Tatort heute: So wird „Könige der Nacht“ aus Zürich

Am 3. Mai 2026 ermitteln die Schweizer Kommissarinnen im „Tatort: Könige der Nacht“ im Ersten.
SRF/Sava HlavacekVor der extra langen Sommerpause entführt der Sonntagskrimi die Zuschauerinnen und Zuschauer noch einmal in die Schweiz: Am 3. Mai 2026 läuft der „Tatort: Könige der Nacht“ aus Zürich im Ersten. Darin bekommt es das Ermittlerinnenduo mit einer überfahrenen Kriegsgeflüchteten, einem ermordeten Sexarbeiter und einem angesehenen Richter, der Liebe mit Geld zu kaufen können glaubt, zu tun.
Das ist der neue Krimi aus Zürich
Der letzte „Tatort“ vor einer ungewöhnlich langen Pause kommt aus dem schönen Zürich. Der Krimi mit den beiden Kommissarinnen Tessa Ott und Isabelle Grandjean zeigt aber nicht die reizvollen, sondern eher die tristen Seiten der Metropole, viele Szenen spielen zudem nachts.
Im Zentrum des packenden Geschehens steht die Afrikanerin Moya Alemu, die sich mit ihrem kleinen Sohn illegal in der Schweiz aufhält und als Fahrradkurierin arbeitet. Als sie eines Nachts in den Katakomben eines Hochhauses Zeugin davon wird, wie zwei Männer eine Leiche entsorgen, gerät nicht nur sie in Lebensgefahr.
Darum geht es im „Tatort: Könige der Nacht“
Moya Alemu wollte in dieser Nacht eigentlich nur ein paar Pizzen ausliefern, doch auf dem Rückweg zu ihrem Fahrrad verläuft sie sich im Hochhaus und wird im weitläufigen Untergeschoss unfreiwillige Zeugin einer unheimlichen Szene: Zwei vermummte Männer schaffen eine verpackte Leiche aus dem Haus.
Als sich die Afrikanerin mit ihrem Rad aus dem Staub machen will, wird sie entdeckt und mit dem Auto angefahren, kann aber entkommen. Dumm nur: Ihr Dienstausweis ist den Männern in die Hände gefallen, sie wissen jetzt, wer sie bei ihrem verbotenen Tun beobachtet hat.
Als am Tag darauf die Leiche des Callboys Ruben Jovanov aus der Limmat gezogen wird, erkennt die zufällig vorbeijoggende Moya in ihm den Mann, dem sie die Pizzen gebracht hat – es muss sich um das von den beiden unheimlichen Typen transportierte Mordopfer handeln.
Der packende „Tatort“ aus Zürich verfolgt jetzt zwei parallele Handlungsstränge: Während die Kommissarinnen Ott und Grandjean die Ermittlungen aufnehmen und den Richter Urs Jacobi befragen, der Stammkunde beim ermordeten Callboy war, müssen Moya Alemu, ihr Sohn und ihre Freundin Sanaa Mukambo um ihr Leben fürchten – für sie beginnt ein gnadenloser Kampf um die nackte Existenz.

Moya Alemu (Nambitha Ben-Mazwi, l.) und ihr Sohn Yaro Alemu (André Nkot Olinga, M.) kommen heimlich bei Sanaa Mukambo (Nancy Mensah-Offei) unter.
SRF/Sava HlavacekWie ist die Kritik zum „Tatort: Könige der Nacht“?
Der Schweizer Regisseur Claudio Fäh lebt und arbeitet seit vielen Jahren in den USA, was man seinem „Tatort“-Debüt anmerkt: Er kommt schnörkellos zur Sache, hat keine Scheu vor Action und nutzt jede Gelegenheit, um kribbelnde Spannung zu erzeugen. Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang aber auch das starke Drehbuch des deutschen Autors Mathias Schnelting, auf dem dieser rasante „Tatort“ basiert.
Der im Stile eines Thrillers inszenierte Krimi „Tatort: Könige der Nacht“ besticht vor allem in der ersten Hälfte mit Spannung, Action und einer Heldin in Not, mit der man von der ersten bis zur letzten Minute mitfiebert.
Ein aufregender, stellenweise brutaler „Tatort“ zum Abschluss der Saison, der allerdings auch einen Haken hat: Das spektakuläre Finale mit sozialkritischem Unterton ist den Machern allzu reißerisch und wenig glaubwürdig geraten.
Das bringt dem „Tatort“ insgesamt drei von vier Pistolen ein: Kann man nichts falsch machen.
Das ist die Besetzung im „Tatort: Könige der Nacht“
Neben den bekannten Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:
- Carol Schuler als Tessa Ott
- Anna Pieri Zuercher als Isabelle Grandjean
- Rachel Braunschweig als Anita Wegenast
- Aaron Arens als Noah Löwenherz
- Igor Kovac als Milan Mandic
- Nambitha Ben-Mazwi als Moya Alemu
- Basil Eidenbenz als Justus Reynier
- Liliom Lewald als Christian Brock
- Tim Borys als Marcel De Winter
- André Nkot Olinga als Yaro Alemu
- Yves Weckemann als Ruben Jovanov
- Yusuf Arslan als Lukas Keller
- Stefan Merki als Dr. Urs Jacobi
- Nancy Mensah-Offei als Sanaa Mukambo
- Dagny Gioulami als Evelyn Jacobi
„Tatort“: Sendetermine und Mediathek
Der Krimi läuft zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:
- Sonntag, 3. Mai 2026, um 20:15 Uhr
- Dienstag, 5. Mai 2026, um 00:30 Uhr
In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Für gewöhnlich stehen die Krimis dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.