Tatort heute: So wird „Man stirbt nur zweimal“ aus Münster

Am Sonntag, 10. Mai 2026, läuft der „Tatort: Man stirbt nur zweimal“ aus Münster im Ersten.
WDR/Thomas KostDer Sonntagskrimi im Ersten ist jetzt offiziell in der Sommerpause. Die Zuschauerinnen und Zuschauer müssen sich in den kommenden Wochen mit Wiederholungen zufriedengeben. Den Anfang macht am 10. Mai 2026 der „Tatort: Man stirbt nur zweimal“ aus Münster. Darin muss das Duo Thiel und Boerne den bizarren Tod eines Anwalts aufklären, der mit einem Versicherungsbetrug zusammenhängt.
Lohnt sich das Einschalten? Worum geht es genau und welche Darstellenden sind im Cast? Das verraten wir euch hier.
Das ist der „Tatort: Man stirbt nur zweimal“
Schock in der Vorlesung: Mit einem Beil hackt sich der Professor zum Entsetzen seiner Studenten ein paar Finger ab, doch natürlich ist alles nur Spaß und die Hand aus Gummi. Karl-Friedrich Boerne will lediglich demonstrieren, was sich manche Menschen antun, um einen Versicherungsbetrug zu begehen, und um einen solchen dreht sich der neue „Tatort“ aus Münster.
Doreen Prätorius erhält 3,5 Millionen Euro aus der Lebensversicherung ihres tödlich verunglückten Mannes Jonas Karl Prätorius, dabei ist der Sammler exotischer Kunst gar nicht tot, sondern versteckt sich seit Jahren im Keller der gemeinsamen Villa vor den Toren Münsters.
Als Doreens Anwalt Oskar Weintraub das herausfindet, bezahlt er dafür mit seinem Leben: Der skrupellose Hausherr wirft ihn kurzerhand über eine Brüstung in die Eingangshalle des Anwesens, wo der Jurist vom Speer einer afrikanischen Krieger-Skulptur aufgespießt wird.
Darum geht es im Krimi aus Münster
Während Professor Boerne der dringend des Mordes am Rechtsanwalt verdächtigen Doreen von Anfang an misstraut, entdeckt der liebesbedürftige Thiel sein Herz für die zerbrechlich wirkende Frau, die sich angeblich an nichts mehr erinnern kann.
Beide Ermittler stochern im Nebel, bis Boernes Assistentin Silke Haller die Ermittlungen mit einer wichtigen Erkenntnis weiterbringt: Sie gibt zu bedenken, dass keinesfalls eine zierliche Frau, sondern nur ein großer und kräftiger Mann den Anwalt übers Geländer schubsen konnte.
Boerne und Thiel finden dann noch heraus, dass es sich bei den Holzmasken und Skulpturen in der von Boerne als „Horrormausoleum“ bezeichneten Sammlervilla nur um billigen Kitsch handelt. Damit sind sie zwar erneut einen Schritt weiter, aber immer noch ziemlich weit von der Lösung des verblüffenden Falles entfernt.

Prof. Dr. Boerne (Jan Josef Liefers, M.) und Hauptkommissar Thiel (Axel Prahl) suchen Doreen Prätorius (Cordelia Wege) in ihrem Haus auf, doch sie kann sich an nichts mehr erinnern.
WDR/Thomas KostWie ist die Kritik zum „Tatort: Man stirbt nur zweimal“?
Während die Zuschauenden alles über das Geschehene wissen, sind Professor Boerne und Kommissar Frank Thiel völlig ahnungslos. Sie denken sich im Lauf des cleveren Sonntagskrimis „Tatort: Man stirbt nur zweimal“ diverse Tatverläufe aus, die Regisseurin Janis Rebecca Rattenni in kleinen Szenen illustriert – ein augenzwinkernder Kommentar zur Beliebigkeit von Krimiplots, also dazu, was alles in einem Fernsehkrimi passieren könnte, hätte es sich der Drehbuchautor (in diesem Fall: Sascha Arango) nicht ganz anders ausgedacht.
Das Witzige daran: Die anfangs nur dem Zuschauenden bekannte Wahrheit ist in diesem Krimi bizarrer als es die Hypothesen der beiden Kriminalisten. Da dieser „Tatort“ zudem spannend ist und auch noch die berührende Geschichte einer für den weiblichen Teil ungesunden Ehe erzählt, ist den Machern ein guter „Tatort“ mit dem Erfolgsduo aus Münster gelungen. Natürlich machen die beiden ihre üblichen Späße, schießen dabei aber nie übers Ziel hinaus.
Insgesamt bekommt der Krimi aus Münster drei von vier Pistolen: Kann man nichts falsch machen.
Das ist die Besetzung im „Tatort: Man stirbt nur zweimal“
Neben den bekannten Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:
- Axel Prahl als Frank Thiel
- Jan Josef Liefers als Karl-Friedrich Boerne
- Björn Meyer als Mirko Schrader
- ChrisTine Urspruch als Silke Haller „Alberich“
- Mechthild Großmann als Wilhelmine Klemm
- Claus Dieter Clausnitzer als Vater Thiel
- Cordelia Wege als Doreen Prätorius
- Christian Erdmann als Jonas Karl Prätorius
- Nils Brunkhorst als Anwalt Oskar Weintraub
- Sebastian Kolb als Collin Fiebler
- Neshe Demir als Richterin
„Tatort“: Sendetermine und Mediathek
Der Münster-Krimi lief erstmals im Dezember 2024. Jetzt wird er in der „Tatort“-Sommerpause wiederholt. Das sind die aktuellen Sendetermine:
- Sonntag, 10. Mai 2026, um 20:15 Uhr im Ersten
- Dienstag, 12. Mai 2026, um 01:00 Uhr im Ersten
In der ARD-Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.