Tatort heute
: So wird „Game Over“ aus München

Am 26. Juli 2026 läuft der „Tatort: Game Over“ im Ersten. Ob sich das Einschalten bei der Wiederholung lohnt, worum es geht und wer mitspielt, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
München
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Im „Tatort: Game Over“ wird eine junge Polizistin bei einer Verkehrskontrolle erschossen.

BR/Bavaria Fiction GmbH/Claudia Milutinov

Während der Sommerpause des Sonntagskrimis müssen sich die ARD-Zuschauerinnen und -Zuschauer mit Wiederholungen begnügen. Am 26. Juli 2026 steht mit dem „Tatort: Game Over“ ein Fall aus München an. Darin bekommen es die Kommissare mit dem kaltblütigen Mord an einer jungen Polizistin zu tun. Die Ermittlungen führen sie in die E-Sport-Szene.

Lohnt sich das Einschalten? Worum geht es genau und welche Darstellenden sind im Cast? Das verraten wir euch hier.

Das ist der Fall aus München

Verkehrskontrolle auf einer Brücke über der Autobahn: Weil ein Rücklicht des alten Daimlers defekt ist, verlangt die junge Streifenpolizistin Auskunft vom Fahrer – und wird durchs Seitenfenster mit drei Schüssen niedergestreckt.

Der Zuschauende erlebt die an schockierende echte Fälle erinnernde Gewalttat in diesem „Tatort“ aus dem Blickwinkel des Kollegen der Beamtin, der im Streifenwagen geblieben ist und alles fassungslos mitansehen muss.

Als die Polizistin kurz darauf im Krankenhaus an ihren Verletzungen stirbt, ist der Ermittlungsdruck im Krimi „Tatort: Game Over“ groß und lastet schwer auf den beiden Kommissaren Franz Leitmayr und Ivo Batic. Dazu kommt, dass die beiden älteren Herren mit einer Welt konfrontiert werden, die nicht die ihre ist: Sie tauchen tief ein in die Szene junger Computerspieler, die sich bei lukrativen E-Sport-Wettkämpfen am Joystick messen.

Darum geht es im „Tatort: Game Over“

Natürlich werden nach den Schüssen auf die Polizistin sofort alle Hebel des Ermittlungsapparates in Bewegung gesetzt, und schon bald wird das Auto, aus dem heraus die Beamtin getötet wurde, in einer nahen Kiesgrube sichergestellt. Im Kofferraum des ausgebrannten Wracks finden Leitmayr und Batic eine verkohlte Leiche.

Eine erste Spur führt in die Luxuswohnung eines Computerspielers, dessen dort mit ihm wohnende Schwester Verena Hetsch den Beamten keine Hilfe ist. Dafür gibt es viele Erkenntnisse aus dem sichergestellten PC: Der Gamer war Mitglied einer Gruppe von Spielern, die sich auf das Ballerspiel „Counter-Strike“ spezialisiert hat und deren Kampfnamen wie „Streifenhörnchen“ oder „Walther PPK“ darauf schließen lassen, dass es sich um Polizisten handelt.

Mithilfe des in der E-Sport-Szene bekannten und enorm erfolgreichen jungen Zockers Oskar Weber, der von seinem ehrgeizigen Vater Patrick unterstützt wird, versuchen die Ermittler und ihr Computer-affiner Kollege Kalli Hammermann herauszufinden, welche Kollegen sich hinter diesen Namen verstecken.

Als ein Polizist und Gamer in seiner Wohnung tot aufgefunden wird, nimmt der Druck auf Batic, Leitmayr und den deutlich jüngeren Kalli weiter zu – und die Ermittlungen entwickeln sich in eine Richtung, mit der niemand rechnen konnte.

E-Sportler Oskar (Yuri Völsch, l.) und sein Vater (Oliver Wnuk) wollen unbedingt den Sieg beim nächsten Turnier – selbst auf Kosten der Ermittlungen.

BR/Bavaria Fiction GmbH/Claudia Milutinov

Wie ist die Kritik zum „Tatort: Game Over“ aus München?

Regisseur Lancelot von Naso schildert ein interessantes und in Fernsehkrimis wenig beleuchtetes Milieu, nimmt sich nach rasantem und vielversprechendem Start im Mittelteil aber zu viel Zeit für Nebensächlichkeiten – so geht dem neuen „Tatort“ aus München allzu schnell die Luft aus.

Die Suche nach den Identitäten der Kollegen ist ein umständliches und langwieriges Verfahren, das eindeutig zu lange dauert. Auch ein Nebenstrang der Handlung rund um ein kleines Familiendrama im Hause Weber lenkt vom eigentlichen Plot ab und ist nicht gerade spannungsfördernd.

Das bringt dem Sonntagskrimi aus München zwei von vier Pistolen ein: Puh! Eher was für echte Fans.

Das ist die Besetzung im „Tatort: Game Over“

Neben den beiden Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder verschiedene Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:

  • Udo Wachtveitl als Franz Leitmayr
  • Miroslav Nemec als Ivo Batic
  • Ferdinand Hofer als Kalli Hammermann
  • Yuri Völsch als Oskar Weber
  • Oliver Wnuk als Patrick Weber
  • Marie Burchard als Ursula Weber
  • Jan Bülow als Torben Seufert
  • Lea van Acken als Verena Hetsch
  • Xenia Benevolenskaya als Lena Wagensonner
  • Stefan Betz als Ritschy Semmler
  • Robert Joseph Bartl als Steinbrecher
  • Mauricio Hölzemann als Michael Hetsch
  • Christian A. Koch als Reinhard Höferer
  • Corinna Binzer als Gerlinde Wagensonner
  • Rouven Magnus als Andreas Jaschke

„Tatort“ am Sonntag: Sendetermine und Mediathek

Der Krimi lief erstmals im Mai 2023. Die aktuellen Sendetermine seht ihr hier:

  • Sonntag, 26. Juli 2026, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 28. Juli 2026, um 00:05 Uhr im Ersten

In der ARD Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.