Tatort Ex-It
: So war der Krimi aus Stuttgart

Am Sonntag, 18. Januar 2026, lief der „Tatort: Ex-It“ aus Stuttgart im Ersten. Ob sich das Einschalten lohnte, worum es geht und wer mitspielt, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Stuttgart
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Am Sonntag, 18. Januar 2026, ermitteln die Stuttgarter Kommissare im „Tatort: Ex-It“.

Am Sonntag, 18. Januar 2026, ermittelten die Stuttgarter Kommissare im „Tatort: Ex-It“.

SWR/Benoît Linder

Der Sonntagskrimi entführte die ARD-Zuschauerinnen und -Zuschauer mal wieder nach Schwaben: Am 18. Januar 2026 mussten die Stuttgarter Ermittler Thorsten Lannert und Sebastian Bootz im „Tatort: Ex-It“ die mögliche Entführung eines kleinen Jungen aufklären.

Lohnte sich das Einschalten? Worum geht es genau und wer spielt mit? Hier findet ihr alle Infos zum neuen Krimi.

Das ist der neue „Tatort“ aus Stuttgart

Ein Albtraum jeder Mutter wird Wirklichkeit: Als Pony Hübner zum geparkten Wagen zurückkehrt, ist das Auto mit ihren beiden Kindern weg. Kurz darauf wird der SUV im neuen „Tatort“ aus Stuttgart aus dem Neckar gezogen, und das Schreckensszenario spitzt sich noch weiter zu: Hübners kleine Tochter ist tot und Sohn Hugo spurlos verschwunden.

Darum geht es im „Tatort: Ex-It“

Die junge Frau mit dem Künstlernamen Pony war vor Jahren ein angesagtes It-Girl, das dank gutem Aussehen und dem gewissen Etwas permanent in den Medien auftauchte und dadurch berühmt wurde. Befeuert von der geschickten Geschäftstaktik ihres Entdeckers und Managers Stephan Hübner war Pony ein Geschöpf der Klicks und Bilder und konnte schon bald die Welt des bunten Internets und der Klatschpresse nicht mehr von der grauen Realität unterscheiden.

Doch Ponys Stern sank mit zunehmendem Alter und das It-Girl fühlte sich mehr und mehr zur „Unsichtbarkeit“ verdammt, wie sie Thorsten Lannert in einer Schlüsselszene gesteht, und was das Todesurteil für jede Influencerin bedeutet. Als sie jetzt mit der Tragödie um ihre Kinder wieder in die Schlagzeilen gerät und dadurch „sichtbar“ wird, leben Pony Hübner und in gewissem Sinn auch ihr Mann Stephan perverserweise wieder auf, was ihre gegenseitigen Aversionen aber keinesfalls mindert.

Als die ersten Erpresserbriefe auftauchen, gehen die Kommissare davon aus, dass der kleine Hugo entführt wurde und noch am Leben ist. Sie rekonstruieren detailliert die letzten Stunden, in denen Pony Hübner noch mit ihren beiden Kindern zusammen war, und stoßen dabei auf Ungereimtheiten.

Vor allem Ponys Schwester Pat Wagner bringt mit ihrer Aussage nicht etwa Licht ins Dunkel, sondern trägt zu zusätzlicher Verwirrung bei. Doch die impulsive Frau, das spüren die erfahrenen Ermittler, weiß möglicherweise mehr über den schicksalhaften Abend, als sie zugibt.

Pony Hübner (Kim Riedle) erzählt Thorsten Lannert (Richy Müller) von ihrer Glanzzeit als Promi.

Pony Hübner (Kim Riedle) erzählt Thorsten Lannert (Richy Müller) von ihrer Glanzzeit als Promi.

SWR/Benoît Linder

Das ist die Kritik zum „Tatort: Ex-It“

Regisseurin Friederike Jehn und Drehbuchautor Wolfgang Stauch packen die Zuschauenden im „Tatort: Ex-It“ emotional erst mal da, wo’s richtig weh tut, denn das Leid von Kindern lässt niemanden kalt. Doch was dann folgt ist eine wirre, wenig glaubwürdige Story um ein früheres It-Girl und ihren Ehemann und Manager, deren besten Tage lange vorbei sind und die sich in einer Art Ehehölle in der Nobelvilla gegenseitig bekriegen.

Dass sie aufgrund der durch die Tragödie entstandenen Aufmerksamkeit wieder aufblühen, macht den Krimi psychologisch völlig unglaubwürdig – welche Eltern, abgesehen von pathologischen Fällen, hätten angesichts einer solchen Tragödie noch den Kopf für wiedererwachten Fame, wie Berühmtheit heutzutage heißt?

Die Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz stehen im arg konstruierten „Tatort“ fassungslos vor dem familiären Desaster und tun ihr Bestes: Sie müssen schnellstmöglich den kleinen Hugo finden, denn vielleicht ist der Junge ja noch am Leben.

Insgesamt bekommt der Krimi aus Stuttgart daher zwei von vier Pistolen: Eher was für echte Fans.

Das ist die Besetzung im „Tatort: Ex-It“

Neben den bekannten Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:

  • Richy Müller als Thorsten Lannert
  • Felix Klare als Sebastian Bootz
  • Kim Riedle als Pony Hübner
  • Hans Löw als Stephan Hübner
  • Jürgen Hartmann als Dr. Daniel Vogt
  • Zeynep Bozbay als Miray Müller
  • Anne Haug als Pat Wagner
  • David Zimmerschied als Bayer „Echse“
  • Yvon Moltzen als Hugo Hübner
  • Sujit Kuruvilla als Akhil
  • Martin Peñaloza Cecconi als Raul
  • Monika Wiedemer als Hannah Schubert
  • Nils Bannert als Bernd Kurth
  • Ragna Poll als Ines Bartsch

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Der Krimi läuft zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:

  • Sonntag, 18. Januar 2026, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 20. Januar 2026, um 00:40 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Für gewöhnlich stehen die Krimis dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.