Tatort Schmerz
: So war der Krimi aus Dortmund

Am Sonntag, 22. Februar 2026, lief der „Tatort: Schmerz“ aus Dortmund im Ersten. Ob sich das Einschalten lohnte, worum es geht und wer mitspielt, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Dortmund
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Im „Tatort: Schmerz“ ermittelt Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger) ein letztes Mal an der Seite von Peter Faber (Jörg Hartmann).

Im „Tatort: Schmerz“ ermittelt Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger) ein letztes Mal an der Seite von Peter Faber (Jörg Hartmann).

WDR/Thomas Kost

Der Sonntagskrimi im Ersten entführte die Zuschauerinnen und Zuschauer mal wieder nach Dortmund: Am 22. Februar 2026 lief der „Tatort: Schmerz“ im Ersten. Der letzte Fall für die von Stefanie Reinsperger gespielte Kommissarin Rosa Herzog dreht sich um alte Schuld und neue Gewalt.

Lohnte sich das Einschalten? Worum geht es genau und wer spielt mit? Hier findet ihr alle Infos zum neuen Krimi.

Das ist der letzte „Tatort“ mit Stefanie Reinsperger

Beim Dortmunder „Tatort“ geht’s zu wie auf dem Hauptbahnhof: Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Jetzt ist mal wieder ein Abschied angesagt, Kommissarin Rosa Herzog verlässt nach fünf Jahren die chaotische Mordkommission im Ruhrgebiet.

In ihrem zehnten und letzten Fall muss die von Stefanie Reinsperger gespielte Kommissarin gemeinsam mit ihrem Kollegen Peter Faber diverse Morde im Rotlichtmilieu aufklären und sich noch einmal den Dämonen ihrer eigenen Vergangenheit stellen. Der ausgesprochen düstere Fall kreist um Schuld und Rache und thematisiert mit dem Jugoslawienkrieg ein dunkles und angesichts aktueller Krisen manchmal vergessenes Kapitel der jüngsten europäischen Geschichte.

Darum geht es in „Schmerz“

Als die Leiche eines serbischen Zuhälters und Clubbesitzers gefunden wird, der in seinem Appartement erschossen wurde, knöpfen sich Peter Faber und seine Chefin Ira Klasnic erst mal die junge Marija Novak vor, die am Tatort beobachtet wurde. Die verschlossene Prostituierte aus Bosnien, die zu der bosnisch-kroatischen Kommissarin Klasnic Vertrauen fasst, bringt die Ermittler jedoch nicht weiter.

Also wendet sich Ira Klasnic an einen alten Bekannten, den Dortmunder Clanchef Lorik Duka. Sie findet heraus, dass es sich bei dem Mordopfer um einen international gesuchten Kriegsverbrecher handelte, der unter falschem Namen in Deutschland lebte. „Er war ein Dreckschwein und trotzdem müssen wir seine Mörder finden“, fasst Klasnic die Lage grimmig zusammen, denn auch sie erlebte als Teenager die Grauen der Balkankriege in den neunziger Jahren und hat daran immer noch schwer zu knabbern.

Als ein weiterer Serbe aus dem Rotlichtmilieu ermordet wird, deutet alles auf einen blutigen Rachefeldzug hin, den die Ermittler schnellstmöglich stoppen müssen.

Dummerweise können sich Rosa Herzog und Peter Faber nicht voll auf den komplizierten Fall konzentrieren, weil sie sich gegen die Nachstellungen des verbissenen LKA-Beamten Daniel Kossik wehren müssen. Der ehemalige Kollege der beiden will ihnen unbedingt einen Mord nachweisen und schreckt dabei vor keiner Gemeinheit zurück. Er setzt mit dem Streifenpolizisten Otto Pösken sogar den Geliebten von Kommissarin Herzog unter Druck, um an möglicherweise belastendes Material zu kommen.

Kossik hat im spannenden „Tatort“ aus Dortmund zwar keinerlei Beweise in der Hand. Doch es gelingt ihm immerhin, das Vertrauensverhältnis von Faber und Herzog zu zerstören und für Unruhe zu sorgen – eine Unruhe, die das Dortmunder Team gerade jetzt überhaupt nicht brauchen kann.

Daniel Kossik (Stefan Konarske, vorne) will Faber und Herzog einen Mord anhängen.

Daniel Kossik (Stefan Konarske, vorne) will Faber und Herzog einen Mord nachweisen.

WDR/Thomas Kost

Das ist die Kritik zum „Tatort: Schmerz“

Konsequent spitzt Regisseur Torsten C. Fischer die mitunter brutale Handlung zu, bis in einem packenden Finale plötzlich Rosa Herzog mit ihrer Pistole den Kollegen Faber ins Visier nimmt. Oder etwa doch nicht?

Der spannende Krimi „Tatort: Schmerz“ ist ein würdiger Abschied für die österreichische Schauspielerin Stefanie Reinsperger, hat aber auch ein großes Manko: Wer sich nicht mehr so gut an die vorangegangenen Fälle der Dortmunder erinnern kann, steht öfter mal im Wald, denn als Erklärung reichen die dafür eingestreuten Rückblenden kaum aus.

Das bringt dem neuen Krimi insgesamt drei von vier Pistolen ein: Kann man nichts falsch machen.

Das ist die Besetzung im „Tatort: Schmerz“

Neben den bekannten Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:

  • Jörg Hartmann als Peter Faber
  • Stefanie Reinsperger als Rosa Herzog
  • Alessija Lause als Ira Klasnic
  • Stefan Konarske als Daniel Kossik
  • Malick Bauer als Otto Pösken
  • Moritz Führmann als Staatsanwalt Matuschek
  • Sybille Schedwill als Dr. Greta Leitner
  • Lorena Juric als Marija Novak
  • Kasem Hoxha als Lorik Duka
  • Elda Sorra als Klea Duka
  • Besnik Prekazi als Mirkos Petrovic
  • Klaas Martens Klaus Dieter Mund als
  • Jürgen Sarkiss als Autohändler
  • Ufuk Dermici als Ladenbesitzer
  • Kristian Pandža als Elez Shkodra

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Der Krimi läuft zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:

  • Sonntag, 22. Februar 2026, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 24. Februar 2026, um 00:15 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Für gewöhnlich stehen die Krimis dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.