„Tatort“-Kritik vorab
: Wie sehenswert wird „Unter Feinden“ aus Kiel?

Am Sonntag, 18. Oktober 2026, läuft mit dem „Tatort: Unter Feinden“ der zweite Teil mit dem neuen Kieler Team. Ob sich das Einschalten lohnt, verraten wir euch schon jetzt.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Kiel
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Am 18. Oktober 2026 ermittelt das neue Kiel-Duo Mila Sahin (Almila Bagriacik, l.) und Elli Krieger (Karoline Schuch) im „Tatort: Unter Feinden“.

Am 18. Oktober 2026 ermittelt das neue Kiel-Duo Mila Sahin (Almila Bagriacik, l.) und Elli Krieger (Karoline Schuch) im „Tatort: Unter Feinden“.

NDR/Thorsten Jander

Am Sonntag feierte das neue Kieler Ermittler-Duo Premiere im Ersten. Nach dem gelungenen Auftakt dürfen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer in dieser Woche direkt über die Fortsetzung freuen: Am 18. Oktober 2026 steht mit dem „Tatort: Unter Feinden“ der zweite Teil im ARD‑Programm. Lohnt sich das Einschalten diesmal erneut?

Zweiter Krimi mit neuem Kiel-Team

Wenn drei Mafiosi bei Rotwein und Pasta gemütlich in der Pizzeria sitzen, geht das oft tödlich aus, wie man spätestens seit dem Filmklassiker „Der Pate“ weiß. Auch im neuen „Tatort: Unter Feinden“ aus Kiel gehen drei Gangster lecker essen, aber nicht alle von ihnen schaffen es bis zum Dessert.

Das verhängnisvolle Mittagsmahl ist eine Schlüsselszene im zweiten Teil der Doppelfolge, mit der die neue Hauptfigur Elli Krieger (Karoline Schuch) in ihr Amt als Mitstreiterin der engagierten Kommissarin Mila Sahin (Almila Bagriacik) eingeführt wird.

Darum geht es im „Tatort: Unter Feinden“

Nachdem die Kommissarin Anna Nowak (Lilith Stangenberg) am Ende des ersten Teils „Tatort: Unter Freunden“ von dem korrupten und skrupellosen LKA-Beamten Jan Kuper (Sven Schelker) ermordet worden ist, stürzt sich Mila Sahin mit heiliger Wut in die Ermittlungen rund um das dubiose Kieler Hightech-Unternehmen Prometheus – unterstützt von der Polizeipsychologin Elli Krieger und sabotiert vom neuen Vorgesetzten Robert Iwersen (Yorck Dippe).

Mila Sahin findet einen Zeugen, der Kuper am Tatort gesehen hat, und ist davon überzeugt, dass der korrupte junge Mann die Schlüsselfigur in den Ermittlungen gegen die Hightech-Firma ist, die im großen Stil Mafiagelder wäscht und auch vor Morden nicht zurückschreckt, um die sich Security-Chef Franco Steiner (Sascha Alexander Gersak) und der Mann vom LKA kümmern.

Als Mafiaboss Luca Pelosi (Fabrizio Romagnoli) im fernen Italien erfährt, dass die Dinge in Norddeutschland aus dem Ruder laufen, macht er sich mit seinen noch finstereren Leibwächtern in zwei schwarzen Geländewagen auf den Weg nach Kiel.

Mila Sahin begibt sich derweil in die Höhle des Löwen: Sie möchte Jan Kuper in dessen Wohnung mit seinen Verbrechen konfrontieren und am besten gleich festnehmen. Polizeipsychologin Elli Krieger bekommt davon Wind und steht Sahin bei dem gefährlichen Treffen zur Seite.

Wie ist die Kritik zum „Tatort: Unter Feinden“?

Der Sonntagskrimi „Tatort: Unter Feinden“ knüpft in Sachen Atmosphäre und Spannung nicht nur nahtlos an den ersten Teil an, sondern setzt sogar noch einen drauf!

Wie der erste Teil überzeugt auch der zweite Fall der Doppelfolge als packender Thriller, hat aber einen Haken: Wer den ersten Teil vergangene Woche nicht gesehen hat, dürfte kaum durchblicken – da hilft auch nicht die coole Zusammenfassung im Splitscreen-Verfahren zu Beginn des Krimis. Für Eingeweihte aber gilt: Einschalten lohnt sich.

Das bringt dem „Tatort“ insgesamt drei von vier Pistolen ein: Kann man nichts falsch machen.

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Der Krimi läuft zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:

  • Sonntag, 18. Oktober 2026, um 20:15 Uhr
  • Dienstag, 20. Oktober 2026, um 00:45 Uhr

In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Seit dieser Saison stehen die neuen Sonntagskrimis sogar immer schon ab freitags online zur Verfügung. Dort könnt ihr sie in der Regel bis zu sechs Monate kostenlos streamen.