Tatort Dortmund: Letzter Fall mit Martina Bönisch – Alle Infos zum Krimi

Der Dortmunder „Tatort: Liebe mich“ war der letzte Sonntagskrimi mit Anna Schudt als Kommissarin Martina Bönisch.
WDR/Bavaria Fiction GmbH/Thomas Kost- Am Sonntag, 20.02.2022, lief der „Tatort: Liebe mich“ um 20:15 Uhr im Ersten.
- Inhalt und Kritik zum letzten Krimi aus Dortmund mit Anna Schudt als Martina Bönisch.
- Besetzung, Mediathek und Sendetermine des Sonntagskrimis im Überblick.
Der Fall zum zehnten Geburtstag des Dortmunder „Tatorts“ war am Sonntag wahrlich kein Kindergeburtstag und wirkte sich auch auf die weiteren Einsätze des Teams aus.
„Tatort: Liebe mich“: Der Krimi aus Dortmund
Vor zehn Jahren fand mit der Ruhrgebietsmetropole Dortmund eine neue Stadt den Weg auf die „Tatort“-Landkarte. Das Ermittlerteam um den früher ziemlich irren und mittlerweile etwas geerdeten Kommissar Faber hat seither manch guten, manch weniger guten Krimi abgeliefert, doch richtig langweilig war es eigentlich nie. Das trifft auch hundertprozentig auf den Jubiläumsfall „Tatort: Liebe mich!“ zu. Der Grund: Nicht alle Mitglieder des Ermittlerquartetts aus dem Ruhrgebiet überstehen diesen packenden Jubiläumskrimi unbeschadet.
„Tatort: Liebe mich“: Inhalt des Dortmund-Krimis
Es beginnt mit zwei Leichen, die auf dem Gelände eines Dortmunder Bestattungswaldes gefunden werden – die beiden Frauen sind Opfer eines Serienkillers geworden und sahen unheimlicherweise der Kommissarin Martina Bönisch verblüffend ähnlich. Eine der ersten Spuren führt denn auch zu Clemens Pöhler, der sich im Internet regelmäßig mit einsamen Frauen verabredet und zu dem auch Martina Bönisch Kontakt hatte. Die Kommissarin hat kein Glück mit den Männern: Ihr Kollege Sebastian Haller, mit dem sie nach einer kurzen Beziehung Schluss gemacht hat, stellt ihr nach und geht ihr vehement auf die Nerven, was wiederum Faber auf den Geist geht, der heimlich in Martina Bönisch verliebt ist und sie jeden Morgen treuherzig mit seinem alten Opel Manta abholt. Die anrührende Liebesgeschichte der beiden „Tatort“-Ermittler wird parallel zur immer hektischer werdenden Jagd auf den Serienkiller erzählt.
Der schleppt seine Opfer in eine Art Verlies, um dort mit ihnen makabre Kindergeburtstage nachzustellen, wie der Zuschauer, nicht aber die Polizei weiß. Bei den von Kerzenflackern und gruseligem Dämmerlicht illuminierten Szenen aus dem unheimlichen Reich des wahnsinnigen Mörders bedient Regisseur Torsten C. Fischer zwar viele Klischees, die seitdem vor gut 30 Jahren gedrehten Kinoschocker „Das Schweigen der Lämmer“ Standard in diesem Subgenre sind, aber schön gruselig sind sie allemal.
Da der Serienkiller sehr wahrscheinlich schon bald wieder zuschlägt, sind neben Faber und Bönisch auch die Kommissare Jan Pawlak und Rosa Herzog stark gefordert bei diesen nervenaufreibenden Ermittlungen, bei denen das vom jungen Ehepaar Ihle geführte Bestattungsunternehmen eine merkwürdige Rolle spielt. Doch bei allem Stress bleibt immer noch Zeit für die vielleicht schönste Liebeszene, die ein Kommissar und seine Kollegin in der langen Geschichte der Krimireihe „Tatort“ hatten.

Martina Bönisch (Anna Schudt) und Faber (Jörg Hartmann) kommen sich im „Tatort: Liebe mich“ näher.
WDR/Bavaria Fiction GmbH/Thomas Kost„Tatort“ Kritik: Wie wird „Liebe mich“ aus Dortmund bewertet?
