Tatort Wenn man nur einen retten könnte
: So war der Krimi aus Bremen

Am Sonntag, 25. Januar 2026, lief der „Tatort: Wenn man nur einen retten könnte“ aus Bremen im Ersten. Ob sich das Einschalten lohnte, worum es geht und wer mitspielt, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Bremen
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Im „Tatort: Wenn man nur einen retten könnte“ ermitteln am 25. Januar 2026 die Kommissare aus Bremen.

Im „Tatort: Wenn man nur einen retten könnte“ ermittelten am 25. Januar 2026 die Kommissare aus Bremen.

Radio Bremen/Magdalena Stengel

Der Sonntagskrimi im Ersten entführte die Zuschauerinnen und Zuschauer mal wieder in den Norden: Am 25. Januar 2026 lief der „Tatort: Wenn man nur einen retten könnte“ aus Bremen. Darin geht es um den Mord an einer jungen Frau, die den Anforderungen ihres Studiums nicht gewachsen war.

Lohnte sich das Einschalten? Worum geht es genau und wer spielt mit? Hier findet ihr alle Infos zum neuen Krimi.

Das ist der neue „Tatort“ aus Bremen

Mit wachem Blick entdeckt Kommissarin Linda Selb in der Nähe eines Leichenfundorts einen verdächtigen Mann und nimmt beherzt die Verfolgung auf. Kurz darauf liegt sie mit einer schweren Kopfwunde am Boden und kann die Ermittlungen zum Mord an einer Studentin nur noch vom Krankenbett aus verfolgen.

Ihre Kollegin Liv Moormann muss im neuen „Tatort“ aus Bremen weitgehend ohne sie auskommen. Sie bekommt aber Hilfe von Patrice Schipper vom Kriminaldauerdienst, der seine Sache ganz gut macht.

Darum geht es in „Wenn man nur einen retten könnte“

Annalena Höpken wurde eine Steintreppe in der Nähe eines Nachtclubs hinuntergestoßen und brach sich das Genick. Wie Liv Moormann und Patrice Schipper herausfinden, hatte die Jurastudentin psychische Probleme und kam mit dem Leistungsdruck an der Uni überhaupt nicht zurecht.

Bei den diversen Mitgliedern ihrer Wohngemeinschaft stieß die komplizierte junge Frau auf wenig Gegenliebe – Karima und die anderen wissen nichts Gutes über sie zu berichten, nur der sensible Colin hatte etwas Verständnis für seine Mitbewohnerin. Als Annalenas Freund, der aus wohlhabender Familie stammende Hannes Butenbeker, die Liebesbeziehung beendete, machte sie ihm eine Szene und wurde zuletzt im Nachtclub von Mike Hanisch gesehen.

Der wiederum kennt in dem von Regisseurin Ziska Riemann inszenierten „Tatort“ Annalenas Schwester Betty gut, die ein Doppelleben führt, von dem ihre Mutter Gabriele Höpken nichts ahnt. Die Frau zählte einst zum Bremer Geldadel und weiß erschreckend wenig über ihre beiden Töchter.

Als Gerichtsmedizinerin Edda Bingley herausfindet, dass die ermordete Studentin eine hohe Dosis Aufputschmittel im Blut hatte, nehmen die Ermittlungen eine neue Richtung – und Linda Selb kann ihrer Kollegin Liv Moormann aus dem Krankenbett heraus einen entscheidenden Tipp geben.

Laslo (Joyce Sanhá, l.), Karima (Shirin Eissa, M.) und Hannes (Michael Schweisser) besprechen sich nach Annalenas Tod in ihrer WG.

Laslo (Joyce Sanhá, l.), Karima (Shirin Eissa, M.) und Hannes (Michael Schweisser) besprechen sich nach Annalenas Tod in ihrer WG.

Radio Bremen/Magdalena Stengel

Bremer „Tatort“ von realem Fall inspiriert

Zur Story dieses Bremer „Tatorts“ wurden die beiden Drehbuchautorinnen Elisabeth Herrmann und Christine Otto vom realen Fall um eine junge Jurastudentin inspiriert, die ihren Eltern über Jahre verheimlichte, dass sie vom Studium überfordert war und es deshalb abgebrochen hatte.

Ein Fall wie dieser zeige exemplarisch, unter welchem emotionalen Druck viele junge Erwachsene heutzutage stehen, betonen die beiden Autorinnen.

Das ist die Kritik zum „Tatort: Wenn man nur einen retten könnte“

Moormann und Schipper bekommen es im Krimi „Tatort: Wenn man nur einen retten könnte“ mit sehr vielen Menschen aus dem Umfeld der ermordeten Studentin Annalena Höpken zu tun, was den Fall etwas unübersichtlich macht und den Zuschauenden keinen der Protagonisten wirklich näherbringt.

Die zahlreichen Personen aus der Wohngemeinschaft des Mordopfers, den Familien, der Universität und einem Nachtclub können nur skizziert werden. Ihre Beweggründe bleiben dadurch zwangsläufig an der Oberfläche.

Das bringt dem neuen Krimi daher nur zwei von vier Pistolen ein: Eher was für echte Fans.

Das ist die Besetzung im „Tatort“ aus Bremen

Neben den bekannten Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:

  • Jasna Fritzi Bauer als Liv Moormann
  • Luise Wolfram als Linda Selb
  • Tijan Njie als Patrice Schipper „Prince“
  • Helen Schneider als Edda Bingley
  • Annika Gräslund als Annalena Höpken
  • Mathilda Smidt als Betty Höpken
  • Catrin Striebeck als Gabriele Höpken
  • Shirin Eissa als Karima Al-Sharquawi
  • Mitja Over als Colin Trenkner
  • Joyce Sanhá als Laslo Wolf
  • Niklas Marian Müller als Mike Hanisch
  • Michael Schweisser als Hannes Butenbeker
  • Stephan Schad als Johannes Butenbeker
  • Alexander Swoboda als Christian Späthmann
  • Robert Alan als Influencer
  • Otis Hagen Chevalier als Zasta
  • Robin Bongarts als Emil Klaßen
  • Darrin Lamont Byrd als Dekan Davis

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Der Krimi läuft zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:

  • Sonntag, 25. Januar 2026, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Montag, 26. Januar 2026, um 23:50 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Für gewöhnlich stehen die Krimis dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.