In der ARD stand am Sonntag wieder der „Tatort“ an. Die Kommissare Bellauf, Schenk und Jütte aus Köln leisteten im neuen Sonntag-Abend Krimi die Ermittlungsarbeit. Die Zuschauer konnten sich über einen tragischen Fall mit einer faustdicken Überraschung am Ende freuen…
  • Am Sonntag, 19.09.2021, lief der „Tatort: Der Reiz des Bösen um 20:15 Uhr im Ersten.
  • Die Kritik zum Krimi aus Köln.
  • Besetzung, Handlung, Sendetermine und Mediathek im Überblick.

„Tatort: Der Reiz des Bösen“: Darum geht es

Kommissar Ballauf (Klaus J. Behrendt) ist in dem von Regisseur Jan Martin Scharf nach einem eigenen Drehbuch inszenierten Film mal wieder als erster am Tatort, sein Kollege und Kumpel Schenk (Dietmar Bär) fährt kurz darauf im knallroten Ferrari-Cabrio vor, den er sich aus der Asservatenkammer geborgt hat. Die beiden Freunde müssen den brutalen Mord an einer Krankenschwester untersuchen, die auf einem Parkdeck erstochen wurde. Der Täter hat die Augen der Leiche mit einem Ledergürtel verbunden, was die Kommissare verwundert und ihren Assistenten Norbert Jütte (Roland Riebeling) in helle Aufregung versetzt. Ausgerechnet jenen Jütte, der am liebsten am Schreibtisch sitzt, beim Akten sortieren versonnen sein Pausenbrot vor sich hinfuttert und dessen Wappentier die Schnecke ist, wie Freddy Schenk boshaft anmerkt. Jütte also, der normalerweise den Ruhepuls einer griechischen Landschildkröte aufweist, hat plötzlich Blutdruck und verkrümelt sich erst mal zitternd aufs Dach des Polizeipräsidiums.
Der Grund: Vor ein paar Jahren hatte er schon einmal mit einem weiblichen Mordopfer zu tun, auf dem ein Gürtel drapiert worden war. Dieser Fall nahm den Beamten, damals noch in Diensten der Wuppertaler Kripo und wegen seines unermüdlichen Einsatzwillens als „Turbo-Jütte“ bekannt, dermaßen mit, dass er den Dienst bei der Sitte quittierte und sich auf den ruhigen Schreibtischposten in Köln versetzen ließ. Nach einer kurzen Schwächephase schaltet Jütte den alten Turbo ein und wirft sich mit Feuereifer in die Ermittlungen.
Mord im Parkhaus: Rechtsmediziner Dr. Roth (Joe Bausch) am Tatort, mit Freddy Schenk (Dietmar Bär) und Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, v.r.).
Mord im Parkhaus: Rechtsmediziner Dr. Roth (Joe Bausch) am Tatort, mit Freddy Schenk (Dietmar Bär) und Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, v.r.).
© Foto: WDR/Bavaria Fiction GmbH/Martin Valentin Menke

„Tatort“ Köln: Krimi-Action mit den Kommissaren Ballauf und Schenk

Weil das Mordopfer ein Verhältnis mit dem Ex-Sträfling Tarek Elvan (Sahin Erylmaz) hatte, gerät dieser Mann zunächst ins Visier der Ermittler. Tatsächlich spricht alles gegen den bulligen und unbeherrschten Vollbartträger, dessen Alibi platzt, den alle in seinem Umfeld fürchten und den die Kommissare nach einer Verfolgungsjagd im Auto und zu Fuß stellen – eine von mehreren Szenen, in denen mit handfester Action Spannung erzeugt wird. Die Ermordete lernte Elvan kennen, als der noch im Gefängnis saß, und zog nach seiner Freilassung mit ihm zusammen. Genau wie der finstere Ex-Sträfling Bastian Sommer (Torben Liebrecht) und die allein erziehende Mutter Ines (Picco von Grote) – eine Liaison, die für diesen „Tatort“ von entscheidender Bedeutung ist.

„Tatort“ Kritik: Die Bewertung von „Der Reiz des Bösen“

Bei Freddy Schenk ist der Bart ab, Max Ballauf wundert sich und der eher gemächliche, um nicht zu sagen stinkfaule Norbert Jütte schaltet den Turbo ein: Der neue „Tatort“ aus Köln hält so manche Überraschung parat – und das gilt wahrlich nicht nur für die dreiköpfige Stammbesetzung im Kommissariat. Nein, auch handlungstechnisch muss sich der Zuschauer bei diesem spannenden und für Kölner Verhältnisse ungewöhnlich actionhaltigen Sonntagskrimi auf eine faustdicke Überraschung am Schluss einstellen. Wer ganz genau aufpasst und auf die Details achtet, erahnt vielleicht schon vorher, auf was das alles hinausläuft. Alle anderen dürften sich nach dem sehenswerten und ziemlich tragischen Fall „Tatort: Der Reiz des Bösen“ verwundert die Augen reiben.
Bewertung: Insgesamt bringt das dem Kölner„Tatort“ drei von vier Pistolen ein: Einschalten lohnt sich also.

„Tatort“ am Sonntag: Sendetermine und Mediathek

Alle Sendetermine des neuen „Tatort“ aus Köln auf einen Blick:
  • Sonntag, 19.09.2021 um 20:15 Uhr im Ersten
  • Sonntag, 19.09.2021 um 21:45 Uhr auf ONE
  • Dienstag, 21.09.2021 um 00:55 Uhr im Ersten
In der ARD Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Zudem ist er dort nach der Ausstrahlung sechs Monate lang als Stream verfügbar.

„Tatort“ Köln Darsteller: Die Besetzung am 19.09.2021

Wer die Schauspieler im Cast sind, erfahrt ihr hier:
Rolle – Schauspieler
  • Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
  • Freddy Schenk – Dietmar Bär
  • Dr. Roth – Joe Bausch
  • Norbert Jütte – Roland Riebeling
  • Natalie Förster – Tinka Fürst
  • Lydia Rosenberg – Juliane Köhler
  • Susanne Elvan – Neshe Demir
  • Tarek Elvan – Sahin Eryilmaz
  • Torsten Merser – Nikolaus Benda
  • Bastian Sommer "Basso" – TorbenLiebrecht
  • Ines – Picco von Groote
  • Bianca Ambach – Tanja Schleiff
  • Leonard Schröter – Theo Trebs
  • Johann Rehbaum – Arved Birnbaum
  • Melanie – Nadja Zwanziger
  • Sozialarbeiterin – Antje Heinrich