Tatort heute
: Lohnt sich der Krimi aus Wien?

Am Sonntag, 26. April 2026, läuft der „Tatort: Gegen die Zeit“ aus Wien im Ersten. Ob sich das Einschalten lohnt, worum es geht und wer mitspielt, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Wien
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Am 26. April 2026 ermitteln die Wiener Kommissare im „Tatort: Gegen die Zeit“ im Ersten.

Am 26. April 2026 ermitteln die Wiener Kommissare im „Tatort: Gegen die Zeit“ im Ersten.

ORF/Petro Domenigg

Der Sonntagskrimi entführt die Zuschauerinnen und Zuschauer in dieser Woche mal wieder nach Österreich: Am 26. April 2026 läuft der „Tatort: Gegen die Zeit“ aus Wien im Ersten. Darin muss das Ermittlerduo Eisner und Fellner seinen vorletzten Fall lösen, der sie in eine betreute WG für Jugendliche führt.

Das ist der neue Krimi aus Wien

Bald hängen sie ihre Dienstmarke an den Nagel, der brave Moritz und die schlaue Bibi aus Wien. Doch bis es so weit ist müssen Oberstleutnant Eisner und Majorin Fellner von der österreichischen Kripo noch zwei Fälle lösen.

Im ersten der beiden, der jetzt zu sehen ist, verschlägt es die Beamten in eine sozialpädagogische Wohngemeinschaft für Jugendliche, in der ein Mord geschehen ist: Der Leiter der Einrichtung wird erschlagen auf einer Landstraße unweit des „Sonnenhofs“ gefunden, verdächtig sind alle anderen Mitglieder der WG, sprich fünf „Burschen“, wie Bibi Fellner sagt, sowie die drei erwachsenen Betreuer und ein böser rassistischer Nachbar mit Schrotflinte und abgerichtetem Hund.

Darum geht es im „Tatort: Gegen die Zeit“

Wer hat David Walcher, den autoritären Leiter der Jugendhilfe-Einrichtung „Sonnenhof“, des Nachts auf einer Straße mit einem Holzknüppel erschlagen? Um diese Frage dreht sich der neue „Tatort“ aus Wien, und hauptverdächtig sind die fünf jungen Bewohner des „Sonnenhofs“, die meisten davon mit Migrationshintergrund.

Vor allem einer gerät ins Visier der Ermittler: Der 17-jährige Cihan Özbek ist seit der Mordnacht spurlos verschwunden. Der junge Mann, der schon durch einschlägige Gewalttaten aufgefallen ist, hat sich auf den Weg in die Wiener Hochhaussiedlung gemacht, in der er in zerrütteten Verhältnissen aufgewachsen ist. Als Fellners und Eisners Kollegin Meret Schande ihn dort aufspürt, zückt er ein Messer und die Beamtin daraufhin ihre Dienstwaffe. Doch Cihan kann entkommen und entzieht sich fürs Erste weiteren Ermittlungen.

Das Ermittlerduo fühlt derweil den anderen Jugendlichen und den Betreuern im „Sonnenhof“ auf den Zahn und beweist dabei vorbildliches psychologisches Einfühlungsvermögen. Wie die Kommissare herausfinden, gab es in der WG diverse ungelöste Konflikte. Außerdem wohnt nicht weit vom „Sonnenhof“ ein Mann, der ebenfalls für den Mord infrage kommt: der unsympathische Jürgen Siller, ein fieser Eigenbrötler mit ausländerfeindlichem Weltbild.

Das Wiener Ermittlerduo befragt die Bewohner einer betreuten WG.

Das Wiener Ermittlerduo befragt die Bewohner einer betreuten WG.

ORF/Petro Domenigg

Das ist die Kritik zum „Tatort: Gegen die Zeit“

Ein Sonntagskrimi von der Stange, der den Zuschauenden aber mit einem unnötigen, immer wieder verwendeten Stilmittel verwirrt: In vielen Rückblenden, die den Mord und seine Hintergründe beleuchten, verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart in merkwürdiger Weise miteinander.

Die Kommissare lungern in den Flashbacks wie selbstverständlich herum, sprechen mit den Beteiligten und trösten in einer Szene sogar das sterbende Mordopfer, dass „es bald vorbei“ ist. Das sorgt zuweilen nicht nur für ein unübersichtliches Kuddelmuddel aus Zeitebenen, sondern wirkt in dieser Fülle auch unangenehm manieriert – wäre eigentlich nicht nötig gewesen.

Der Krimi „Tatort: Gegen die Zeit“ ist deshalb einer der schlechteren Fälle in der 15-jährigen Dienstzeit Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser, denen diesmal auch kaum Gelegenheit zu ihren typischen charmanten Frotzeleien geboten wird.

Das bringt dem „Tatort“ insgesamt nur zwei von vier Pistolen ein: Eher was für echte Fans.

Das ist die Besetzung im „Tatort: Gegen die Zeit“

Neben den bekannten Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:

  • Harald Krassnitzer als Moritz Eisner
  • Adele Neuhauser als Bibi Fellner
  • Christina Scherrer als Meret Schande
  • Roland Silbernagl als David Walcher
  • Augustin Groz als Simon Rechnik
  • Alperen Köse als Cihan Özbek
  • Ayo Aloba als Femi Olaifa
  • Emre Cakir als Aras Barzani
  • Yacouba Diabate als Oki Okotho Sialo
  • Renas Hussin Muhamed als Mo Mohammed Essa
  • Christoph Lackner-Zinner als Levi Hubner
  • Tristan Witzel als Leon Prammer
  • Roman Blumenschein als Jürgen Siller
  • Emese Fay als Kristina Modric
  • Morteza Tavakoli als Reza
  • Melek Saykili als Ada Özbek
  • Simonida Selimovic als Jelena Marcovic
  • Isabella Campestrini als Kollegin
  • Miriam Hie als Psychologin
  • Alireza Talebi als Ali
  • Martin Schranz als Joe
  • Ario Sadr Gilani als Junger Beamter

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Der Krimi läuft zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:

  • Sonntag, 26. April 2026, um 20:15 Uhr
  • Dienstag, 28. April 2026, um 00:30 Uhr

In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Für gewöhnlich stehen die Krimis dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.