Tatort Love is pain
: So spannend war der Krimi aus Dortmund

Am 10. August 2025 lief der „Tatort: Love is pain“ im Ersten. Ob sich das Einschalten lohnte, worum es ging und wer mitspielte, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer
Dortmund
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Im „Tatort: Love is pain“ ermitteln die Dortmunder Kommissare im Fall eines niedergestochenen Straßenbahnfahrers.

Im „Tatort: Love is pain“ ermitteln die Dortmunder Kommissare im Fall eines niedergestochenen Straßenbahnfahrers.

WDR/Ester.Reglin.Film/Martin Rot

Der Sonntagskrimi im Ersten ist immer noch in der Sommerpause. Doch die Zuschauerinnen und Zuschauer mussten nicht ohne einen spannenden Fall auskommen: Am 10. August 2025 wurde der „Tatort: Love is pain“ wiederholt. Darin ermitteln die Kommissare Faber, Pawlak und Herzog im Fall eines niedergestochenen Straßenbahnfahrers und bekommen Unterstützung von einer „Super-Recognizerin“.

Lohnte sich das Einschalten? Worum ging es genau und wer spielte mit? Hier bekommt ihr alle Infos zum Krimi aus Dortmund.

Das ist der Krimi aus Dortmund

Früher selten, heute in vielen Städten fast schon Alltag: Messerattacken im öffentlichen Raum sind zu einem Übel geworden, an dem sich so manche gesellschaftspolitische Debatte entzündet.

Auch der „Tatort: Love is pain“ aus Dortmund beginnt mit einem tödlichen Messerangriff, der in der Folge gleich mehrmals gezeigt wird, weil sich das Ermittlerteam immer wieder die von einer Überwachungskamera festgehaltenen Bilder anschaut, um bei der Tätersuche weiterzukommen. Sie zeigen, wie der türkische Straßenbahnfahrer Hamza Arkadas in einem Waggon seiner Bahn von einem jungen Mann brutal erstochen wird.

Das Merkwürdige dabei: Der Mörder zeigt sein Gesicht ganz offen der Kamera und deutet dabei auf eine tätowierte Träne im Gesicht – eine typische Knast-Tätowierung, die bedeuten kann, dass ihr Träger trauert oder schon einmal jemanden umgebracht hat.

Darum geht es im „Tatort: Love is pain“

Natürlich wird im neuen Krimi sofort fieberhaft nach dem Mörder gesucht, doch dann passiert wieder etwas Seltsames: Der junge Mann scheint seinerseits mehrmals die Nähe seiner Verfolger zu suchen, zeigt sich ihnen und verschwindet dann wieder im Dickicht der Großstadt.

Es lastet nicht nur erheblicher Druck auf den Ermittlungen, sondern er ist auch im Dortmunder „Tatort“-Team spürbar: Der nach dem Tod seiner Kollegin und Freundin Martina Bönisch psychisch schwer angeschlagene Peter Faber ist nach seiner Auszeit an den Arbeitsplatz zurückgekehrt und muss feststellen, dass ihm die Leitung der Mordkommission bis auf Weiteres entzogen wurde. Kollegin Rosa Herzog macht jetzt den Job, was Faber gar nicht passt.

Rosa Herzog holt sich bei der Auswertung der Kamerabilder Unterstützung von einer Beamtin, die auf die Erkennung von Gesichtern spezialisiert ist, einer sogenannten „Super-Recognizerin“, und hängt sich voll in den Fall rein. Dabei hat sie auch privat einiges an der Backe, denn ihre untergetauchte kriminelle Mutter braucht mal wieder Hilfe.

Auch Kollege Jan Pawlak, der gegen seine biestige Schwiegermutter ums Sorgerecht für seine kleine Tochter kämpft, hat wieder familiären Kummer. Die Handlungsstränge um das deprimierende Privatleben von Herzog und Pawlak ziehen sich ja bereits einigermaßen quälend durch mehrere „Tatort“-Krimis aus Dortmund, scheinen diesmal aber an ein Ende zu kommen – wurde allmählich auch Zeit.

Als der Mörder zum zweiten Mal zuschlägt und erneut vor dem Objektiv einer Überwachungskamera einen Barkeeper ersticht, wird der Druck auf die Ermittler noch größer. Sie finden heraus, dass die beiden Opfer und ein dritter Mann eng miteinander befreundet waren. Hat es der Mörder auf den Dritten im Bunde, der seit einem angeblichen Unfall im Wachkoma liegt, ebenfalls abgesehen?

Im „Tatort: Love is pain“ ist Mike Majewski (Nils Hohenhövel) tatverdächtig. Hat er Hamza Arkadas niedergestochen?

WDR/Ester.Reglin.Film/Martin Rottenkolber

„Tatort“ Kritik: Wie ist „Love is pain“ aus Dortmund?

Mit einprägsamen Bildern, wobei häufig geisterhaft wirkende Aufnahmen von offenbar allgegenwärtigen Überwachungskameras eingestreut werden, gelingt es Regisseurin Sabine Bernardi und Kameramann Philipp Sichler ausgezeichnet, ordentlich psychologischen Druck im Kessel zu erzeugen.

Der spannende „Tatort: Love is pain“ überzeugt mit einem packenden Plot, der sich von den Nebenhandlungen keineswegs aus dem Konzept bringen lässt.

Das bringt dem Krimi aus Dortmund drei von vier Pistolen ein: Kann man nichts falsch machen.

Das ist die Besetzung im „Tatort: Love is pain“

Neben den Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer die Schauspielerinnen und Schauspieler im Cast sind, erfahrt ihr in der Besetzungsliste:

  • Jörg Hartmann als Peter Faber
  • Stefanie Reinsperger als Rosa Herzog
  • Rick Okon als Jan Pawlak
  • Sybille Schedwill als Dr. Leitner
  • Jana Giesel als Mia Pawlak
  • Nils Hohenhövel als Mike Majewski
  • Sar Adina Scheer als Beate Gräske
  • Silke Geertz als Sandra Heinrich
  • Johanna Polley als Tanja Zietmann
  • Esther Zschieschow als Susanne Bütow
  • Pinar Erincin als Enise Sahnintürk
  • Aylin Öcal als Melek Arkadas
  • Mehmet Daloglu als Hamza Arkadas
  • Angelika Bartsch als Britta Tremmel
  • Moritz Führmann als Staatsanwalt Matuschek

„Tatort“ am Sonntag: Sendetermine und Mediathek

Der Krimi lief im April 2023 erstmals im TV. Die aktuellen Sendetermine findet ihr hier auf einen Blick:

  • Sonntag, 10. August 2025, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 12. August 2025, um 00:00 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Für gewöhnlich steht der Krimi dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.