• Am Sonntag, 09.10.2022, lief der „Tatort: Die Rache an der Welt um 20:15 Uhr im Ersten.
  • Die Handlung und Kritik zum Sonntagskrimi aus Göttingen.
  • Die Besetzung, Mediathek und Sendetermine des Krimis im Überblick.
Seit 20 Jahren spielt Maria Furtwängler die niedersächsische LKA-Kommissarin Charlotte Lindholm aus Göttingen, die zum Jubiläum in einem brisanten Fall ermittelte. Ein Triebtäter trieb sein Unwesen und führte die Ermittlerin unter anderem ins Milieu von Flüchtlingshelfern.

„Tatort: Die Rache an der Welt“: Der neue Krimi aus Göttingen

Die beliebteste Kommissarin im deutschen Fernsehen feiert Jubiläum: Seit 20 Jahren geht Maria Furtwängler in der Krimireihe „Tatort“ auf Mörderjagd, die von ihr gespielte Ermittlerin Charlotte Lindholm kommt beim Publikum hervorragend an. Zum Jubiläum hat der Norddeutsche Rundfunk seinem blonden Aushängeschild einen ganz besonderen und brisanten Kriminalfall auf den Leib schreiben lassen: Der Krimi „Tatort: Die Rache an der Welt“ lehnt sich an den brutalen Mord an, den 2016 ein afghanischer Flüchtling an einer Freiburger Studentin beging.

Göttingen

„Tatort: Die Rache an der Welt“: Handlung am 09.10.2022

Die Stimmung in der Studentenstadt Göttingen ist angespannt zu Beginn dieses „Tatorts“, denn seit geraumer Zeit treibt ein Triebtäter sein Unwesen: Der als „Wikinger“ berüchtigte Mann lauert Frauen auf, bedroht sie mit seinem Messer und missbraucht seine Opfer. Völlig klar, dass der von seinen Opfern als nordeuropäischer Typ beschriebene Mann einer der Hauptverdächtigen ist, als in einem Park die Leiche der Studentin Mira gefunden wird, die vergewaltigt und ermordet wurde. Ein Passant will jedoch einen irgendwie außereuropäisch aussehenden Mann „mit stechendem Blick“ beobachtet haben, der den Park zum Zeitpunkt der Tat auf dem Fahrrad verließ, und während Kommissarin Schmitz angesichts des vielleicht voreingenommenen Augenzeugen ihre Bedenken hat, nimmt Charlotte Lindholm den Mann und seine Aussage ernst. Sie will in alle Richtungen ermitteln und das schließt einen möglichen Täter mit Migrationshintergrund keineswegs aus.
Während die Fahndung nach dem „Wikinger“ intensiviert wird, stößt die LKA-Ermittlerin im studentischen Umfeld Miras auf einen Verdächtigen, der aus Syrien stammt und spurlos verschwunden ist. Hat Munir Kerdagli etwas mit dem Mord zu tun? Um alle Möglichkeiten auszuschöpfen gibt die Kommissarin eine Laboranalyse in Auftrag, bei der die am Tatort gefundene DNA auch auf die Herkunft des Täters untersucht wird – ein umstrittenes Verfahren, das der um den Ruf der Behörde besorgte Vorgesetzte der Kommissarin ablehnt.
Während sie auf das Ergebnis wartet, recherchiert die mutige Ermittlerin im Milieu von Flüchtlingshelfern rund um den bärbeißigen und wenig kooperativen Henry und bekommt es dabei unter anderem mit Migranten zu tun, die es überhaupt nicht einsehen, einer Frau Rede und Auskunft stehen zu müssen, so dass auch die sonst so kühl-beherrschte Lindholm die Fasson verliert und einem besonders aggressiven Macho wütend entgegenhält: „Hier sind Frauen was wert!“ Kollegin Schmitz fühlt derweil dem inzwischen festgenommenen „Wikinger“ auf den Zahn, doch der scheint ein Alibi zu haben.
Im "Tatort: Die Rache an der Welt" bekommt es Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) unter anderem mit unkooperativen Migranten zu tun.
Im „Tatort: Die Rache an der Welt“ bekommt es Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) unter anderem mit unkooperativen Migranten zu tun.
© Foto: NDR/Christine Schroeder

„Tatort“ Kritik: Wie ist „Die Rache an der Welt“ aus Göttingen?

Der sehenswerte Film von Regisseur Stefan Krohmer nach einem exzellenten Drehbuch von Daniel Nocke überzeugt nicht nur mit einer objektiven Herangehensweise ganz ohne Scheuklappen und frei von der Angst, in ein politisch-korrektes Fettnäpfchen zu tappen. Krohmer hat wie seine Hauptdarstellerin Maria Furtwängler auch keine Angst davor, das äußerst problematische Frauenbild mancher Migranten an manchen Stellen bewusst zuzuspitzen. Der Krimi bietet außerdem ein bis zum Schluss spannendes Verwirrspiel, in dem die beiden LKA-Kommissarinnen Charlotte Lindholm und Anais Schmitz voll gefordert werden und nicht immer einer Meinung sind.
Das bringt dem neuen „Tatort“ drei von vier Pistolen ein: Kann man nichts falsch machen.

„Tatort: Die Rache an der Welt“: Besetzung am 09.10.2022

Neben den bekannten Hauptdarstellerinnen sind in diesem Krimi auch wieder einige Episoden-Rollen zu sehen. Wer die Darsteller im Cast des Krimis sind, erfahrt ihr hier:
Rolle – Schauspieler
  • Charlotte Lindholm – Maria Furtwängler
  • Anais Schmitz – Florence Kasumba
  • Jelena – Mala Emde
  • Henry – Sascha Alexander Gersak
  • Elmo – Leonard Carow
  • Munir Kerdagli – Eidin Jalali
  • Frau Kaul – Michaela Hanser
  • Herr Kaul – Jogi Kaiser
  • Julian – Mirco Kreibich
  • Nick Schmitz – Daniel Donskoy
  • Liebig – Luc Feit
  • Ciaballa – Jonas Minthe

„Tatort“ am Sonntag: Sendetermine und Mediathek

Alle Sendetermine des neuen „Tatort“ aus Göttingen auf einen Blick:
  • Sonntag, 09.10.2022 um 20:20 Uhr im Ersten
  • Sonntag, 09.10.2022 um 21:45 Uhr auf ONE
  • Montag, 10.10.2022 um 03:35 Uhr auf ONE
  • Dienstag, 11.10.2022 um 00:00 Uhr im Ersten
In der ARD Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Für gewöhnlich steht der Krimi dort nach der Ausstrahlung auch noch als Wiederholung zur Verfügung. „Tatort: Die Rache an der Welt“ könnt ihr nach der Erstausstrahlung sechs Monate lang abrufen.