Tatort – Schweigen: So erschütternd war der Krimi aus Hamburg

Am Sonntag, 01.12.2024, lief der „Tatort: Schweigen“ aus Hamburg im Ersten.
NDR/Kai Schulz- „Tatort: Schweigen“ läuft am 01.12.2024 im Ersten.
- Kommissar Falke klärt den Tod eines Pastors auf und entdeckt sexuellen Missbrauch in der Kirche.
- Falke wird von Ermittlerin Pötter und LKA-Kollegin Schwerdtfeger unterstützt.
- Kritiker loben den Film für seine sensible Inszenierung.
- Wiederholung am 03.12.2024 und in der ARD-Mediathek verfügbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Sonntagskrimi nahm die ARD-Zuschauer und -Zuschauerinnen in dieser Woche mal wieder mit in den Norden: Am 01.12.2024 lief der „Tatort: Schweigen“ aus Hamburg im Ersten. Darin musste Kommissar Falke den Tod eines Pastors aufklären und enthüllte dabei einen Fall von sexuellem Missbrauch in der Kirche.
Lohnte sich das Einschalten? Worum ging es genau und welche Darstellenden waren im Cast? Das verraten wir euch hier.
Das ist der neue Fall aus Hamburg
Er ist übernächtigt, wirkt fahrig und schaut mit ungewohnt trübem Blick aus der Wäsche: Der normalerweise recht forsche Hamburger Ermittler Thorsten Falke leidet schwer unter dem gewaltsamen Tod seiner Kollegin Grosz und hat sich deshalb in ein Kloster weitab von der Hansestadt zurückgezogen, um seine seelischen Wunden zu lecken.
Doch „Tatort“-Kommissare sind nie außer Dienst. Deshalb verwundert es wenig, dass Falke zwischen Altar und Beichtstuhl schon bald über einen neuen Fall stolpert – einen schlimmen Fall, in dem es um sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche geht und der den angeschlagenen Ermittler arg mitnimmt.
Sein Gesicht zeigt das blanke Entsetzen, als er Fotos und Filme eines Pastors sichtet, der sich über viele Jahre an Minderjährigen vergangen hat und eines Nachts den Flammentod erleidet, nachdem wohl jemand seinen vor der Abtei stehenden Wohnwagen in Brand gesetzt hat.
Darum geht es im „Tatort: Schweigen“
Unterstützt wird der glaubensferne Thorsten Falke diesmal von gleich zwei Frauen: Die lokale Ermittlerin Eve Pötter kommt nicht gut bei ihm an, weil er ihr eine zu große Nähe zum beteiligten Klerus vorwirft. Seine auf die Aufklärung von Kindesmissbrauch spezialisierte, stocknüchterne LKA-Kollegin Schwerdtfeger dagegen gibt dem alten Haudegen den diesmal dringend nötigen emotionalen Halt.
Dann ist da noch der hochsensible Daniel Weinert, der wie Falke eine Auszeit im Kloster nimmt und sich mit dem Kommissar anfreundet. Als Falke herausfindet, dass Daniel als Kind von dem zu Tode gekommenen Priester missbraucht wurde, rückt er als Hauptverdächtiger natürlich in den Fokus der Ermittlungen.
Auch für den aalglatten Domvikar Billing interessiert sich das Ermittlerteam, doch der Gottesmann zeigt sich wenig kooperativ und rollt Thorsten Falke Steine in den Weg, wo er nur kann.

Daniel (Florian Lukas, r.) gerät in den Fokus von Kommissar Falke (Wotan Wilke Möhring).
NDR/Kai SchulzWie ist die Kritik zum „Tatort: Schweigen“?
Die Zuschauenden bekommen die furchtbaren Bilder des hundertfachen Missbrauchs in dem von einem wahren Fall inspirierten Krimi „Tatort: Schweigen“ so gut wie nicht zu sehen, können sich aber in etwa vorstellen, was sie zeigen – Kopfkino kann manchmal grausam sein.
„Wie schrecklich die Taten sind, spiegelt sich in den Gesichtern der Ermittler, die das Material sichten“, erklärt Regisseur Lars Kraume, der seinen erschütternden und spannenden Krimi mit viel Fingerspitzengefühl inszeniert hat und nur gegen Ende etwas dick aufträgt.
Der Filmklassiker „Der Name der Rose“ sei ein bisschen das Vorbild für diesen „Tatort“ gewesen, sagt Kraume: „Die geschlossene Gesellschaft, in der die Verbrechen stattfinden, das Schweigen der Ordensbrüder – das ist schon die Idee des Films.“ Gedreht wurde der Krimi, zu dem Stefan Dähnert die Vorlage geschrieben hat, übrigens in einem leerstehenden Trappistenkloster in der Eifel.
Insgesamt bekommt der Krimi aus Hamburg drei von vier Pistolen: Kann man nichts falsch machen.
Das ist die „Tatort“-Besetzung am 01.12.2024
Neben den Hauptfiguren sind wie immer auch verschiedene Episodenrollen zu sehen. Wer die Darstellenden im neuen Krimi sind, erfahrt ihr hier:
Rolle – Schauspieler*in
- Thorsten Falke – Wotan Wilke Möhring
- Daniel Weinert – Florian Lukas
- Eve Pötter – Lena Lauzemis
- Domvikar Billing – Sebastian Blomberg
- Bruder Jonas – Falilou Seck
- LKA-Beamtin Schwerdtfeger – Julia Jendroßek
- Pit Pötter – Sebastian Klein
- Pastor Otto – Hannes Hellmann
- Polizeihauptmeister Schültke – Michael del Coco
- Lukas – Jakob Kraume
„Tatort“: Sendetermine und Mediathek
Die Sendetermine des „Tatort“ aus Hamburg auf einen Blick:
- Sonntag, 01.12.2024, um 20:15 Uhr im Ersten
- Dienstag, 03.12.2024, um 01:20 Uhr im Ersten
In der ARD-Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.