Tatort: Die Erfindung des Rades
: So war der Krimi aus Münster

Am Sonntag, 7. Dezember 2025, lief der „Tatort: Die Erfindung des Rades“ aus Münster im Ersten. Ob sich das Einschalten lohnte, worum es geht und wer mitspielt, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Münster
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Am Sonntag, 7. Dezember 2025, läuft der „Tatort: Die Erfindung des Rades“ aus Münster im Ersten.

Am Sonntag, 7. Dezember 2025, lief der „Tatort: Die Erfindung des Rades“ aus Münster im Ersten.

WDR/Molina Film/Frank Dicks

Der Sonntagskrimi entführte die Zuschauerinnen und Zuschauer mal wieder nach Münster: Am 7. Dezember 2025 lief der neue „Tatort: Die Erfindung des Rades“ im Ersten. Darin müssen Kommissar Frank Thiel und Gerichtsmediziner Karl-Friedrich Boerne den Mord an einem Fahrradfabrikanten aufklären – und eine beliebte Rolle verabschiedet sich.

Lohnte sich das Einschalten? Worum geht es genau und wer spielt mit? Hier findet ihr alle Infos zum neuen Krimi.

Abschied im neuen „Tatort“ aus Münster

Mit ihrer tiefen Stimme und ihrem unverhohlenen Sarkasmus setzte sie im „Tatort“ Akzente: Von Anfang an begleitete Staatsanwältin Wilhelmine Klemm die Ermittlungen des lustigen Ermittlerduos aus Münster und sorgte für manch komödiantisches Highlight.

Jetzt ist der letzte Fall mit der markanten Figur zu sehen, im Krimi „Tatort: Die Erfindung des Rades“ feiert sie ihren Abschied. Gespielt wurde die Juristin 23 Jahre lang von Mechthild Großmann, die nach eigenen Angaben aufhört, weil sie sich künftig wieder mehr aufs Theater konzentrieren will.

Mit einem nüchternen „Gute Arbeit, Thiel“, verabschiedet sich die Staatsanwältin in den Ruhestand und verschwindet mit einer wiedergefundenen Liebe im VW-Bus Richtung Schwarzwald.

Darum geht es im „Tatort: Die Erfindung des Rades“

Es geht um den Tod eines Fahrradfabrikanten in der Fahrrad-Hochburg Münster, der Kommissar Frank Thiel und Gerichtsmediziner Karl-Friedrich Boerne vor Rätsel stellt, und in den die Staatsanwältin persönlich involviert ist.

Bei einer Präsentation in den Räumen der traditionsreichen Radmanufaktur „Hobrecht & Hobrecht“ soll eigentlich das neue Fahrradmodell „First Bike“ enthüllt werden, doch stattdessen steht da plötzlich eine Kühltruhe. In der befinden sich die sterblichen Überreste von Albrecht Hobrecht, was für den zufällig anwesenden Gerichtsmediziner Boerne eine doppelte Herausforderung darstellt: Er will einerseits wissen, wer für den Tod des Firmenpatriarchen verantwortlich ist, und interessiert sich andererseits für die Frage, wie eine tiefgefrorene Leiche am besten aufgetaut wird, um sie genauer untersuchen zu können.

Boerne und Thiel, der wegen eines aus dem Ruder gelaufenen Klassentreffens mit einer ramponierten Stimme fast so rau und tief wie die von Wilhelmine Klemm am Tatort auftaucht, nehmen sich die Mitglieder des Hobrecht-Clans vor, die irgendwie alle verdächtig sind. Angefangen bei der Nichte des Toten, Klara, über deren Brüder Konstantin und Kurt Junior bis zum Vater der Geschwister, Kurt Hobrecht Senior.

Der Bruder des Toten und Mitinhaber der Firma erleidet bei der makabren Präsentation einen Herzinfarkt und kommt ins Krankenhaus. Als Kommissar Thiel ihn befragen will, erlebt er eine Überraschung: Am Bett des Unternehmers sitzt Staatsanwältin Klemm, die ganz offenbar nicht nur dienstliche Interessen an dem wirren Fall hat, bei dem es auch um die fiktionale Frage geht, ob der kettengetriebene Drahtesel vor 140 Jahren möglicherweise in Münster erfunden wurde.

Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann) i

Mechthild Großmann ist im „Tatort: Die Erfindung des Rades“ ein letztes Mal als Staatsanwältin Wilhelmine Klemm zu sehen.

WDR/Frank Dicks

Das ist die Kritik zum „Tatort: Die Erfindung des Rades“

Der Abschied der 76-jährigen Mechthild Großmann vom „Tatort“ ist ein atmosphärisch sympathischer Film mit ein paar komödiantischen Glanzpunkten, aber alles in allem kein guter Krimi – zu weit hergeholt die Handlung, zu konstruiert die Dramaturgie: Da kommt kaum so etwas wie echte Spannung auf.

Insgesamt bekommt der Krimi aus Münster daher nur zwei von vier Pistolen: Eher was für echte Fans.

Das ist die Besetzung im „Tatort: Die Erfindung des Rades“

Neben den bekannten Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:

  • Axel Prahl als Frank Thiel
  • Jan Josef Liefers als Prof. Karl-Friedrich Boerne
  • ChrisTine Urspruch als Silke Haller „Alberich“
  • Björn Meyer als Mirko Schrader
  • Mechthild Großmann als Wilhelmine Klemm
  • Claus D. Clausnitzer als Herbert Thiel
  • Franz Hartwig als Konstantin Hobrecht
  • Hannes Hellmann als Kurt Hobrecht sen.
  • Simon Steinhorst als Kurz Hobrecht
  • Karolina Lodyga als Klara Hobrecht
  • Oona von Maydell als Maria Hobrecht
  • Heinrich Giskes als Albert Hobrecht
  • Julia Schmitt als Hilde
  • Roman Wieland als Knut Hobrecht
  • Viola Neumann als Dagmar Hobrecht
  • Nikolai Mohr als Kasimir Hobrecht

„Tatort“ am Sonntag: Sendetermine und Mediathek

Der neue Krimi läuft an diesem Sonntag zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:

  • Sonntag, 7. Dezember 2025, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 9. Dezember 2025, um 00:30 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Für gewöhnlich stehen die Sonntagskrimis dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.