Tatort Licht
: So war der Krimi aus Frankfurt

Am Sonntag, 30. November 2025, lief der „Tatort: Licht“ aus Frankfurt am Main im Ersten. Ob sich das Einschalten lohnte, worum es geht und wer mitspielt, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Frankfurt
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Am Sonntag, 30. November 2025, ermitteln die Frankfurter Kommissare im „Tatort: Licht“.

Am Sonntag, 30. November 2025, ermittelten die Frankfurter Kommissare im „Tatort: Licht“.

HR/Sommerhaus/Tatiana Vdovenko

Der Sonntagskrimi entführte die Zuschauerinnen und Zuschauer nach Frankfurt am Main: Am 30. November 2025 lief der „Tatort: Licht“ im Ersten. Bei den Ermittlungen im Fall eines seit Jahren vermissten Kindes stößt das neue Frankfurter Duo auf eine irre Sekte.

Lohnte sich das Einschalten? Worum geht es genau und wer spielt mit? Hier findet ihr alle Infos zum neuen Krimi.

Das ist der neue „Tatort“ aus Frankfurt am Main

„Mehr Licht“, sollen Johann Wolfgang von Goethes letzte Worte gewesen sein, und dieser berühmte Satz des größten Sohns der Stadt Frankfurt könnte auch das Motto der irren Sekte sein, die eine wichtige Rolle im neuen „Tatort“ aus der Mainmetropole spielt. Die Sektenanhänger glauben nämlich, dass sich mit Sonnenstrahlen nicht nur alles heilen lässt, sondern dass pures Licht auch völlig ausreicht, den ausgemergelten Körper zu ernähren.

Die beiden Frankfurter Kommissare Maryam Azadi und Hamza Kulina stoßen zu Beginn ihrer Ermittlungen in einem Vermisstenfall auf die Sekte vor den Toren Frankfurts.

Darum geht es im „Tatort: Licht“

Seit sechs Jahren wird Anna Reiters Tochter vermisst, die damals dreijährige Viktoria verschwand eines Tages gemeinsam mit Reiters Ex-Mann spurlos. Die verzweifelte Mutter sucht immer noch unverdrossen nach ihrer Tochter, und auch Kommissarin Maryam Azadi von der Vermisstenstelle der Frankfurter Polizei hat der mysteriöse Fall nie losgelassen.

Als Anna Reiter, die im Internet eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt hat, von einem Mann kontaktiert wird, schrillen bei Azadi alle Alarmglocken. Sie vermutet, dass es der Unbekannte nur auf die 5.000 Euro Belohnung abgesehen hat und begibt sich anstelle der Mutter zu dem Treffen in einem verwahrlosten Abbruchhaus. Dort trifft sie auf den Obdachlosen Otto, der in ihr jedoch sofort die Polizistin erkennt und Reißaus nimmt.

Als Otto am nächsten Tag tot in dem Haus gefunden wird und Anna Reiter plötzlich verschwunden ist, stellt sich natürlich die Frage, ob sie für den Tod des Obdachlosen verantwortlich ist. Die Spur führt zu der Licht-Sekte, und die Dinge verwirren sich, wobei immer mal wieder eingestreute Rückblenden den Überblick keineswegs erleichtern.

Mit dabei ist natürlich auch wieder Hamza Kulina, der anfangs aber ganz andere Sorgen hat: Dem Kommissar rückt die interne Ermittlung wegen eines verpatzten Einsatzes im Frankfurter Bahnhofsviertel, bei dem ein Dealer einen Polizisten verletzt hat, zu Leibe. Zum Glück findet der gestresste Kulina bei der um einiges älteren Maryam Azadi Halt, die ihm schon mal die Krawatte knotet, und auch sonst durchaus mütterliche Gefühle für ihren jüngeren Kollegen entwickelt.

Im „Tatort: Licht“ stoßen die Frankfurter Ermittler auf eine irre Sekte.

Im „Tatort: Licht“ stoßen die Frankfurter Ermittler auf eine irre Sekte.

HR/Sommerhaus/Tatiana Vdovenko

So ist die Kritik zum „Tatort: Licht“

Die Kommissare stoßen zu Beginn ihrer Ermittlungen auf die Frankfurter Sekte, und das zu einem Zeitpunkt, als noch nicht ganz raus ist, dass der zweite Fall für das neue Frankfurter Ermittlerduo ein Reinfall ist. Doch dann verheddert sich die eh schon wirre und zuweilen auch langatmig erzählte Story ziemlich schnell und immer mehr in einem einzigen Dickicht aus Unwahrscheinlichkeit und Ungereimtheiten.

Einziger Lichtblick im arg konstruierten Sonntagskrimi „Tatort: Licht“ von Regisseur Rick Ostermann ist Maren Eggert als verzweifelte Mutter Anna Reiter auf der Suche nach ihrem verschwundenen Kind. Krimi-Fans erinnern sich vielleicht noch an die begabte Schauspielerin, die vor Jahren im „Tatort“ aus Kiel an der Seite Axel Milbergs die Polizeipsychologin Frieda Jung spielte.

Insgesamt bekommt der Krimi aus Frankfurt zwei von vier Pistolen: Eher was für echte Fans.

Das ist die Besetzung im „Tatort: Licht“

Neben den bekannten Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:

  • Melika Foroutan als Maryam Azadi
  • Edin Hasanovic als Hamza Kulina
  • Judith Engel als Sandra Schatz
  • Mieke Schymura als Rechtsmedizinerin Lange
  • Maren Eggert als Anna Reiter
  • Alexander Weise als Konrad Spielmann
  • Rosa Wirtz als Iva / Freya / Viktoria
  • Meinhard Neumann als Otto Gerald Buchmann
  • Christoph Pütthoff als Julian Ivanez
  • Dörte Lyssewski als Nova
  • Joel Ameloot als Aries
  • Pablo Striebeck als Rupert Los
  • Felician Hohnloser als Thoralf Beck

„Tatort“ am Sonntag: Sendetermine und Mediathek

Der neue Krimi läuft an diesem Sonntag zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:

  • Sonntag, 30. November 2025, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 2. Dezember 2025, um 01:05 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Für gewöhnlich stehen die Sonntagskrimis dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.