„Tatort“-Kritik vorab
: Wie wird der neue Krimi aus Ludwigshafen?

Am 4. Oktober 2026 läuft der „Tatort: Explosive Mischung“ im Ersten. Hier erfahrt ihr schon jetzt, ob sich das Einschalten beim Sonntagskrimi lohnt.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Ludwigshafen
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Am 4. Oktober 2026 ermitteln die Ludwigshafener Kommissarinnen im „Tatort: Explosive Mischung“.

Am 4. Oktober 2026 ermitteln die Ludwigshafener Kommissarinnen im „Tatort: Explosive Mischung“.

SWR/Benoît Linder

Am 4. Oktober 2026 steht mit dem „Tatort: Explosive Mischung“ ein neuer Fall aus Ludwigshafen im ARD-Programm. Im Sonntagskrimi müssen die Kommissarinnen Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Johanna Stern (Lisa Bitter) den Tod eines Geldautomaten-Knackers aufklären.

Das passiert im „Tatort: Explosive Mischung“ am 4. Oktober 2026

Es geht im 84. „Tatort“ mit Ulrike Folkerts als Lena Odenthal um einen schiefgegangenen Überfall auf einen Geldautomaten in der Ludwigshafener Innenstadt: Der für einschlägige Delikte bekannte Dennis Lohberg hat sich bei der Sprengung des Automaten selbst getötet. Da eine der Geldkassetten fehlt, geht die Polizei davon aus, dass er einen Komplizen hatte, der mit den 37.000 Euro Beute geflüchtet ist.

Die Spur führt zu Lohbergs Bruder Chris (Filip Schnack) und seiner Ex-Freundin Fiona (Juliette Larat), allesamt Mitglieder einer gefürchteten Jugendgang. Auf die polizeibekannte Bande hat auch der selbsternannte Stadtteil-Sheriff und Streetworker Ulf Meisner (Christian Schneeweiß) schon lange ein Auge – ein aggressiver und gewalttätiger Typ, der regelmäßig seine Frau Isa (Hannah Ehrlichmann) verprügelt.

Lena Odenthal misstraut ihm sofort und liegt genau richtig: Der Mann erweist sich im Verlauf des Krimis als tickende Zeitbombe.

So ist die Kritik zum „Tatort: Explosive Mischung“

Ein „Tatort“ in Echtzeit: Die Handlung des neuen Falls umfasst etwa 90 Minuten und dauert damit genauso lang wie die Sendezeit des Krimis. Eine Minute im Film entspricht also einer Minute der Lebenszeit, die die Zuschauenden ins Anschauen dieses Films investieren – und das ist leider ein hoher Preis.

Denn der Krimi „Tatort: Explosive Mischung“ von Regisseur Martin Eigler, der auch das Drehbuch geschrieben hat, ist vor allem in der ersten halben Stunde furchtbar unübersichtlich und deshalb nur schwer konsumierbar.

Szenerie und Figuren wechseln in schnellem Tempo, was natürlich dem Konzept „Echtzeit“ geschuldet ist. Da geht es vom Polizeipräsidium in die Spielothek, durch dunkle Gassen, in diverse Wohnungen, eine Tiefgarage und sogar in eine Müllverbrennungsanlage. Das Problem: Wer zu Beginn nicht ganz genau aufpasst, welcher Mann und welche Frau was und warum macht, ist schon bald verloren.

Um ärgerliche Verwechslungen mit Verdächtigen oder Zeugen zu vermeiden, sind außerdem detaillierte Kenntnisse über die Stammbesetzung des Ludwigshafen-Krimis vonnöten, denn neben Kommissarin Lena Odenthal und Johanna Stern sind auch sämtliche Nebenfiguren aus dem Polizeipräsidium am Start, um den Fall um einen toten Geldautomaten-Knacker aufzuklären.

Während Johanna Stern im Polizeipräsidium die Fäden in der Hand behält, ermitteln Lena Odenthal, Mara Herrmann (Davina Chanel Fox) und – auf eigene Faust – Nico Langenkamp (Johannes Scheidweiler) auf der Straße. Fehlt noch einer? Ach ja, der von allen gehasste Polizeidirektor Breising (Bernd Hölscher) mischt auch noch mit und wird sogar angeschossen.

Das bringt dem „Tatort“ insgesamt zwei von vier Pistolen ein: Eher was für echte Fans.

Die Sendetermine zum „Tatort: Explosive Mischung“

Der Krimi läuft zum ersten Mal im Free-TV. Die aktuellen Sendetermine findet ihr hier:

  • Sonntag, 4. Oktober 2026, um 20:15 Uhr
  • Dienstag, 6. Oktober 2026, um 00:35 Uhr

In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Seit dieser Saison stehen die neuen Sonntagskrimis sogar immer schon ab freitags online zur Verfügung. Dort könnt ihr sie in der Regel bis zu sechs Monate kostenlos streamen.