Tatort Siebenschläfer
: So war der Krimi aus Dresden

Am Sonntag, 12. Oktober 2025, lief der „Tatort: Siebenschläfer“ im Ersten. Ob sich das Einschalten lohnte, worum es ging und wer mitspielte, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Dresden
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Am Sonntag, 12. Oktober 2025, ermitteln die Dresdner Kommissare im „Tatort: Siebenschläfer“.

Am Sonntag, 12. Oktober 2025, ermittelten die Dresdner Kommissare im „Tatort: Siebenschläfer“.

MDR/MadeFor Film/Steffen Junghans

Am 12. Oktober 2025 entführte das Erste seine Zuschauerinnen und Zuschauer im Sonntagskrimi mal wieder nach Dresden: Im „Tatort: Siebenschläfer“ ermittelten die Kommissare Winkler und Schnabel in ihrem ersten Fall als Zweiergespann in einem Jugendheim.

Lohnte sich das Einschalten? Worum ging es genau und wer spielte mit? Hier findet ihr alle Infos zum Krimi aus Dresden.

Das ist der „Tatort: Siebenschläfer“ aus Dresden

Kinderheime, Jugendämter und andere staatliche Fürsorgeinstitutionen haben es wahrlich nicht leicht im deutschen Fernsehkrimi: Missbrauch, Korruption und nicht selten Gewalt sind dort an der Tagesordnung.

Auch im Jugendheim „Siebenschläfer“, das dem neuen „Tatort“ aus Dresden seinen Titel gibt, liegt einiges im Argen, wie Kommissarin Leonie Winkler und ihr Vorgesetzter Peter Michael Schnabel im Lauf des Krimis herausfinden.

Darum geht es im „Tatort: Siebenschläfer“

Im Sonntagskrimi „Tatort: Siebenschläfer“ ermitteln Winkler und Schnabel nach der Kündigung ihrer Kollegin Gorniak als Zweiergespann und bekommen es mit einem verzwickten Fall zu tun: Die 16-jährige Lilly-Marie und ihr Freund Pascal sind aus dem „Siebenschläfer“ abgehauen, am nächsten Tag ist das Mädchen tot und der Junge auf der Flucht.

Hat Pascal, dem Jugendpsychiater Lukas Brückner eine schwere psychische Störung bescheinigt, seine Freundin in einem See im alten Steinbruch ertränkt oder hat die depressive 16-Jährige Suizid begangen, wie erste Vermutungen nahelegen?

Bei den Ermittlungen im „Siebenschläfer“ wird Schnabel ganz still, was Winkler natürlich auffällt, und siehe da: Der Kommissar hat in seiner Kindheit selber ein paar Jahre in einem Kinderheim verbracht, und das war noch in der DDR, wo Missbrauch und Gewalt in staatlichen Erziehungsanstalten tatsächlich an der Tagesordnung waren.

Dass der Schriftzug „Mörder“ am Tor des Jugendheims auftaucht und die engagierte Betreuerin Jasmin Hoffmann fast von einem Lieferwagen überfahren wird, verleiht den Ermittlungen mehr Dringlichkeit: Die Polizei sucht mit Hochdruck nach dem untergetauchten Pascal, der kurz bei einer früheren Betreuerin im Schrebergarten auftaucht und die Frau schwer verletzt. Winkler und Schnabel befragen die Heimleiterin, den zuständigen Mitarbeiter im Jugendamt und die Mutter des mutmaßlichen Mordopfers, die beklagt, ihre Tochter sei ihr vom Staat weggenommen worden.

Als es einen weiteren Todesfall gibt, steigt der Druck auf die Ermittler, die ungeheuerlichen Zuständen im „Siebenschläfer“ auf die Spur kommen, und kurz vor Schluss wird in diesem „Tatort“ noch eine weitere maßgebliche Figur einfach mal so aus dem Hut gezaubert.

Pascal Schadt (Florian Geißelmann) und Lilly-Marie Reuter (Dilara Aylin Ziem) sind aus dem Jugendheim abgehauen.

Pascal Schadt (Florian Geißelmann) und Lilly-Marie Reuter (Dilara Aylin Ziem) sind aus dem Jugendheim abgehauen.

MDR/MadeFor Film/Steffen Junghans

„Tatort“ Kritik: Wie ist „Siebenschläfer“ aus Dresden?

Am Ende des arg konstruierten Krimis darf Schnabel zwar den Alibisatz „Die meisten Heime leisten eine hervorragende, ganz wichtige Arbeit“ sagen, außerdem ist pflichtschuldig von finanziellen Engpässen in den öffentlichen Kassen die Rede. Doch das reißt die wohlfeile Klischeezeichnung von der höchst fragwürdigen Unterbringungsanstalt für Jugendliche auch nicht mehr raus.

Schnabels eigener Heimaufenthalt passt auffällig gut in die Dramaturgie des von Thomas Sieben inszenierten Krimis. Gleichzeitig dient er dazu, der Figur des nervösen Ermittlers eine neue Facette zu verleihen – schließlich spielt der Mann nach dem Ausscheiden Gorniaks jetzt eine größere Rolle im „Tatort“ aus Dresden.

Insgesamt bekommt der Krimi nur zwei von vier Pistolen ein: Puh, eher was für echte Fans.

Das ist die Besetzung im „Tatort: Siebenschläfer“

Neben den bekannten Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:

  • Cornelia Gröschel als Leonie Winkler
  • Martin Brambach als Peter Michael Schnabel
  • Yassin Trabelsi als Philipp Laupheimer
  • Ron Helbig als Dr. Himpe
  • Timur Isik als Jakob Klasen
  • Florian Geißelmann als Pascal Schadt
  • Dilara Aylin Ziem als Lilly-Marie Reuter
  • Milena Dreißig als Martina Reuter
  • Silvina Buchbauer als Heimleiterin Saskia Rühe
  • Anna-Lena Schwing als Olivia Becker-Rühe
  • Elmar Gutmann als Hausmeister Erwin Miersch
  • Aysha Joy Samuel als Jasmin Hoffmann
  • Anna-Katharina Muck als Birte Friesack
  • Hanno Koffler als Psychiater Lukas Brückner
  • Peter Moltzen als Torsten Hess
  • Sinje Irslinger als Lucy Wiegand
  • Eray von Egilmez als Adrian Hecht
  • Louise Sophie Arnold als Cheyenne
  • Marisa Bach als Anja Hess
  • Victoria Schulz als Polizistin Antje
  • Saad Mouhib als Dayyan al-Khaled
  • Robin Zeynat Imir als Nael al Nasri

„Tatort“ am Sonntag: Sendetermine und Mediathek

Der neue Krimi läuft an diesem Sonntag zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:

  • Sonntag, 12. Oktober 2025, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 14. Oktober 2025, um 00:45 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Für gewöhnlich stehen die Sonntagskrimis dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.