Zum 31. Dezember 2026
: ARD schaltet drei TV-Sender ab

In wenigen Monaten wird die TV-Landschaft um einige Sender ärmer. ARD und ZDF haben jetzt das Aus für drei Kanäle beschlossen.
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Zum Ende des Jahres soll unter anderem One aus dem TV-Programm verschwinden.

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ARD und ZDF müssen sparen. Deshalb haben sich die beiden öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten auf einen gemeinsamen Sparkurs geeinigt. Dieser sieht vor, dass drei TV-Sender aus dem Programm verschwinden. Andere haben dafür eine Bestandszusage erhalten. Hier gibt es alle Infos.

Diese drei Sender verschwinden am 31. Dezember 2026

ARD und ZDF bündeln ihre gemeinsamen Programme und stellen dabei drei lineare Sender ein. Die Kanäle ARD alpha, Tagesschau24 und One sollen zum 31. Dezember 2026 abgeschaltet werden. Das teilten ARD und ZDF am 4. März 2026 mit.  Grundlage ist der Reformstaatsvertrag, der eine Reduzierung der linearen Angebote und eine stärkere Zusammenarbeit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vorsieht. Künftig konzentrieren sich ARD und ZDF auf drei gemeinsam veranstaltete Schwerpunktangebote unter neuen Markennamen: Phoenix als Informationsangebot, Neo als Programm für junge Erwachsene sowie Info als Dokumentationskanal. Die Angebote sollen Information, Bildung, Dokumentation und Inhalte für jüngere Zielgruppen bündeln. Parallel planen die Sender ihre Zusammenarbeit im Digitalen auszubauen.

Was wird aus Kika, Arte & Co.?

Für die Zuschauer von anderen Spartenkanälen gibt es hingegen gute Nachrichten. Demnach sollen unter anderem der deutsch-französische Kulturkanal Arte, der Kindersender Kika und der Nachrichtensender Phoenix sowie 3sat auch über 2027 hinaus weiter bestehen.

Mit der Entscheidung, die drei Kanäle zu schließen, entsprechen ARD und ZDF den Vorgaben des Reformstaatsvertrags für ARD, ZDF und Deutschlandradio, der im Dezember 2025 in Kraft getreten ist. Dieser gibt vor, dass ARD und ZDF gemeinsam nur noch zwei Angebote mit den Schwerpunkten Information, Bildung und Dokumentation veranstalten dürfen. Zuvor waren es vier.

Auch die Zahl der Angebote für jüngere Erwachsene sollte von zwei auf eins reduziert werden. Die gemeinsamen Kanäle müssen spätestens bis zum 1. Januar 2033 in Angebote im Internet überführt werden.