Tatort heute
: Das ist die Kritik zum neuen Murot-Fall

Am 20.10.2024 läuft der „Tatort: Murot und das 1000-jährige Reich“ im Ersten. Worum es geht, ob sich das Einschalten lohnt und wer mitspielt, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Wiesbaden
Jetzt in der App anhören
Am Sonntag, 20.10.2024, läuft der „Tatort: Murot und das 1000-jährige Reich“ im Ersten.

Am Sonntag, 20.10.2024, läuft der „Tatort: Murot und das 1000-jährige Reich“ im Ersten.

HR/Bettina Mueller
  • „Tatort: Murot und das 1000-jährige Reich“ am 20.10.2024 im Ersten.
  • Kommissar Murot ermittelt in einem Dorf im Jahr 1944.
  • Der Krimi beginnt in der Gegenwart am Frankfurter Flughafen.
  • Murot und Wächter alias Rother und Weiß klären rätselhaften Tod auf.
  • Ulrich Tukur und Barbara Philipp in den Hauptrollen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für die ARD-Zuschauer und -Zuschauerinnen geht es im Sonntagskrimi am 20.10.2024 mal wieder nach Hessen: Im „Tatort: Murot und das 1000-jährige Reich“ verschlägt es den Wiesbadener Kommissar in ein Dorf im Jahr 1944.

Lohnt sich das Einschalten? Worum geht es genau und welche Darstellenden sind im Cast? Das verraten wir euch hier.

Das ist der neue Murot-Fall aus Wiesbaden

Die „Tatort“-Krimis mit Ausnahmeschauspieler Ulrich Tukur als Kommissar Murot sind für die Zuschauenden fast immer ein Ausflug in fantastische Welten: Mal erlebt der Kommissar vom hessischen LKA den gleichen Tag immer wieder, mal begegnet er seinem perfekten Doppelgänger, in einem anderen Krimi bekommt er es mit einer Geheimorganisation zu tun, die Menschen Anschlussbuchsen eingepflanzt hat, um sie kontrollieren zu können.

In seinem neuen „Tatort“ muss Murot mitten im Zweiten Weltkrieg in einem verzwickten Mordfall auf dem hessischen Land ermitteln und trifft dabei auch seine Kollegin Magda Wächter. Aber halt, die beiden Figuren sind gar nicht Murot und Wächter, sondern heißen Kommissar Rother und Else Weiß!

Darum geht es im „Tatort: Murot und das 1000-jährige Reich

Der neue „Tatort“ des Hessischen Rundfunks beginnt allerdings im Hier und Jetzt: Felix Murot und Magda Wächter warten am Frankfurter Flughafen auf eine Maschine aus Südamerika, in der ein steinalter Kriegsverbrecher sitzt, dem in Deutschland der späte Prozess gemacht werden soll. Es handelt sich um Hagen von Strelow, der 1944 gemeinsam mit Kommissar Rother in einem kleinen hessischen Dorf eine Mordermittlung durchgeführt hat.

Die Geschehnisse von vor 80 Jahren stehen im Mittelpunkt des Krimis, in dem Ludwig Simon den strammen Nazi von Strelow und Ulrich Tukur seinen besonnenen Vorgesetzten Rother spielt. Der trägt zwar das goldene Parteiabzeichen der NSDAP am Revers seines Jacketts, lässt aber immer mal wieder durchblitzen, dass er alles andere als ein Nazi ist. So gibt er im Dorf-Gasthaus am Klavier unter anderem ein englisches Spottlied auf Adolf Hitler zum Besten.

Die beiden Polizisten aus der Stadt müssen in dem abgelegenen Dorf den rätselhaften Tod von vier Wehrmachtssoldaten und eines englischen Kampfpiloten aufklären, der ganz in der Nähe mit seinem Flugzeug abgestürzt ist. Wie sich herausstellt, hatte der Engländer brisante Dokumente an Bord, die auf den weiteren Verlauf des Zweiten Weltkriegs entscheidenden Einfluss haben können, aber spurlos verschwunden sind. Der abgründig komponierte Film endet mit einer vielsagenden Schlusspointe, lässt aber viele Fragen offen.

In Borowski und das 1000-jährige Reich ist Ulrich Tukur in einer Doppelrolle zu sehen.

In „Murot und das 1000-jährige Reich“ ist Ulrich Tukur nicht nur als Felix Murot, sondern auch als Kommissar Rother zu sehen.

HR/Bettina Mueller

Wie ist der „Tatort: Murot und das 1000-jährige Reich“?

Ulrich Tukur ist plötzlich Kommissar Rother und nicht mehr Kommissar Murot. Wie das sein kann, spielt erst mal keine Rolle und wäre im Prinzip auch gar nicht so wichtig – wenn Regisseur Matthias X. Oberg einen spannenden Fall erzählen würde.

Tut er aber leider nicht, der Krimi „Tatort: Murot und das 1000-jährige Reich“ schleppt sich vielmehr überraschend träge über die Runden und nervt zuweilen mit gestelzten Textzeilen.

„Ihr Dorf ist eine kleine, friedliche Oase in unserem vom Krieg gebeutelten Land“, sagt etwa der Kommissar an einer Stelle zu Else Weiß, die sich später als untergetauchte Jüdin entpuppt – so hat man damals wohl miteinander geredet.

Das bringt dem Krimi aus Wiesbaden zwei von vier Pistolen ein: Puh. Eher was für echte Fans!

Das ist die „Tatort“-Besetzung am 20.10.2024

Neben den Hauptfiguren sind wie immer auch verschiedene Episodenrollen zu sehen. Wer die Darstellenden im neuen Krimi sind, erfahrt ihr hier:

Rolle – Schauspieler*in

  • Felix Murot / Kommissar Rother – Ulrich Tukur
  • Magda Wächter / Else Weiß – Barbara Philipp
  • Hagen von Strelow – Ludwig Simon
  • Bernhard Tabler – Cornelius Obonya
  • Schmied Lobus – André Meyer
  • Gerda Lobus – Melanie Straub
  • Waltraus Lobus – Viola Hinz
  • Clara Breuninger – Imogen Kogge
  • Balthasar Herold – Marius Ahrendt
  • Postbeamter Karl – Gerd Lohmeyer

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Die Sendetermine des neuen „Tatort“ aus Wiesbaden auf einen Blick:

  • Sonntag, 20.10.2024, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 22.10.2024, um 00:30 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.