Tatort Frankfurt
: So sehenswert war der Krimi

Am 29.09.2024 lief der „Tatort: Es grünt so grün, wenn Frankfurts Berge blüh’n“ im Ersten. Worum es ging, warum sich das Einschalten lohnte und weitere Infos dazu erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Frankfurt am Main
Jetzt in der App anhören
Am 29.09.2024 läuft der „Tatort: Es grünt so grün, wenn Frankfurts Berge blüh’n“ im Ersten.

Am 29.09.2024 lief der „Tatort: Es grünt so grün, wenn Frankfurts Berge blüh’n“ im Ersten.

HR/Degeto/Bettina Mueller
  • "Tatort: Es grünt so grün, wenn Frankfurts Berge blüh’n" läuft am 29.09.2024 im Ersten.
  • Janneke und Brix ermitteln im letzten Fall; Matthias Brandt spielt den psychisch gestörten Tristan.
  • Tristans Tagträume kollidieren mit der Realität; er wird zum Gewalttäter.
  • Mord an Politesse, Missverständnisse im Präsidium, zwei Fälle verknüpft.
  • "Tatort" in der ARD-Mediathek verfügbar, Sendetermine: 29.09. und 01.10.2024.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Sonntagskrimi im Ersten entführte die Zuschauenden am 29.09.2024 mal wieder nach Frankfurt am Main. Im „Tatort: Es grünt so grün, wenn Frankfurts Berge blüh’n“ ermittelten die Frankfurter Kommissare Janneke und Brix in ihrem 19. und letzten Fall.

Lohnte sich das Einschalten? Worum ging es und welche Darstellenden waren im Cast? Das verraten wir euch hier.

Das ist der letzte Fall von Janneke und Brix aus Frankfurt

Nach zehn Jahren und 19 Krimis verabschieden sich Margarita Broich und Wolfram Koch als Frankfurter Team Anna Janneke und Paul Brix vom Bildschirm. In ihrem letzten Fall wird ihnen allerdings ein wenig die Show gestohlen.

Tristan Grünfels ist ein Romantiker: Der nach einem Helden aus einer Wagner-Oper benannte Psychologe flieht gerne in Tagträume, in denen er auf einer grünen Blumenwiese steht und dann sanft über dem Boden schwebt. Die romantisch-magische Weltwahrnehmung Tristans kollidiert in diesem ungewöhnlichen „Tatort“ immer wieder brutal mit der schnöden Realität.

Doch der von Matthias Brandt mit leichten Zuckungen um Mund und Augenwinkel gespielte Seelendoktor ist nicht nur ein versponnener Träumer mit Anflügen von Todessehnsucht. Er hat auch eine ausgeprägte psychische Störung, die ihn zum Gewalttäter werden lässt – der vom Leben und seiner Familie schwer enttäuschte Tristan hat einen Sprung in der Schüssel, den Regisseur Till Endemann mit einem Sprung in seiner Brille veranschaulicht.

Darum geht es in „Es grünt so grün, wenn Frankfurts Berge blüh’n

Die ersten Minuten dieses großartigen „Tatorts“ gehören ganz Matthias Brandt und seinem tragischen Tristan: Der von seiner Frau Rosalie und seinen halbwüchsigen Kindern mild verachtete Psychologe, der als Opferbetreuer bei der Polizei arbeitet, fährt auf dem Weg zur Arbeit an ein paar Bildern vorbei, die jemand zur Sperrmüllabholung auf den Gehsteig gestellt hat.

Es handelt sich um romantische Landschaftsgemälde, die Tristan so liebt, also hält er an und packt sie in seinen Kofferraum. Doch dann bricht sich die ganz und gar unromantische Realität wieder einmal brutal Bahn, dieses Mal in Gestalt einer unfreundlichen Politesse, die dem Kunstfreund nicht nur einen Strafzettel verpasst, sondern auch noch eines der Ölgemälde beschädigt.

Plötzlich liegt die Frau vom Ordnungsamt tot am Boden, und der vom Stress völlig umnebelte Tristan muss sich eingestehen, dass er wohl dafür verantwortlich ist. Im Polizeipräsidium, wo er sich stellen will, kommt es dann zu einem folgenschweren Missverständnis: Kommissarin Janneke glaubt, Grünfels sei als Opferbetreuer im Fall der toten Politesse eingeteilt und macht sich ausgerechnet mit ihm auf den Weg zu den Angehörigen.

Kollege Brix muss sich derweil um den Mord an einem seiner Informanten im Rotlichtmilieu kümmern und bekommt es mit dem fiesen Zuhälter Leonardo Muller zu tun. Der wiederum setzt Tristan Grünfels‘ Bruder Hagen wegen ausstehender Schulden unter Druck, was die beiden Fälle miteinander verbindet.

Am Ende dieses packenden „Tatorts“ verabschiedet sich das Frankfurter Ermittlerduo mit einem Knalleffekt.

Tristan Grünfels (Matthias Brandt) brilliert im letzten Tatort-Fall aus Frankfurt mit Brix und Janneke.

Matthias Brandt brilliert als Tristan Grünfels im letzten „Tatort“-Fall von Janneke und Brix aus Frankfurt.

HR/Degeto/Bettina Mueller

Wie ist „Es grünt so grün, wenn Frankfurts Berge blüh’n“?

Der ausgezeichnete Sonntagskrimi „Es grünt so grün, wenn Frankfurts Berge blüh’n“ ist das tieftraurige und zuweilen hinreißend komische Psychogramm eines Mannes am Abgrund und spielt sehr gekonnt mit Motiven aus der deutschen Romantik, von Richard Wagners Musik bis zu den Bildern Caspar David Friedrichs.

Da kommt das tapfere Ermittlerduo fast ein bisschen zu kurz. Trotzdem bringt das dem letzten Krimi aus Frankfurt am Main vier von vier Pistolen ein: Unbedingt gucken! Spricht am Montag jeder drüber.

Das ist die „Tatort“-Besetzung am 29.09.2024

Neben den Hauptfiguren sind wie immer auch verschiedene Episodenrollen zu sehen. Wer die Darstellenden im neuen Krimi sind, erfahrt ihr hier:

Rolle – Schauspieler*in

  • Anna Janneke – Margarita Broich
  • Paul Brix – Wolfram Koch
  • Tristan Grünfels – Matthias Brandt
  • Rosalie Grünfels – Patrycia Ziolkowska
  • Hagen Grünfels – Andreas Schröders
  • Jonas Hauck – Isaak Dentler
  • Fanny – Zazie de Paris
  • Vincenzo die Paola – Anton Noori
  • Leonardo Muller – Ronald Kukulies
  • Marion Schweikhardt – Melanie Straub
  • Günther Schweikhardt – Sascha Nathan
  • Eric Grünfels – Niko Jungmann
  • Senta Grünfels – Maja Bons
  • Ersun – Soufiane El Mesaudi
  • Reinigungskraft – Timothy Chandler
  • Elisabeth Kracht – Franziska Brandmeier
  • Sandro – Cem Öztabakci
  • Mick Schweikhardt – Charlie Schrein
  • Martin Y. Uthal – Felician Hohnloser
  • Michaela Klein – Caroline Dietrich
  • Elif – Kenza Safia Ofelia Tahiri
  • Valerie – Ragna Guderian
  • Romanov – Andrey Senko

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Die Sendetermine des neuen „Tatort“ aus Frankfurt auf einen Blick:

  • Sonntag, 29.09.2024, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 01.10.2024, um 00:50 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.