Tatort Fiderallala
: So war der Krimi aus Münster

Am 6. April 2025 lief der „Tatort: Fiderallala“ aus Münster im Ersten. Worum es ging, ob sich das Einschalten lohnte und wer mitspielte, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Münster
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Am 6. April 2025 läuft der „Tatort: Fiderallala“ aus Münster im Ersten.

Am 6. April 2025 lief der „Tatort: Fiderallala“ aus Münster im Ersten.

WDR/Thomas Kost
  • „Tatort: Fiderallala“ am 6. April 2025 aus Münster.
  • Thiel und Boerne müssen einen Mordfall unter Studenten lösen.
  • Ein Student wird auf einer Party getötet, mehrere Verdächtige.
  • Thiel und Boerne geraten in private Konflikte.
  • Kritik: Mehr Komik als Krimi, nur für echte Fans.
  • Hauptdarsteller: Axel Prahl, Jan Josef Liefers.
  • Sendetermine: 6. und 8. April 2025, ARD-Mediathek.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im neuen Sonntagskrimi ging es für die ARD-Zuschauenden mal wieder nach Münster: Am 6. April 2025 lief der „Tatort: Fiderallala“ im Ersten. Darin wurden Thiel und Boerne mit einem Fall unter Studierenden konfrontiert, der die beruflichen und privaten Beziehungen der beiden auf eine harte Probe stellt.

Lohnte sich das Einschalten? Worum ging es genau und welche Darstellenden waren im Cast? Das verraten wir euch hier.

Das war der neue „Tatort“ aus Münster

Die Leiche mit dem Beil im Rücken ist zum großen Schrecken des Kommissars quicklebendig: Ein kleiner Scherz, den sich Rechtsmediziner Karl-Friedrich Boerne mit seinem Kollegen und Freund Frank Thiel erlaubt. Mit dem falschen Mordopfer lockt der lustige Professor den grummeligen Kommissar zu Beginn des neuen „Tatorts“ aus Münster auf eine Studentenparty in die Uniklinik, damit Eigenbrötler Thiel auch mal unter die Leute kommt.

Tatsächlich amüsiert sich der Kommissar prächtig, und auch Boerne lässt die Puppen tanzen – der Gerichtsmediziner torkelt in volltrunkenem Zustand durch den Saal und singt ein ums andere Mal „Fiderallala“ in die gierig auf ihn gerichteten Smartphones seiner Studenten. Kurz darauf wird jedoch eine echte Leiche gefunden.

Darum geht es im „Tatort: Fiderallala

Der Barkeeper der Studentenfete ist das echte Mordopfer, ein zwielichtiger Student der Sozialpädagogik, der an einer merkwürdigen Stichverletzung gestorben ist. Regisseurin Isa Prahl, nicht verwandt und nicht verschwägert mit Hauptdarsteller Axel, präsentiert dem Zuschauenden zwei Studentinnen als Verdächtige:

Die kesse Fraya Menke hatte was mit dem Mordopfer und erhoffte sich von ihm eine Bleibe – Wohnraum für Studenten ist schließlich knapp in Münster. Auch Kim Moser ist auf Wohnungssuche, lebt erst mal im Zweimannzelt und gerät in den Fokus der Ermittlungen, genauso wie Studentin Frayas übergriffige Mutter Solveig Menke.

Als die sichtlich verwirrte Studentin Lucy Osthofen schließlich den Mord zugibt, trägt das nicht etwa zur Klärung des Falls bei, sondern verursacht nur zusätzliche Irritationen: Der Kommissar vermutet, dass es sich um ein falsches Geständnis handelt, und als dann auch noch ein Germanistikprofessor in seiner herrschaftlichen Villa ermordet wird, ist die Verwirrung komplett.

Während sich Frank Thiel über die beiden Mordopfer den Kopf zerbricht, macht der Professor im Hörsaal Faxen und grübelt darüber nach, wie er eine Kündigung ungeschehen machen kann: Hausbesitzer Boerne hat seinen Mieter und Nachbarn Thiel wegen eines Streits schriftlich aus der Wohnung geworfen und versucht den voreilig eingeworfenen Brief nach der Versöhnung der beiden wieder aus dem Briefkasten zu fischen.

Boerne (M.) und Thiel amüsieren sich auf einer Studentenparty.

Boerne (M.) und Thiel amüsieren sich auf einer Studentenparty.

WDR/Martin Valentin Menke

Wie ist die Kritik zum „Tatort: Fiderallala“?

Als die echte Leiche gefunden wird, gibt es im Sonntagskrimi „Tatort: Fiderallala“ zwar noch so etwas wie einen richtigen Kriminalfall. Doch der kommt bei all der Komik und dem Klamauk, den die Quotenkönige aus Münster zum Besten geben, eindeutig zu kurz.

Auch Boernes Brief-Unterfangen ist eine amüsante Randepisode, der in diesem unausgewogen komponierten „Tatort“ aber wie anderen komischen Einlagen auch zu viel Raum gegeben wird – etwas mehr Krimi wäre gut gewesen.

Wer einen spannenden „Tatort“ erwartet, ist hier falsch und wird von der lustigen Nummernrevue des Duos Prahl und Liefers, das dem Affen diesmal richtig Zucker gibt, nur unzureichend getröstet.

Insgesamt bekommt der Krimi aus Münster daher nur zwei von vier Pistolen: Puh, eher was für echte Fans.

Das ist die „Tatort“-Besetzung am 6. April 2025

Neben den Hauptfiguren sind wie immer auch verschiedene Episodenrollen zu sehen. Wer die Darstellenden im neuen Krimi sind, erfahrt ihr hier:

  • Axel Prahl als Frank Thiel
  • Jan Josef Liefers als Prof. Karl-Friedrich Boerne
  • ChrisTine Urspuch als Silke Haller „Alberich“
  • Mechthild Großmann als Staatsanwältin Klemm
  • Björn Meyer als Mirko Schrader
  • Claus D. Clausnitzer als Herbert Thiel
  • Adina Vetter als Solveig Menke
  • Meira Durand als Fraya Menke
  • Bineta Hansen als Kim Moser
  • Luise von Stein als Lucy Osthofen
  • Tom Radisch als Dennis Kollberg
  • Jonas Stenzel als Chris Haffmeister
  • Bless Amada als Felix Schneider
  • Rabea Lüthi als Resi
  • Surho Sugaipov als Erkan Gül
  • Katrin Heß als Alice Probst
  • Sibylle Maria Dordel als ältere Dame

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Die Sendetermine des „Tatort“ aus Münster auf einen Blick:

  • Sonntag, 6. April 2025, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 8. April 2025, um 00:00 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.