Tatort – Siebte Etage
: So war der Krimi aus Köln

Am 24.11.2024 lief der „Tatort: Siebte Etage“ im Ersten. Worum es ging, ob sich das Einschalten lohnte und wer mitspielte, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Köln
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Am Sonntag, 24.11.2024, läuft der „Tatort: Siebte Etage“ aus Köln im Ersten.

Am Sonntag, 24.11.2024, lief der „Tatort: Siebte Etage“ aus Köln im Ersten.

WDR/Martin Valentin Menke
  • „Tatort: Siebte Etage“ läuft am 24.11.2024 im Ersten.
  • Kommissare Ballauf und Schenk klären Mord im Eroscenter auf.
  • Besonders: Schauplatz Bordell und visuelle Umsetzung.
  • Kritiker loben mutige Themenwahl trotz abstoßender Szenen.
  • Besetzung: Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär, Sabrina Setlur.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Sonntagskrimi nahm die ARD-Zuschauer und -Zuschauerinnen in dieser Woche mal wieder mit nach Köln: Am 24.11.2024 lief der „Tatort: Siebte Etage“ im Ersten.

Darin müssen die Kommissare Ballauf und Schenk den Mord am Haustechniker eines Eroscenters aufklären. Sie ermitteln im siebten Stock, wo die beruflichen und privaten Beziehungen der Mieter verschwimmen...

Lohnte sich das Einschalten? Worum ging es genau und welche Darstellenden waren im Cast? Das verraten wir euch hier.

Das ist der neue Fall aus Köln

Einen „Tatort“, der größtenteils im Bordell spielt, sieht man auch nicht alle Tage. Zu den Klängen von Hildegard Knefs „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ geht es zu Beginn dieses Krimis durch den in schummriges Rotlicht getauchten Flur eines großen Kölner „Laufhauses“, in dem Prostituierte Männern ihren Service anbieten und dabei wahrlich nicht auf Rosen gebettet sind.

Dank einer geschickten Kameraführung nehmen die Zuschauenden die trostlose Szenerie genau mit den Augen eines jener lüsternen Freier wahr und befinden sich damit mitten drin im Geschehen – ein visuell einprägsamer Kniff, den Regisseur Hüseyin Tabak noch öfter anwendet.

Darum geht es im „Tatort: Siebte Etage

Als ein Haustechniker aus dem siebten Stock des Eroscenters in den Tod stürzt, treten die beiden Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk auf den Plan. Der Mann hat nach Erkenntnissen von Gerichtsmediziner Dr. Roth keinen Suizid begangen, sondern wurde aus dem Fenster gestoßen.

Verdächtige gibt es einige, denn der Hausmeister war ein aufdringliches Ekelpaket und deshalb bei den Prostituierten wenig beliebt. Hatte er Streit mit einer der Sexarbeiterinnen, die am Tag 160 Euro Miete für ein Zimmer im Puff zahlen müssen? Oder geriet er mit einer der Frauen aneinander, die sich im siebten Stock um Leib und Wohl der Prostituierten kümmern, darunter die von der bekannten Rapperin Sabrina Setlur gespielten Nagelpflegerin Chiara Passlak?

Als Täter infrage kommt aber auch der Freier Kai Jankow, der oft die Dienste von Jasmin Backes in Anspruch nimmt und möglicherweise eifersüchtig auf den Hausmeister war. Die undurchsichtige Jasmin Backes wird zur Schlüsselfigur in einem verzwickten Fall, der an Fahrt aufnimmt, als eine zweite Leiche gefunden wird.

In der siebten Etage verschwimmen die privaten und beruflichen Beziehungen der Mieter und Mieterinnen. Wer hat Malik Zeman auf dem Gewissen?

Im neuen Kölner „Tatort“ übernimmt Rapperin Sabrina Setlur (r.) die Rolle der Nagelpflegerin Chiara.

WDR/Martin Valentin Menke

Wie ist die Kritik zum „Tatort: Siebte Etage“?

Der Sonntagskrimi „Tatort: Siebte Etage“ dreht sich um käuflichen Sex und schildert das Leid einiger Frauen, die ihre Körper gegen Geld feilbieten und sich dabei die Seele kaputtmachen. Drei davon wenden sich im Lauf des Films sogar direkt an die Zuschauenden, was dem Ganzen einen eigentlich unnötigen theatralischen Anstrich verleiht.

„Wir wollten die Frauen hinter dem Etikett ‚Sexarbeiterin‘ sichtbar machen: ihre Träume, ihre Sehnsüchte, ihre Alltagsnöte, ihre kleinen Fluchten“, erläutert Volker A. Zahn, der das Drehbuch gemeinsam mit seiner Frau Eva geschrieben hat.

Der neue „Tatort“ mit Schenk und Ballauf ist vor allem wegen seines deprimierenden Schauplatzes und einiger abstoßender Szenen ganz sicher kein Fall für jeden – so zeigt ein gnadenloser Zusammenschnitt schwabbelige Körper und verzerrte Gesichter von Freiern beim Orgasmus.

Den Machern muss aber zugutegehalten werden, dass sie sich dem umstrittenen Thema Prostitution mutig und mit einer kreativen Bildsprache angenähert haben, die für einen „Tatort“ außergewöhnlich ist.

Das bringt dem Krimi aus Köln drei von vier Pistolen ein: Kann man nichts falsch machen.

Das ist die „Tatort“-Besetzung am 24.11.2024

Neben den Hauptfiguren sind wie immer auch verschiedene Episodenrollen zu sehen. Wer die Darstellenden im neuen Krimi sind, erfahrt ihr hier:

Rolle – Schauspieler*in

  • Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
  • Freddy Schenk – Dietmar Bär
  • Dr. Roth – Joe Bausch
  • Norbert Jütte – Roland Riebeling
  • Natalie Förster – Tinka Fürst
  • Chiara Passlak – Sabrina Setlur
  • Cosima Adam – Senita Huskic
  • Tani Schiller – Maddy Forst
  • Andy Schiller – Andrei Viorel Tacu
  • Kaja Zeman – Nuriye Jendroßek
  • Malik Zeman – Mehdi Salim
  • Jasmin Backes – Antonia Bill
  • Renate Schüttgen – Hella-Birgit Mascus
  • Gerald Kneissler – André Eisermann
  • Kai Jankow – Sascha Goepel
  • Peter Backes – Ralf Drexler
  • Bella – Lena Hartmann

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Die Sendetermine des „Tatort“ aus Köln auf einen Blick:

  • Sonntag, 24.11.2024, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 26.11.2024, um 01:10 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.