Tatort Fackel
: So war der Krimi aus Frankfurt

Am Sonntag, 22. März 2026, lief der „Tatort: Fackel“ aus Frankfurt am Main im Ersten. Ob sich das Einschalten lohnte, worum es geht und wer mitspielt, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Frankfurt am Main
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Am 22. März 2026 ermitteln die Kommissare im „Tatort: Fackel“ im Ersten.

Am 22. März 2026 ermittelten die Kommissare im „Tatort: Fackel“ im Ersten.

HR/ARD Degeto Film/Sommerhaus/Tatiana Vdovenko

Der Sonntagskrimi im Ersten entführte die Zuschauerinnen und Zuschauer nach Frankfurt am Main: Am 22. März 2026 lief der „Tatort: Fackel“ im Ersten. Darin ermittelt das Kommissaren-Duo elf Jahre nach einem alten Hochhausbrand mit einigen Toten, der mit einem mysteriösen Todesfall zusammenhängt.

Lohnte sich das Einschalten? Worum geht es genau und wer spielt mit? Hier findet ihr alle Infos zum neuen Krimi.

Das ist der neue „Tatort“ aus Frankfurt am Main

Der Brand in einem Londoner Hochhaus, bei dem 72 Menschen starben, erschütterte 2017 die Welt. Baumängel bei der Wärmedämmung hatten die Katastrophe ausgelöst, und genau das ist auch der Fall in diesem „Tatort“ aus Frankfurt, der sich lose an das Unglück von damals anlehnt und auf ein schockierendes Finale zuläuft.

Im Krimi gab es vor Jahren ebenfalls einen Hochhausbrand, 13 Menschen starben, ein Untersuchungsausschuss soll die Ursache klären. Kommissar Hamza Kulina wird von seiner ehemaligen Freundin Almila Adak, die bei dem Feuer ihre Mutter verloren hat, um Hilfe gebeten, sie verspricht sich neue Erkenntnisse zur Katastrophe. Der emotionale Kulina und seine Kollegin Maryam Azadi finden heraus, dass ein Materialprüfer des in den Hochhausbrand verwickelten Baukonzerns Suizid begangen hat, der möglicherweise gar keiner war, und rollen diesen alten Fall neu auf.

Darum geht es in „Tatort: Fackel“

Auf die Hilfe ihrer Kollegen von der Mordkommission, die damals den Tod des Materialprüfers untersucht haben, können sich Kulina und Azadi in ihrem dritten „Tatort“ nicht verlassen, sie sind weitgehend auf sich allein gestellt.

Die Spur führt zum Geschäftsführer des Baustoffkonzerns, der vor dem Untersuchungsausschuss Rechenschaft ablegen muss: Steffen Böttcher ist ein aalglatter Manager, der jede Verantwortung an der Brandkatastrophe weit von sich weist und geschickt Mitleid mit den Angehörigen der Opfer heuchelt.

Er lebt mit seiner Frau Simone in einem schick eingerichteten Luxusheim, das den größtmöglichen Kontrast zu den Sozialwohnungen im abgebrannten Hochhaus bildet. Arrogant lässt Böttcher die beiden Kommissare abblitzen, die sich davon aber nicht entmutigen lassen – und schon gar nicht von den beiden eindeutig als Morddrohung gemeinten Botschaften, die ihnen schon bald von einem unbekannten Absender zugehen.

Almila Adak (Seyneb Saleh) bittet Hamza Kulina (Edin Hasanovic) um Hilfe.

Almila Adak (Seyneb Saleh) bittet Hamza Kulina (Edin Hasanovic) um Hilfe.

HR/ARD Degeto Film/Sommerhaus/Tatiana Vdovenko

Das ist die Kritik zum „Tatort: Fackel“

Der zutiefst tragische Sonntagskrimi „Tatort: Fackel“ wird keinen Zuschauenden kaltlassen und schockiert mit einem schonungslosen Schluss. Leider ist von Anfang an sonnenklar, wer hier die Guten und wer die Bösen sind, was der Spannung nicht guttut.

Zudem kann sich der von Regisseur Rick Ostermann inszenierte Film nicht entscheiden, ob er ein Politdrama oder ein Thriller sein will. Im ersten Fall hätte eine Intervention aus politischen Kreisen bei der Vorgesetzten von Kulina und Azadi, Sandra Schatz, weiter verfolgt werden müssen. Bei der zweiten Variante wäre es wichtig gewesen, die Bedrohung viel stärker herauszuarbeiten, der sich die beiden auf ungeklärte Altfälle spezialisierten Ermittler plötzlich ausgesetzt sehen. Das Drehbuch schrieb Sebastian Heeg gemeinsam mit Filmstar Tom Schilling.

Das bringt dem neuen Krimi insgesamt zwei von vier Pistolen ein: Eher was für echte Fans.

Das ist die Besetzung im „Tatort: Fackel“

Neben den bekannten Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:

  • Melika Foroutan als Maryam Azadi
  • Edin Hasanovic als Hamza Kulina
  • Stephan Luca als Steffen Böttcher
  • Katharina Heyer als Simone Böttcher
  • Michael Schenk als Christian Möller
  • Gordana Boban als Emina Kulina
  • Seyneb Saleh als Almila Adak
  • Nadja Bobyleva als Andrea Hofer
  • Timo Jacobs als Brombach
  • Judith Engel als Sandra Schatz
  • Doris Plenert als Frau Gruber
  • Atef Vogel als Michael Gruber
  • Petra Friedrich als Ute Jansen
  • Sithembile Menck als Jasmin Martin
  • Christian Kuchenbuch als Carsten Dietzel
  • Barbara Krzoska als Sekretärin von Schatz
  • Rainer Ewerrien als Lorenz Seifert
  • Thomas Höhne als Uwe Niemann
  • Jochen Döring als Archivar

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Der Krimi läuft zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:

  • Sonntag, 22. März 2026, um 20:20 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Für gewöhnlich stehen die Krimis dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.