundsätzlich gern empören. Ich beabsichtige aber keineswegs, zur medialen Entblößung zu ermuntern, sondern appelliere an eigenständiges Denken und Selbstvertrauen (auch und vor allem angezogen) und schließlich auch an die Unabhängigkeit von Meinungen und Bewertungen anderer. Tatsächlich repräsentiere ich im „Playboy“ nicht meine Rolle oder den „Sturm“, sondern zeige mich - genauer gesagt eine Facette, die ich neben vielem anderen auch bin.

Hast du dir vor deinem Shooting gezielt Inspiration oder Vorbilder gesucht?


Ich habe mir in der Redaktion des „Playboy“ einige Fotostrecken angesehen, die mir gut gefallen haben aufgrund der Machart, des Stils der Fotografien und/oder der In-Szene-Setzung der Frau. Mir ein Vorbild zu suchen, habe ich jedoch vermieden, da ich mir (m)ein eigenes Bild von Weiblichkeit, Sexualität und Anziehung machen wollte... Und ich finde, mit Marc Rehbeck ist das wunderbar gelungen.

Die November-Ausgabe des „Playboy“ ist ab Donnerstag, 10. Oktober im Handel. Weitere Motive gibt es exklusiv nur unter: playboy.de/stars/uta-kargel

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