Tatort – Wir sind nicht zu fassen
: So war der Krimi aus Wien

Am 1. Juni 2025 lief der „Tatort: Wir sind nicht zu fassen“ aus Wien im Ersten. Worum es ging, ob sich das Einschalten lohnte und wer mitspielte, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Wien
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Am 1. Juni 2025 läuft der „Tatort: Wir sind nicht zu fassen“ aus Wien im Ersten.

Am 1. Juni 2025 lief der „Tatort: Wir sind nicht zu fassen“ aus Wien im Ersten.

ORF/Petro Domenigg

Der Sonntagskrimi im Ersten nahm die Zuschauerinnen und Zuschauer mal wieder mit nach Österreich: Am 1. Juni 2025 lief der „Tatort: Wir sind nicht zu fassen“ aus Wien. Darin kommt es während einer Demonstration zu einem Todesfall. Eisner und Fellner übernehmen die heiklen Ermittlungen und legen sich dabei mit dem Staatsschutz an...

Lohnte sich das Einschalten? Worum ging es genau und welche Darstellenden waren im Cast? Das verraten wir euch hier.

Das ist der „Tatort“ aus Wien

In der Wiener Innenstadt herrscht Ausnahmezustand: Eine Großdemonstration gegen die Regierung sorgt für Chaos und plötzlich liegt ein Toter auf der Straße. Dabei handelt es sich um den IT-Experten und Verschwörungstheoretiker Jakob Volkmann. Es wird vermutet, dass er vom Schlagstock eines Polizisten getötet wurde.

Die Ermittler Moritz Eisner und Bibi Fellner halten dies nicht für unwahrscheinlich. Aus diesem Grund legen sie sich mit dem Einsatzleiter Markus Schuch an. Dieser verteidigt das rustikale Vorgehen seiner Angestellten allerdings vehement.

Nach und nach kommen die Ermittler schließlich einem den österreichischen Staat gefährdenden Umsturzplan auf die Spur.

Darum geht es im „Tatort: Wir sind nicht zu fassen

Jakob Volkmann war vor seinem Tod als Querulant und Systemkritiker polizeibekannt und hatte sich mit seiner bürgerlichen Familie zerstritten. Neben ihm ist auch seine Freundin Katja Raiko in der Szene aktiv. Beide hatten Kontakt zu der Untergrundorganisation „Kapo“, die auch als „Kampfbereite außerparlamentarische Opposition“ bekannt ist. Bei dieser handelt es sich um eine militante Zelle, die einen Umsturz Österreichs herbeiführen will und dabei auch vor terroristischen Mitteln nicht zurückschreckt.

Die beiden Ermittler, die Unterstützung von ihrer Kollegin Meret Schande bekommen, müssen mit dem Staatsschutz zusammenarbeiten, um an die Hinterleute heranzukommen. Das gefällt vor allem dem eigensinnigen Moritz Eisner überhaupt nicht.

Als dann auch noch aus einem vorbeifahrenden Auto ein Molotow-Cocktail auf Schande und eine Streifenpolizistin geworfen wird und die beiden Frauen schwer verletzt, reicht es Moritz Eisner: Er stürzt sich wie ein Tobsüchtiger in die Ermittlungen.

Meret Schande (Christina Scherrer) unterstützt die Wiener Kommissare bei ihren Ermittlungen.

Meret Schande (Christina Scherrer) unterstützt die Wiener Kommissare bei ihren Ermittlungen.

ORF/Petro Domenigg

Wie ist die Kritik zum „Tatort: Wir sind nicht zu fassen“?

Das Thema einer demokratiefeindlichen Verschwörung mag zwar brisant sein, doch zum richtigen Politthriller reicht es leider nicht. Dafür sind die Mittel des neuen „Tatorts“ aus Wien zu bescheiden, denn es fehlt schon alleine an der personellen Ausstattung. Das Sirenengeheul, Trommeln, Pfeifen und Geschrei bei der Demonstration wird beispielsweise hauptsächlich akustisch vermittelt, jedoch nicht optisch. Dies hätte nämlich den Einsatz von viel mehr Komparsen nötig gemacht. In dem Krimi wird demnach viel Aufregung behauptet, aber nicht bildlich dargestellt.

Und auch die Story, die dem zeitweise sehr überforderten Ermittlerduo alles abverlangt, ist überspannt. Moritz Eisner und Bibi Fellner haben es in diesem Fall alles andere als leicht. Das Beste am „Tatort: Wir sind nicht zu fassen“ ist die Dynamik zwischen den beiden, die mit einer guten Portion österreichischem Schmäh unterfüttert wurde.

Insgesamt bekommt der Krimi aus Wien daher zwei von vier Pistolen: Puh, eher was für echte Fans.

Das ist die „Tatort“-Besetzung am 1. Juni 2025

Neben den Hauptfiguren sind wie immer auch verschiedene Episodenrollen zu sehen. Wer die Darstellenden im neuen Krimi sind, erfahrt ihr hier:

  • Harald Krassnitzer als Moritz Eisner
  • Adele Neuhauser als Bibi Fellner
  • Christina Scherrer als Meret Schande
  • Günter Franzmeier als Prof. Werner Kreindl
  • Dominik Warta als Schubert
  • Hubert Kramar als Ernst Rauter
  • Julia Edtmeier als Jessica Plattner
  • Julia Windischbauer als Katja Ralko
  • Tilman Tuppy als Jakob Volkmann
  • Gerald Votava als Heiko Tauber
  • Daniela Gaets als Nora Volkmann
  • Theresa Martini als Miriam Volkmann
  • Andreas Simma als Oskar Volkmann
  • Michael Weger als Gejza von Rencz
  • Beritan Balci als Leyla Kiyak
  • Wolfgang Oliver als Markus Schuch
  • Noah L. Perktold als Jonas Leisch
  • Philip Leonhard Kelz als Alexander Woltschak
  • Katharina Farnleitner als Tanja Eybl
  • Fanny Fuhs als Nina Löbl
  • Susanne Preissl als Margit Reischer

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Die Sendetermine des „Tatorts“ aus Rostock auf einen Blick:

  • Sonntag, 1. Juni 2025, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 3. Juni 2025, um 01:10 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.