Tatort Flash: So spannend war der Krimi aus München

Am Sonntag, 7. September 2025, ermittelten die Münchner Kommissare im „Tatort: Flash“.
BR/Tellux Film GmbH/Hendrik HeidenDie Sommerpause beim Sonntagskrimi im Ersten neigt sich endlich dem Ende zu. Am 7. September 2025 wartete ein letztes Mal eine Wiederholung auf die Zuschauenden: Im „Tatort: Flash“ wird ein verurteilter Mörder nach mehr als 30 Jahren rückfällig. Um den Fall zu lösen, greifen die Münchner Ermittler Batic und Leitmayr auf höchst ungewöhnliche Methoden zurück.
Lohnte sich das Einschalten? Worum geht es genau und wer spielt mit? Hier findet ihr alle Infos zum Krimi aus der bayerischen Hauptstadt.
Das ist der „Tatort: Flash“ aus München
Als ein verurteilter Mörder nach 30 Jahren aus der Sicherungsverwahrung freikommt und kurz darauf eine Frau nach bekanntem Muster getötet wird, schrillen bei der Münchner Polizei sämtliche Alarmglocken. Um weitere Bluttaten zu verhindern, machen sich die erfahrenen Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr im neuen „Tatort“ auf die Suche nach Ex-Knacki Alois Meininger, der in seinem alten Versteck untergetaucht ist.
Klingt nach einem fast schon klassischen Beginn eines ganz normalen Fernsehkrimis, doch schon bald begibt sich der von Andreas Kleinert raffiniert inszenierte „Tatort: Flash“ auf einen ungewöhnlichen Pfad.
Darum geht es im „Tatort: Flash“
Um Meininger zu schnappen, haben sich Leitmayr und Batic etwas Besonderes einfallen lassen: Sie konsultieren den ehemaligen Psychotherapeuten Norbert Prinz, der den psychisch verwirrten Mann damals behandelt hat und wissen könnte, wo er sich versteckt hat.
Das Problem: Norbert Prinz ist nicht nur in Würde ergraut, sondern mittlerweile hochgradig dement. Um an die Erinnerungen des von seiner Tochter Nele betreuten Demenzkranken heranzukommen, veranstalten die Kommissare mithilfe des Neuropsychologen Professor Vonderheiden eine Art kriminologisches Experiment. In Vonderheidens Institut wird Prinz‘ damalige Praxis detailgetreu nachgebaut, denn die Ermittler hoffen, dass er sich in der vertrauten Räumlichkeit an die Ereignisse und Aussagen von damals erinnert — das Langzeitgedächtnis des Demenzpatienten soll angezapft werden.
Doch eine erste Befragung in der bizarr anmutenden Kulisse läuft völlig schief, Franz Leitmayr gerät trotz seines Einfühlungsvermögens im Erinnerungslabyrinth des Probanden schnell an seine Grenzen.
Als Professor Vonderheiden das Experiment abbrechen will, offenbaren ihm die Kommissare, dass eigentlich Norbert Prinz und nicht etwa der untergetauchte Alois Meininger ihr Hauptverdächtiger ist. Also legt sich Leitmayr in einem zweiten Anlauf bei Prinz auf die Couch und gibt sich als Alois Meininger aus — ein hochriskantes Spiel, das die Nerven aller Beteiligten gewaltig auf die Probe stellt.

In „Tatort: Flash“ müssen die Münchner Kommissare einen Demenzkranken vernehmen.
BR/Tellux Film GmbH/Hendrik Heiden„Tatort“ Kritik: Wie ist „Flash“ aus München?
Der „Tatort“ aus München arbeitet mit Rückblenden und verschiedenen Zeitebenen, führt den Zuschauenden darüber hinaus aber auch in Räume, die zu begehbaren Stationen im Labyrinth der Erinnerungen werden.
Dazu zählen neben der nachgebauten Praxis auch Meiningers Kellerversteck oder die Bar und Tanzfläche einer alten Münchner Diskothek mit dem titelgebenden Namen „Flash“, die in den achtziger Jahren eine Institution des Münchner Nachtlebens war und jetzt nur noch eine traurige Ruine ist.
Es ist letztendlich das „Flash“, das in diesem ungewöhnlichen „Tatort“ bei einem Beteiligten den entscheidenden „Flashback“ auslöst, wie in der Psychologie eine plötzlich auftretende Erinnerung heißt.
Der originelle Plot führt die beiden Kommissare und alle anderen Beteiligten tief ins Labyrinth der Erinnerungen, und für den Zuschauenden stellt sich die Frage, ob er diesen zuweilen etwas surreal anmutenden Weg mitgehen will oder nicht. Wer dabeibleibt und sich auf die verzwickte Handlung einlässt, wird mit einem außergewöhnlichen „Tatort“ belohnt, an dessen Ende alles ganz anders ist als gedacht.
Das bringt dem Münchner „Tatort“ drei von vier Pistolen ein: Kann man nichts falsch machen.
Das ist die Besetzung im „Tatort: Flash“
Neben den bekannten Hauptdarstellern sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungliste:
- Miroslav Nemec als Ivo Batic
- Udo Wachtveitl als Franz Leitmayr
- André Jung als Prof. Ralph Vonderheiden
- Anna Grisebach als Dr. Laura Lechner
- Martin Leutgeb als Alois Meininger
- Peter Franke als Norbert Prinz
- Jenny Schily als Nele Prinz
- Eva Klosowski als Polizistin Ines
- Massiamy Diaby als Ruby
- Kilian Klösters als Hannes Lechner
- Patricia Ivanauskas als Sandra Kühn
- Timocin Ziegler als Partygast
„Tatort“ am Sonntag: Sendetermine und Mediathek
Die Erstausstrahlung des Krimis war im Juni 2022. Jetzt läuft „Tatort: Flash“ erneut zur Primetime und wird später noch einmal wiederholt.
- Sonntag, 7. September 2025, um 20:15 Uhr im Ersten
- Dienstag, 9. September 2025, um 00:45 Uhr im Ersten
In der ARD-Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Für gewöhnlich steht der Krimi dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.