Tatort – Ein guter Tag
: So sehenswert war Teil 1 des Doppel-Krimis

Am Sonntag, 21. Dezember 2025, zeigte das Erste eine „Tatort“-Doppelfolge. Ob sich das Einschalten beim ersten Teil „Ein guter Tag“ lohnte, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Emden
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Am Sonntag, 21. Dezember 2025, läuft der „Tatort: Ein guter Tag“ im Ersten.

Am Sonntag, 21. Dezember 2025, lief der „Tatort: Ein guter Tag“ im Ersten.

NDR/Georges Pauly

Der Sonntagskrimi entführte die Zuschauerinnen und Zuschauer gleich doppelt in den Norden: Am 21. Dezember 2025 lief eine „Tatort“-Doppelfolge mit dem Hamburger Bundespolizisten Thorsten Falke, gespielt von Wotan Wilke Möhring.

Im ersten Teil „Tatort: Ein guter Tag“ musste der Kommissar gemeinsam mit seinem neuen Kollegen, Cyber-Kriminalist Mario Schmitt, das rätselhafte Verschwinden eines verdeckten Ermittlers aufklären.

Direkt im Anschluss lief der zweite Teil „Schwarzer Schnee“.

Neuer Ermittler im „Tatort: Ein guter Tag“

Er hat ständig einen Knopf mit Musik im Ohr, ist ausgesprochen pingelig und legt sich für ein Mittagsschläfchen schon mal unter den Tisch: Der von Denis Moschitto gespielte Kommissar Mario Schmitt, der neue Kollege von Thorsten Falke, ist schon ein ganz spezieller Typ.

Doch der von seinen Kollegen mitunter scherzhaft als Autist bezeichnete Ermittler kennt sich mit Computern aus wie kein Zweiter – und verfolgt digitale Spuren mit einer Hartnäckigkeit, die ihresgleichen sucht.

Das Know-how Schmitts ist gleich bei seinem ersten Einsatz gefragt: Im herausragenden Sonntagskrimi „Tatort: Ein guter Tag“ bekommen es Thorsten Falke und er mit einem ungemein gefährlichen Gegner zu tun.

Das Drehbuch für den Doppel-„Tatort“ schrieben Alexander Adolph und Eva Wehrum. Es basiert unter anderem auf Recherchen des „Spiegel“ über die Mocro-Mafia, deren ungemein brutale Verbrechen die Niederlande schon lange in Atem halten und die seit ein paar Jahren verstärkt auch in Deutschland Fuß fasst.

Darum geht es im „Tatort: Ein guter Tag“

Die beiden Kommissare ermitteln in diesem Krimi-Zweiteiler im deutsch-niederländischen Grenzgebiet rund ums ostfriesische Emden gegen die wegen ihrer Skrupellosigkeit gefürchtete Mocro-Mafia.

Sie müssen gemeinsam mit ihrer niederländischen Kollegin Lynn de Baer das rätselhafte Verschwinden eines Deutschen auf einem Zeltplatz bei Groningen aufklären. Dabei werden sie plötzlich von den skrupellosen Killern des marokkanischen Gangsterbosses Karim Saidi gejagt, die auch vor Anschlägen auf Politiker oder Staatsanwälte und sogar vor dem kaltblütigen Mord an einem Kind nicht zurückschrecken.

Zunächst glauben die beiden Ermittler von der Bundespolizei noch an einen Routineeinsatz: Sie sollen das offenbar von Gewalt begleitete Verschwinden eines deutschen Touristen auf einem Campingplatz in den Niederlanden untersuchen.

Ist Joe Glauning womöglich entführt worden? Als sich herausstellt, dass der Mann als verdeckter Ermittler gegen die auf den Kokainhandel spezialisierte Mocro-Mafia gearbeitet hat, wird aus dem Vermisstenfall eine Ermittlung gegen organisierte Kriminalität – und schon bald liegen die ersten Leichen auf der Straße.

Mario Schmitt (Denis Moschitto, r.) ermittelt ab sofort an der Seite von Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring).

Mario Schmitt (Denis Moschitto, r.) ermittelt ab sofort an der Seite von Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring).

NDR/Georges Pauly

Das ist die Kritik zum „Tatort: Ein guter Tag“

Der von Regisseur Hans Steinbichler rasant inszenierte Doppel-„Tatort“ ist ein ungemein packender Thriller, der die Zuschauenden vor allem in Teil 1 „Ein guter Tag“ von der ersten bis zur letzten Minute in Atem hält. Verglichen mit dem fulminanten Auftakt fällt Teil 2 zwar etwas ab, kann sich aber ebenfalls sehen lassen.

Der in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Fernsehen produzierte Fall ist mit dem für einen Zweiteiler nötigen langen Atem erzählt. Dabei wird er aber trotz der drei Stunden Laufzeit nie langatmig und kann als einer der herausragenden Sonntagskrimis im abgelaufenen Jahr bezeichnet werden.

Insgesamt bekommt der Bundespolizei-Krimi daher vier von vier Pistolen: Unbedingt gucken! Spricht am Montag jeder darüber.

Das ist die Besetzung im „Tatort: Ein guter Tag“

Neben dem bekannten Hauptdarsteller sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:

  • Wotan Wilke Möhring als Thorsten Falke
  • Gaite Jansen als Lynn de Baer
  • Denis Moschitto als Mario Schmitt
  • Hamza Iallouchen als Sami Bakker
  • Andrei Viorel Tacu als Joe Glauning aka Carsten
  • Yasin el Harrouk als Karim Saidi
  • Yousef Sweid als Ahmed Saidi
  • Sascha Alexander Gersak als Ervin Zoric
  • Nico Ehrenteit als Karel Dulfer „Käte“

„Tatort“ am Sonntag: Sendetermine und Mediathek

Der Doppel-Krimi lief an diesem Sonntag zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:

  • Sonntag, 21. Dezember 2025, um 20:15 Uhr im Ersten („Ein guter Tag“)
  • Sonntag, 21. Dezember 2025, um 21:45 Uhr im Ersten („Schwarzer Schnee“)
  • Dienstag, 23. Dezember 2025, um 00:35 Uhr im Ersten („Ein guter Tag“)
  • Dienstag, 23. Dezember 2025, um 02:05 Uhr im Ersten („Schwarzer Schnee“)

In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Für gewöhnlich stehen die Sonntagskrimis dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.