Tatort heute: Lohnt sich „Explosive Mischung“ aus Ludwigshafen?

Am 4. Oktober 2026 ermitteln die Ludwigshafener Kommissarinnen im „Tatort: Explosive Mischung“.
SWR/Benoît LinderAm 4. Oktober 2026 steht mit dem „Tatort: Explosive Mischung“ ein neuer Fall aus Ludwigshafen im ARD-Programm. Im Sonntagskrimi müssen die Kommissarinnen Lena Odenthal und Johanna Stern den Tod eines Geldautomaten-Knackers aufklären.
Hier erfahrt ihr, ob sich das Einschalten lohnt, worum es genau geht und wer mitspielt.
Darum geht es im „Tatort: Explosive Mischung“
Es geht im 84. „Tatort“ mit Ulrike Folkerts als Lena Odenthal um einen schiefgegangenen Überfall auf einen Geldautomaten in der Ludwigshafener Innenstadt: Der für einschlägige Delikte bekannte Dennis Lohberg hat sich bei der Sprengung des Automaten selbst getötet. Da eine der Geldkassetten fehlt, geht die Polizei davon aus, dass er einen Komplizen hatte, der mit den 37.000 Euro Beute geflüchtet ist.
Die Spur führt zu Lohbergs Bruder Chris und seiner Ex-Freundin Fiona, allesamt Mitglieder einer gefürchteten Jugendgang. Auf die polizeibekannte Bande hat auch der selbsternannte Stadtteil-Sheriff und Streetworker Ulf Meisner schon lange ein Auge – ein aggressiver und gewalttätiger Typ, der regelmäßig seine Frau Isa verprügelt.
Lena Odenthal misstraut ihm sofort und liegt genau richtig: Der Mann erweist sich im Verlauf des Krimis als tickende Zeitbombe.
Wie ist die Kritik zum „Tatort: Explosive Mischung“?
Ein „Tatort“ in Echtzeit: Die Handlung des neuen Falls mit Ulrike Folkerts umfasst etwa neunzig Minuten und dauert damit genauso lang wie die Sendezeit des Krimis. Eine Minute im Film entspricht also einer Minute der Lebenszeit, die die Zuschauenden ins Anschauen dieses Films investieren – und das ist leider ein hoher Preis.
Denn der Krimi „Tatort: Explosive Mischung“ von Regisseur Martin Eigler, der auch das Drehbuch geschrieben hat, ist vor allem in der ersten halben Stunde furchtbar unübersichtlich und deshalb nur schwer konsumierbar.
Szenerie und Figuren wechseln in schnellem Tempo, was natürlich dem Konzept „Echtzeit“ geschuldet ist. Da geht es vom Polizeipräsidium in die Spielothek, durch dunkle Gassen, in diverse Wohnungen, eine Tiefgarage und sogar in eine Müllverbrennungsanlage. Das Problem: Wer zu Beginn nicht ganz genau aufpasst, welcher Mann und welche Frau was und warum macht, ist schon bald verloren.
Um ärgerliche Verwechslungen mit Verdächtigen oder Zeugen zu vermeiden, sind außerdem detaillierte Kenntnisse über die Stammbesetzung des Ludwigshafen-Krimis vonnöten, denn neben Kommissarin Lena Odenthal und Johanna Stern sind auch sämtliche Nebenfiguren aus dem Polizeipräsidium am Start, um den Fall um einen toten Geldautomaten-Knacker aufzuklären.
Während Johanna Stern im Polizeipräsidium die Fäden in der Hand behält, ermitteln Lena Odenthal, Mara Herrmann und – auf eigene Faust – Nico Langenkamp auf der Straße. Fehlt noch einer? Ach ja, der von allen gehasste Polizeidirektor Breising mischt auch noch mit und wird sogar angeschossen.
Das bringt dem „Tatort“ insgesamt zwei von vier Pistolen ein: Eher was für echte Fans.
Das ist die Besetzung im „Tatort: Explosive Mischung“
Neben den bekannten Hauptdarstellerinnen sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:
- Ulrike Folkerts als Lena Odenthal
- Lisa Bitter als Johanna Stern
- Juliette Larat als Fiona Markovic
- Filip Schnack als Chris Lohberg
- Hannah Ehrlichmann als Isa Meisner
- Christian Schneeweiß als Ulf Meisner
- Davina Chanel Fox als Mara Herrmann
- Johannes Scheidweiler als Nico Langenkamp
- Bernd Hölscher als Breising
- Kailas Mahadevan als Dr. Özcan
- Sybille Weiser als Vanessa
- Felician Hohnloser als Kollege Berger
„Tatort“: Sendetermine und Mediathek
Der Krimi läuft zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:
- Sonntag, 4. Oktober 2026, um 20:15 Uhr
- Dienstag, 6. Oktober 2026, um 00:35 Uhr
In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Seit dieser Saison stehen die neuen Sonntagskrimis sogar immer schon ab freitags online zur Verfügung. Dort könnt ihr sie in der Regel bis zu sechs Monate kostenlos streamen.