Drehbuchautor Jürgen Werner, aus dessen Feder die Hälfte der bislang 22 Dortmunder Fälle stammt, hat sich zum zehnten Geburtstag eine wilde Geschichte um einen wahnsinnigen Serienkiller einfallen lassen, die vielleicht nicht immer ganz stimmig ist, dafür aber von der ersten bis zur letzten Minute spannend – und das ist bei einem deutschen Fernsehkrimi nicht selbstverständlich. Die Jagd auf den unheimlichen Frauenmörder gestaltet sich nervenaufreibend, rasant und überzeugt mit einem dramatischen Showdown, der sich auch auf die weiteren Fälle aus Dortmund auswirken wird.
Das bringt dem neuen „Tatort“ aus Dortmund drei von vier Pistolen ein: Kann man nichts falsch machen.
„Tatort: Liebe mich“: Besetzung am 20.02.2022
Neben den bekannten Hauptdarstellern sind in diesem Krimi auch wieder einige Episoden-Rollen zu sehen. Wer die Darsteller im Cast des Sonntagskrimis sind, erfahrt ihr hier:
Rolle – Schauspieler
- Faber – Jörg Hartmann
- Martina Bönisch – Anna Schudt
- Jan Pawlak – Rick Okon
- Rosa Herzog – Stefanie Reinsperger
- Dr. Gerda Leitner – Sybille Schedwill
- Sebastian Haller – Tilmann Strauß
- Julia Ihle – Marlina Mitterhofer
- Thomas Ihle – Jan Krauter
- Nils Schmelzer – Henning Flüsloh
- Oliver Kordes – Johann-Christof Laubisch
- Clemens Pöhler – Stephan Szasz
- Mia Tremmel – Jana Giesel
- Susanne Bütow – Rosa Enskat
- Britta Tremmel – Angelika Bartsch
- Tobias Völkers – Niklas Merlin Maienschein
- Nicole Römer – Alexandra Schalaudek
- Armin Röder – Björn Jung
Anna Schudt hört als Martina Bönisch beim „Tatort“ Dortmund auf
Es war vorab schon angekündigt worden, dass nach diesem Dortmunder Fall nichts mehr so sein würde wie davor. Doch Fans blieben am Ende von „Liebe mich“ sprachlos zurück. Der „Tatort“ war nämlich der letzte Fall mit Anna Schudt in der Rolle der Martina Bönisch. Nach zehn Jahren und 22 Fällen hört die Schauspielerin auf.
„Abschied vom Dortmunder Tatort zu nehmen, ist mir sehr schwer gefallen. Denn im Gegensatz zum häufig angespannten Arbeitsklima in der Dortmunder Mordkommission fühlt sich jeder Dreh fast wie ein vertrautes Familientreffen an“, erklärt Schudt zu ihrem Ausstieg. „Martina Bönisch zu spielen hat in den letzten zehn Jahren einen großen Platz in meinem Herzen eingenommen. Aber ich finde, dass es nach den 22 intensiven Einsätzen der toughen Kommissarin mit all ihren Stärken und Schwächen nun an der Zeit ist, Lebewohl zu sagen. Für mich entsteht damit Raum für Neues, auf das ich mich sehr freue. Ich bin wahnsinnig stolz darauf, dass ich Teil dieses wunderbaren Teams sein durfte. Wie es mit Faber ohne Bönisch und dem Dortmunder Team weiter geht, werde ich von nun an gespannt als Zuschauerin verfolgen.“
„Tatort“ Dortmund: Wie geht es weiter?
Was Fans nach dem schockierenden Ende jetzt wissen wollen, ist natürlich: Wie geht es weiter? „Nach dem Tod von Martina Bönisch werden Faber, Herzog und Pawlak zunächst zu dritt ermitteln„, teilt WDR-Redakteur Frank Tönsmann dem „Tagesspiegel“ mit. Spannend dürfte vor allem werden, wie Kommissar Faber mit dem Tod seiner Kollegin, die er über so lange Zeit heimlich geliebt hat, umgehen wird. Das möchte Tönsmann jedoch nicht vorwegnehmen. Auswirkungen werde es natürlich haben, doch die Zuschauer müssen sich offenbar keine Sorgen um einen weiteren Ausstieg machen. „Ich kann versichern, dass der Charakter Peter Faber integraler Bestandteil des Tatort Dortmund ist und bleiben wird“, so Tönsmann.
„Tatort“ am Sonntag: Mediathek, Stream und Sendetermine
Alle Sendetermine des neuen „Tatort“ aus Dortmund auf einen Blick:
- Sonntag, 20.02.2022 um 20:15 Uhr im Ersten
- Sonntag, 20.02.2022 um 21:45 Uhr auf ONE
- Dienstag, 22.02.2022 um 00:40 Uhr im Ersten
In der ARD Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung auch noch drei Monate lang als Stream zur Verfügung.
