Tatort – Murot und das Paradies
: So war der Krimi aus Wiesbaden

Am 22.10.2023 lief der „Tatort: Murot und das Paradies“ im Ersten. Die Kritik, Handlung, Darsteller und weitere Infos zum Krimi aus Wiesbaden findet ihr hier.
Von
Daniela Westermayer
Wiesbaden
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Am 22.10.2023 begab sich der Komissar im „Tatort: Murot und das Paradies“ auf die Suche nach dem Glück. Dabei stieß er auf ein abgründiges Geschehen.

HR/Bettina Müller

Der Sonntagskrimi am 22.10.2023 nahm die ARD-Zuschauer nach mehr als einem Jahr wieder mit nach Wiesbaden. Im „Tatort: Murot und das Paradies“ versuchte Kommissar Felix Murot der Frage nach dem Glück auf die Spur zu kommen. Zeitgleich musste er im Fall zweier sonderbarer Leichen ermitteln. Dabei geriet er in eine verstörende Unterwelt und wurde selbst Teil eines abgründigen Geschehens...

Lohnte sich das Einschalten? Worum ging es genau und welche Darsteller waren im Cast? Das verraten wir euch hier.

„Tatort: Murot und das Paradies“: Das ist der neue Fall aus Wiesbaden

Felix Murot ist ganz schlecht drauf. Der hintersinnige LKA-Ermittler, gespielt von Ulrich Tukur, zweifelt im neuen „Tatort“ aus Hessen heftig am Sinn des Lebens und ist in eine depressive Phase gerutscht, aus der ihn auch sein Psychoanalytiker nicht herausholen kann. „Was würde Sie glücklich machen?“, fragt der von Martin Wuttke gespielte Seelendoktor seinen Patienten, der unbehaglich auf dem Sofa hin- und herrutscht und von einem Traum berichtet, in dem er sich ganz nah bei Gott wähnte und nahezu selig war. Doch bevor der Kommissar ins Detail gehen kann, holt ihn im Sonntagskrimi „Tatort: Murot und das Paradies“ das Klingeln seines Handys brutal in den ganz banalen Berufsalltag zurück und er muss zu einem höchst merkwürdigen Einsatz, bei dem die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum verschwimmen.

Darum geht es im „Tatort: Murot und das Paradies“

Vom Sofa seines Psychiaters begibt sich der von seiner Kollegin Magda Wächter alarmierte Felix Murot direkt ins Appartement einer Frankfurter Investmentbankerin, die tot aufgefunden wurde. Auf dem Obduktionstisch offenbart sich dann eine faustdicke anatomische Überraschung: Anstelle eines Bauchnabels hat die Tote einen kleinen Schlitz in der Haut, der sich bei näherer Untersuchung als Anschlussbuchse herausstellt. Doch an was für eine Leitung war die an Dehydrierung gestorbene Tote angeschlossen und vor allem: Wer steckt hinter dem komplizierten chirurgischen Eingriff?

In der Wohnung der Toten stößt Felix Murot auf die mysteriöse Tänzerin Ruby Kortus, der Hauptattraktion wilder Feste und Orgien in den Katakomben des Frankfurter Bankenviertels, bei denen zugekokste Finanzjongleure die Sau rauslassen. Dort kostet ein kleines Pils nicht nur 12,50 Euro, sondern dort gibt es auch eine gepanzerte Tür mit der verheißungsvollen Aufschrift „Paradies“. Hinter der Tür erwartet den Kommissar die rothaarige Schönheit Eva Lisinska, Herrin über eine fantastische Welt, in der sich Murot auf der Suche nach dem Glück zunehmend verliert – da werden ein zweiter Mord und die Tätersuche fast zur Nebensache.

Sonderbare Experimente sollen den Weg zum Glück ermöglichen. Auch Felix Murot (Ulrich Tukur) lässt sich darauf ein.

HR/Bettina Müller

„Tatort“ Kritik: Wie ist „Murot und das Paradies“?

Auch der neue „Tatort“ mit Ulrich Tukur schert sich keinen Deut um traditionelle Erzählmuster oder die Grenzen des Krimi-Genres, sondern ist ein mit vielen Filmzitaten gespicktes Near-Future-Drama mit philosophischem Tiefgang und tollen Schauspielern. Allen voran mal wieder Ulrich Tukur, aber auch Kolleginnen wie Brigitte Hobmeier als skrupellose Chefin einer mysteriösen Geheimorganisation oder Ex-„Tatort“-Kommissarin Eva Mattes in einer kleinen Rolle als ungemein blasierte Gerichtsmedizinerin machen ihre Sache großartig.

Wer bereit ist, seine Vorstellungen von einem herkömmlichen „Tatort“ für 90 Minuten über Bord zu werfen und sich einfach auf den grandiosen und tiefgründigen Spaß einlässt, wird in dem spannenden Krimi von Regisseur Florian Gallenberger, der auch das Drehbuch geschrieben hat, bestens bedient.

Einziges Manko: Manche der Traumsequenzen, in denen Murot beispielsweise wie in Stanley Kubricks Science-Fiction-Klassiker „2001:Odysee im Weltraum“ im Raumanzug durchs Weltall schwebt und eine Art Glücksrausch erfährt, sind etwas lang geraten. Das bringt dem neuen Krimi aus Hessen drei von vier Pistolen ein: Kann man nichts falsch machen!

„Tatort: Murot und das Paradies“: Besetzung am 22.10.2023

Neben dem Hauptdarsteller sind in diesem Krimi auch wieder verschiedene Episodenrollen zu sehen. Wer die Darsteller im Cast sind, erfahrt ihr hier:

Rolle – Schauspieler

  • Felix Murot – Ulrich Tukur
  • Magda Wächter – Barbara Philipp
  • Eva Lisinska – Brigitte Hobmeier
  • Ruby Kortus – Iona Bugarin
  • Dr. Wimmer – Martin Wuttke
  • Dr. Dr. Kispert – Eva Mattes

„Tatort: Murot und das Paradies“: Sendetermine und Mediathek

Alle Sendetermine des neuen „Tatort“ aus Wiesbaden auf einen Blick:

  • Sonntag, 22.10.2023, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Sonntag, 22.10.2023, um 21:45 Uhr auf ONE
  • Montag, 23.10.2023, um 03:25 Uhr auf ONE
  • Dienstag, 24.10.2023, um 00:45 Uhr im Ersten

In der ARD Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.