Tatort Katz und Maus
: So war der Krimi aus Dresden

Am 27. Juli 2025 lief der „Tatort: Katz und Maus“ im Ersten. Ob sich das Einschalten bei der Wiederholung lohnte, worum es ging und wer genau mitspielte, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Dresden
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Am Sonntag, 27. Juli 2025, wurde der „Tatort: Katz und Maus“ im Ersten wiederholt.

MDR/MadeFor/Marcus Glahn

Der Sonntagskrimi im Ersten befindet sich aktuell in der Sommerpause. Doch auf die Zuschauerinnen und Zuschauer wartete trotzdem ein spannender Fall: Am 27. Juli 2025 wurde der „Tatort: Katz und Maus“ wiederholt. Darin mussten die Dresdner Kommissarinnen Gorniak und Winkler das Leben ihres entführten Chefs retten.

Lohnte sich das Einschalten? Worum ging es genau und welche Darstellenden waren im Cast? Wir haben euch alle Infos zum Krimi auf einen Blick.

Darum geht es im „Tatort: Katz und Maus“

Flackernder Blick, hoher Blutdruck und ständig am Rande des Burnouts: Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel hat’s auch nicht leicht. Im „Tatort: Katz und Maus“ gerät der von Martin Brambach gespielte Ermittler sogar in Lebensgefahr.

Er wacht als Geisel eines offensichtlich wahnsinnigen Entführers auf, der einer absurden Verschwörungstheorie anhängt, der zufolge 150 Kinder in Sachsen verschleppt und irgendwo gefangen gehalten werden, und dafür die Politik, die Polizei und natürlich die Medien verantwortlich macht. Deshalb entführt der mit einer gruseligen Mausmaske getarnte Verschwörungsfanatiker Michael Sobotta erst eine Journalistin, die er vor laufender Internet-Kamera gnadenlos erschießt und dann den armen Schnabel.

Der versucht im Sonntagskrimi zwar alles, um den kaltblütigen Mörder und Entführer zur Umkehr zu bewegen. Doch der Mann, dessen eigene Tochter weggelaufen ist, hat sich schon unrettbar in ein Gespinst aus wirren Theorien, grausamen Wahnvorstellungen und reinem Selbstmitleid verfangen.

So ist die Aufgabe für Schnabels Kolleginnen Karin Gorniak und Leonie Winkler klar umgrenzt: Entweder sie finden in nur wenigen Stunden das Versteck, in dem ihr Chef gefangen gehalten wird, und können ihn befreien. Oder Peter Michael Schnabel wird das nächste Opfer Sobottas, der sich mit immer neuen Internet-Videos an die Öffentlichkeit wendet, um die Menschen von seinen abstrusen Theorien zu überzeugen.

Dann taucht auch noch ein mit einer Katzenmaske getarnter Internetaktivist auf. Der verrät den beiden verblüfften Kommissarinnen überraschend offenherzig, er verbreite seinen Schwachsinn in erster Linie, um Klicks und damit Geld zu generieren, und damit ausgerechnet gegenüber Vertreterinnen des verhassten Staats sein Betriebsgeheimnis preisgibt.

Die clevere Leonie Winkler hört sich das an und hat eine Idee: Sie will den versierten Katzenmann ein Fake-Video produzieren lassen, das den Schurken Sobotta in die Falle locken soll…

Im „Tatort: Katz und Maus“ aus Dresden wird Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel (Martin Brambach) von einem Verschwörungsfanatiker entführt.

MDR/MadeFor/Marcus Glahn

„Tatort“ Kritik: Wie ist „Katz und Maus“ aus Dresden?

Klingt nach einem spannenden Plot und fängt eigentlich auch ganz gut an. Doch ziemlich schnell verliert der von Regisseur Gregory Kirchhoff recht einfallslos inszenierte Krimi aber seinen Schwung und plätschert überraschend gemächlich vor sich hin.

Die blanke Aufregung und der nackte Terror, den die im Internet übertragene Ermordung einer Journalistin und die Entführung eines Polizisten mitten in Deutschland nicht nur bei den Behörden verursachen müssten, wird nie so richtig spürbar.

Auf dem Höhepunkt der Krise in der politisch bewegten sächsischen Landeshauptstadt Dresden, Schauplatz von Pegida-Protesten und Montagsdemonstrationen, wurschteln die beiden Ermittlerinnen in manchen Szenen allein vor sich hin, von keinen Kollegen und keinem Krisenstab unterstützt.

Da hilft der vom Entführer in Gang gesetzte Countdown – ein in vielen Krimis eingesetztes und mittlerweile etwas abgenutztes Stilmittel – auch nicht: Der Thrill will sich bei diesem „Tatort“ über weite Strecken einfach nicht einstellen, auch wenn gegen Schluss noch einmal ordentlich auf die Tube gedrückt wird und das Schicksal Schnabels am Ende nicht klar ist. Dazu kommt, dass das Thema Verschwörungstheorien in diesem schwachen Krimi arg blauäugig abgehandelt wird.

Das bringt dem „Tatort: Katz und Maus“ zwei von vier Pistolen ein: Puh! Eher was für echte Fans.

Das ist die Besetzung im „Tatort: Katz und Maus“

Neben den bekannten Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast des Krimis ist, erfahrt ihr hier:

  • Karin Hanczewski als Karin Gorniak
  • Cornelia Gröschel als Leonie Winkler
  • Martin Brambach als Peter Michael Schnabel
  • Yassin Trabelsi als Philipp Laupheimer
  • Hans Löw als Michael Sobotta
  • Christina Hecke als Nathalie Kissel
  • Alida Bohnen als Zoe Sobotta
  • Elisabeth Baulitz als Brigitte Burkhard
  • Kai Ivo Baulitz als Achim Burkhard
  • Frederik Stein als Tim Burkhard
  • Paul Ahrens als Holger Kirbach „Grinsekatze“
  • Ellen Schlootz als Melanie Kirbach
  • Mateo Wansing Lorrio als Artur Troschitz
  • Patrick Isermeyer als Lagerchef Marvin

„Tatort“ am Sonntag: Sendetermine und Mediathek

Die aktuellen Sendetermine des „Tatort“ aus Dresden auf einen Blick:

  • Sonntag, 27. Juli 2025, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Montag, 28. Juli 2025, um 23:50 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Für gewöhnlich steht der Krimi dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate lang als Wiederholung zur Verfügung.