Tatort Verblendung
: So war der Krimi aus Stuttgart

Am 19.01.2025 lief der „Tatort: Verblendung“ aus Stuttgart im Ersten. Worum es ging, ob sich das Einschalten lohnte und wer mitspielte, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Stuttgart
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Am Sonntag, 19.01.2025, läuft der „Tatort: Verblendung“ aus Stuttgart im Ersten.

Am Sonntag, 19.01.2025, lief der „Tatort: Verblendung“ aus Stuttgart im Ersten.

SWR/Benoît Linder
  • „Tatort: Verblendung“ aus Stuttgart läuft am 19.01.2025 im Ersten.
  • Kommissare Lannert und Bootz kämpfen gegen rechtsextreme Geiselnehmer.
  • Kritik: Film wirkt wie Schülertheater, wenig Spannung, schwächster Schwaben-Krimi.
  • Hauptdarsteller: Richy Müller, Felix Klare, Anna Schimrigk.
  • Wiederholung am 21.01.2025, Livestream und Mediathek verfügbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Sonntagskrimi nahm die ARD-Zuschauerinnen und -Zuschauer in dieser Woche mal wieder mit nach Schwaben: Am 19.01.2025 lief der „Tatort: Verblendung“ aus Stuttgart im Ersten. Darin bekamen es die Kommissare Lannert und Bootz mit zwei rechtsextremen Geiselnehmern zu tun.

Lohnte sich das Einschalten? Worum ging es genau und welche Darstellenden waren im Cast? Das verraten wir euch hier.

Das ist der neue Fall aus Stuttgart

Filmpremiere in einem Kino in der Stuttgarter Innenstadt: Zu dem festlichen Ereignis ist nicht nur mancher Entscheidungsträger aus Politik und Gesellschaft erschienen, sondern auch ein kleiner Kommissar vom Morddezernat.

Sebastian Bootz hat sich die Freikarte von seinem Kollegen Thorsten Lannert aufschwatzen lassen und wird das insgeheim schon bald bereuen. Denn die illustre Gesellschaft im Kino wird von zwei schwerbewaffneten Wirrköpfen aus dem rechtsextremen Spektrum in Geiselhaft genommen und durchleidet dramatische Stunden.

Darum geht es im „Tatort: Verblendung

Kommissar Bootz, der den Geiselnehmer Steffen Nippert angeschossen hat, versucht im Kinosaal alles, um die gefährliche Situation zu entschärfen und das Leben möglichst vieler Unschuldiger zu retten. Währenddessen nimmt sein Kollege Lannert in der Einsatzzentrale der Polizei das Heft in die Hand und verhandelt mit der Rechtsextremistin Urbanski und ihrem schwer verletzten Komplizen über deren Forderungen.

Die beiden Geiselnehmer drängen darauf, Gesinnungsgenossen freizulassen, die in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart in Stammheim einsitzen – jenem legendären Gefängnis also, das im Terrorherbst 1977 bundesweit für Schlagzeilen sorgte, als sich hier die inhaftierten linksextremen RAF-Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe das Leben nahmen.

Sebastian Bootz (Felix Klare) gelingt es, seinen Kollegen über die Geiselnahme zu informieren.

Sebastian Bootz (Felix Klare) gelingt es, seinen Kollegen über die Geiselnahme zu informieren.

SWR/Benoît Linder

Wie ist die Kritik zum „Tatort: Verblendung“?

Im Krimi „Tatort: Verblendung“ ist von den dramatischen Stunden im Kinosaal vergleichsweise wenig zu spüren, weil es den Machern offensichtlich viel wichtiger war, die beiden Geiselnehmer und ihre Opfer in politische Diskussionen über Demokratie, Rechtsstaat und Populismus zu verwickeln.

Das hat wenig von einem spannenden Entführungsthriller und wirkt mehr wie Schülertheater, bei dem Thesen zum Nachdenken in den Raum gestellt werden – eine furchtbar öde Angelegenheit und der mit Abstand schwächste Schwaben-Krimi seit langer Zeit.

Es wird in dem von Regisseur Rudi Gaul inszenierten Film zwar gebrüllt, geschossen und auch gestorben, doch die eigentliche Krimi-Dynamik wird immer wieder von den ausführlichen und nicht selten auch noch floskelhaften Redebeiträgen der Beteiligten erstickt. Da fallen dann schon mal formelhafte Sätze wie: „Man kann als Politiker nicht immer alles richtig machen, aber man kann was verändern.“

So können selbst die von der überforderten und beängstigend hysterischen Terroristin Karin Urbanski nach einem äußerst perfiden Auswahlverfahren vorgenommenen Erschießungen einzelner Geiseln nicht die angemessene dramaturgische Wucht entfalten, die schrecklich Vorkommnisse wie diese eigentlich verdient hätten.

Insgesamt bekommt der Krimi aus Stuttgart daher nur eine von vier Pistolen: Lieber nochmal mit dem Hund raus.

Das ist die „Tatort“-Besetzung am 19.01.2025

Neben den Hauptfiguren sind wie immer auch verschiedene Episodenrollen zu sehen. Wer die Darstellenden im neuen Krimi sind, erfahrt ihr hier:

Rolle – Schauspieler*in

  • Thorsten Lannert – Richy Müller
  • Sebastian Bootz – Felix Klare
  • Dr. Daniel Vogt – Jürgen Hartmann
  • Karin Urbanski – Anna Schimrigk
  • Farah Nazari – Leila Abdullah
  • Steffen Nippert – Christoph Franken
  • Herbert Ebinger – Christian Koerner
  • Hamza Kocoglu – Kais Setti
  • Leyla Kaiser – Jessica McIntyre
  • Stefanie Seiler – Amelie Herres
  • Norbert Riss – Christoph Glaubacker
  • Claudia Lobisch – Lisa Wildmann
  • Christian Pietz – Nicolas Rosat

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Die Sendetermine des „Tatort“ aus Stuttgart auf einen Blick:

  • Sonntag, 19.01.2025, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 21.01.2025, um 00:00 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.