Tatort heute: So wird „Was ihr nicht seht“ aus Dresden

Im „Tatort: Was ihr nicht seht“ ermitteln die Dresdner Kommissarinnen in einem Fall, der zunächst nach Beziehungstat aussieht.
MDR/MadeFor/Hardy SpitzWährend der Sommerpause des Sonntagskrimis müssen sich die ARD-Zuschauerinnen und -Zuschauer immer noch mit Wiederholungen begnügen. Am 2. August 2026 steht mit dem „Tatort: Was ihr nicht seht“ ein Fall aus Dresden an. Darin müssen die Kommissarinnen Gorniak und Winkler einen Mord aufklären, der zunächst nach Beziehungstat aussieht. Doch dann entpuppt sich alles als eine Verbrechensserie mit einem skrupellosen Täter.
Lohnt sich das Einschalten? Worum geht es genau und welche Darstellenden sind im Cast? Das verraten wir euch hier.
Das ist der Fall aus Dresden
Schock am Morgen: Eine Frau erwacht in ihrem blutverschmierten Doppelbett und entdeckt neben sich ihren erstochenen Freund. Der neue „Tatort“ aus Dresden beginnt mit einem uralten Krimi-Klischee und macht auch genauso weiter.
Die junge Sarah Monet ist die einst beste Freundin von Kommissarin Leonie Winkler, für die dieser Fall also eine sehr persönliche, ja fast private Angelegenheit sein wird – ein in TV-Krimis nicht unübliches Motiv. Doch da sie befangen ist, wie das im Juristendeutsch heißt, wird ihr der Fall entzogen, und sie ermittelt – Handlungsmuster Nummer drei – auf eigene Faust weiter, während ihre Kollegin Karin Gorniak die offiziellen Nachforschungen einleitet.
Darum geht es im „Tatort: Was ihr nicht seht“
Während die Kommissarin Winkler fest von der Unschuld Sarah Monets überzeugt ist, hält Kollegin Gorniak die junge, körperlich und seelisch schwer mitgenommene Frau für die Mörderin ihres Freundes – auch, weil sie bei der medizinischen Untersuchung im Polizeipräsidium eine Ärztin attackiert und vor Tagen eine Frau angegriffen hat, mit der David eine Affäre hatte. War der Mord an ihm also eine klassische Beziehungstat, möglicherweise im Affekt und vielleicht sogar in Notwehr?
Es scheint alles darauf hinzudeuten, doch dann stellt sich heraus, dass Sarah, die sich an nichts in jener verhängnisvollen Nacht erinnern kann, K.-o.-Tropfen im Blut hatte, was den Ermittlungen eine völlig neue Richtung gibt.
Während nach der abgängigen Hauptverdächtigen gesucht wird, treibt ein unheimlicher Zeitgenosse mit Kapuzenpulli sein Unwesen: Der Finsterling entwendet die Hausschlüssel von Frauen, fertigt Kopien an und verschafft sich so heimlich Zutritt zu den Wohnungen – mit verheerenden Folgen für seine Opfer.

Sarah Monet (Deniz Orta) besucht noch einmal den Club aus der Tatnacht, in der Hoffnung sich an etwas zu erinnern.
MDR/MadeFor/Hardy SpitzWie ist die Kritik zum „Tatort: Was ihr nicht seht“?
Abgegriffene Klischees sind nur das eine, das den Sonntagskrimi „Tatort: Was ihr nicht seht“ zu einer schwer verdaulichen Angelegenheit macht. Das andere sind abstruse Fehler bei der Schilderung von Polizeiarbeit.
Schon klar: Der „Tatort“ ist keine Dokumentation und darf sich etwa im Dienste der Spannung die ein oder andere künstlerische Freiheit durchaus nehmen. Doch dass die Beamtin Winkler die des Mordes am Freund schwerverdächtige und möglicherweise vergewaltigte Sarah nach deren Freilassung mit Fußfessel im Ferienhaus ihrer Eltern unterbringt, was diese prompt zur Flucht nutzt, ist schlichtweg Unsinn. Dass die Ermittlerin nach diesem kapitalen Schnitzer sogar wieder bei den Ermittlungen mitmischen darf, bringt das Fass dann zum Überlaufen.
Da kann Winklers Chef Peter Michael Schnabel noch so säuerlich gucken und ungnädig brummeln – die beiden Drehbuchautoren und Regisseurin Lena Stahl haben sich in ihrem Krimi über sexualisierte Gewalt leider für diesen völlig unglaubwürdigen Weg entschieden.
Das bringt dem Krimi aus Dresden nur zwei von vier Pistolen ein: Eher was für echte Fans!
Das ist die Besetzung im „Tatort: Was ihr nicht seht“
Neben den beiden Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder verschiedene Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:
- Karin Hanczewski als Karin Gorniak
- Cornelia Gröschel als Leonie Winkler
- Martin Brambach als Peter Michael Schnabel
- Yassin Trabelsi als Philipp Laupheimer
- Ron Helbig als Dr. Himpe
- Timur Isik als Jakob Klasen
- Deniz Orta als Sarah Monet
- Felix Vogel als Jan Oschatz
- Cristin König als Ärztin Antonia Sander
- Muriel Wimmer als Pia Schiffbauer
- Zoe Valks als Nina von Plotho
- Tatiana Nekrasov als Claudia Martin
- Leopold Hornung als Barkeeper Nikias
- Matthis Heinrich als Clubbesucher Nathan
- Paula Vogel als junge Polizistin
„Tatort“ am Sonntag: Sendetermine und Mediathek
Der Krimi lief erstmals im November 2023. Die aktuellen Sendetermine seht ihr hier:
- Sonntag, 2. August 2026, um 20:15 Uhr im Ersten
- Dienstag, 4. August 2026, um 00:20 Uhr im Ersten
In der ARD Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.