Tatort Kammerflimmern
: So war der Krimi aus Zürich

Am Sonntag, 28. September 2025, lief der neue „Tatort: Kammerflimmern“ im Ersten. Ob sich das Einschalten lohnte, worum es ging und wer mitspielte, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Zürich
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Am Sonntag, 28. September 2025, ermitteln die Züricher Kommissarinnen im „Tatort: Kammerflimmern“.

Am Sonntag, 28. September 2025, ermittelten die Züricher Kommissarinnen im „Tatort: Kammerflimmern“.

ARD Degeto Film/SRF/Sava Hlavace

Am 28. September 2025 entführte das Erste seine Zuschauerinnen und Zuschauer im Sonntagskrimi mal wieder in die Schweiz: Im „Tatort: Kammerflimmern“ hatten die Kommissarinnen Tessa Ott und Isabelle Grandjean kaum Zeit, denn ein Hacker erpresste eine hohe Geldsumme und ermordete dafür einen Menschen nach dem anderen.

Lohnte sich das Einschalten? Worum ging es genau und wer spielte mit? Hier findet ihr alle Infos zum Krimi aus Zürich.

Das ist der neue „Tatort: Kammerflimmern“ aus Zürich

Der Tod geht um im schönen Zürich: Wie vom Blitzschlag getroffen fallen Menschen reihenweise tot zu Boden. Und schlussendlich ist es tatsächlich eine Art Blitz, der sie dahinrafft. Genauer gesagt ein fünf Sekunden langer und ungewöhnlich starker Stromstoß, ausgelöst von einem Defibrillator eines Medizintechnik-Unternehmens, der den Opfern vom Arzt wegen ihrer Herzbeschwerden implantiert wurde.

Schnell stellt sich in diesem „Tatort“ aus der Schweiz heraus, dass der Hersteller Opfer eines Cyberangriffs wurde und ein Hacker das Kommando über die Defibrillatoren übernommen hat. Die beiden Kommissarinnen Tessa Ott und Isabelle Grandjean werden unter einen mörderischen Zugzwang gesetzt: Der Hacker fordert die gigantische und reichlich merkwürdig krumme Summe von 317 Millionen Dollar von der Firma, sonst geht das erbarmungslose Morden per Fernsteuerung an Herzpatienten in Zürich und anderswo im Land weiter.

Darum geht es im „Tatort: Kammerflimmern“

An einem arbeitsfreien Samstag treffen sich Tessa Ott und Isabelle Grandjean in ihrem Dienstzimmer, um noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Doch plötzlich läuten sämtliche Telefone im Polizeipräsidium. Überall im Stadtgebiet gab es gleichzeitig mehrere tote Herzpatienten. Nachdem sich herausgestellt hat, dass sie alle an Kammerflimmern gestorben sind, deutet alles auf zu stark eingestellte Stromschläge durch Defibrillatoren hin.

Schnell finden die Kommissarinnen heraus, dass die Geräte alle aus der Firma der beiden Brüder Simon Berger und Killian Berger stammen, und hören sich deshalb erst einmal dort um. Währenddessen bekommen sie mit, wie das Unternehmen erpresst wird: Der Hacker fordert Lösegeld, sonst müssen weitere Herzpatienten sterben. Eine erste Spur führt zu einer Konkurrenzfirma, doch auch im Unternehmen der beiden Brüder scheint etwas nicht in Ordnung zu sein. Und dann stellt sich auch noch heraus, dass auch Kommissarin Otts Mutter betroffen ist.

Weitere Todesmeldungen treffen ein, was so langsam zu einer Massenpanik führt. Um diese zu verhindern, verhängt Staatsanwältin Anita Wegenast eine Nachrichtensperre.

Die Zeit drängt: Tessa Ott (Carol Schuler, l.) und Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher, r.) müssen dem Hacker auf die Schliche kommen.

Die Zeit drängt: Tessa Ott (Carol Schuler, l.) und Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher, r.) müssen dem Hacker auf die Schliche kommen.

ARD Degeto Film/SRF/Sava Hlavacek

„Tatort“ Kritik: Wie ist „Kammerflimmern“ aus Zürich?

Der Sonntagskrimi beginnt wie ein Hochspannungsthriller aus Hollywood und sieht vor allem wegen des häufig eingesetzten Splitscreen-Verfahrens auch so aus. Doch auch der geteilte Bildschirm kann nicht verhindern, dass der Krimi aus der Schweiz schon bald in das übliche Fahrwasser eines ziemlich konventionellen „Tatorts“ mit all seinen Verhören, Befragungen und Einsatzbesprechungen gerät. Das ist nach einem derart verheißungsvollen Beginn dann doch etwas enttäuschend.

Obwohl der „Tatort: Kammerflimmern“ im Laufe der Geschichte sogar noch eine persönliche Note erhält, kann nicht darüber hinweggetäuscht werden, dass es sich bei dem von Barbara Kulcsar inszenierten Krimi letztlich nur um einen „Tatort“ von der Stange handelt.

Das bringt dem Krimi zwei von vier Pistolen ein: Puh! Eher was für echte Fans.

Das ist die Besetzung im „Tatort: Kammerflimmern“

Neben den bekannten Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:

  • Carol Schuler als Tessa Ott
  • Anna Pieri Zuercher als Isabelle Grandjean
  • Aaron Arens als Noah Löwenherz
  • Rachel Braunschweig als Anita Wegenast
  • Martin Vischer als Simon Berger
  • Elias Arens als Kilian Berger
  • Annina Walt als Paula Bianchi
  • Sven Schelker als Albin Fischer
  • Anne Haug als Jill Rochat
  • Oscar Bingisser als Gustav Ott
  • Beren Tuna als Dr. Esme Sahin
  • Babett Arens als Madeleine Ott
  • Nadège Meta Kanku als Billie Zogg
  • Nader Ben-Abdallah als Kripobeamter
  • Sofia Borsani als Redaktorin Tilla
  • Peter Niklaus Steiner als ICD-Träger Ralf
  • Katia Franco Hofacker als Sandra

„Tatort“ am Sonntag: Sendetermine und Mediathek

Der neue Krimi läuft an diesem Sonntag zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:

  • Sonntag, 28. September 2025, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 30. September 2025, um 00:30 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Für gewöhnlich stehen die Sonntagskrimis dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.