Tatort – Das kalte Haus
: So wird der Krimi aus Dresden

Am 07.07.2024 läuft der „Tatort: Das kalte Haus“ im Ersten. Worum es geht, ob sich das Einschalten lohnt und weitere Infos erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Dresden
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Am Sonntag, 07.07.2024, wiederholt das Erste den Tatort: Das kalte Haus aus Dresden

Am Sonntag, 07.07.2024, wiederholt das Erste den „Tatort: Das kalte Haus“ aus Dresden

MDR/MadeFor/Hardy Spitz

Der Sonntagskrimi im Ersten befindet sich noch immer in der Sommerpause. Am 07.07.2024 dürfen sich die ARD-Zuschauenden aber immerhin über eine Wiederholung freuen. Im „Tatort: Das kalte Haus“ müssen sich die beiden Dresdner Kommissarinnen um das rätselhafte Verschwinden einer YouTuberin kümmern.

Worum es genau geht, ob sich das Einschalten lohnt und wer mitspielt, erfahrt ihr hier im Überblick.

Das ist der „Tatort: Das kalte Haus“

Es beginnt wie in einem Horrorfilm der siebziger oder achtziger Jahre: Zwei fröhliche Frauen versorgen sich mitten in der Nacht an einer Tankstelle mit Luftballons und Sekt – die beiden Kommissarinnen Karin Gorniak und Leonie Winkler vergnügen sich nach Feierabend.

Doch dann werden sie zu einem späten Einsatz beordert, und kurz darauf irren die zwei kichernd mit Taschenlampen durch ein gruseliges Anwesen, das an ein Spukschloss erinnert, und entdecken hinter einer Tür ein Bett mit einer riesigen Blutlache. Eigentlich müsste gleich ein irrer Killer mit Ledermaske oder Sturmhaube auftauchen, um mit Kettensäge oder Hackebeil Jagd auf die beiden Frauen zu machen.

Da wir uns aber in einem ganz gewöhnlichen „Tatort“ befinden, lässt sich kurz darauf nur Kommissariatsleiter Schnabel blicken, um seine Kolleginnen zu unterstützen. Was in „Tatort: Das kalte Haus“ folgt, ist ein Sonntagskrimi, bei dem es darum geht, was in dieser besonderen Nacht in diesem merkwürdigen Haus passiert ist.

Darum geht es im „Tatort: Das kalte Haus“

Hat der Unternehmer und Hausherr Simon Fischer seine spurlos verschwundene Frau Kathrin, eine bekannte YouTuberin, im Schlafzimmer umgebracht und ihre Leiche anschließend fortgeschafft? Darüber sind die beiden Kommissarinnen durchaus unterschiedlicher Ansicht, was mit einem Kindheitstrauma der Kollegin Gorniak zu tun hat, von dem bislang nur ihr Vorgesetzter Schnabel wusste.

Mit Simon Fischer präsentiert Regisseurin Anne Zohra Berrached einen ambivalenten Hauptverdächtigen, an dem sich die Geister scheiden und dessen latenter Wahnsinn sich bis zum Schluss immer mehr steigert. Darüber hinaus erweist sich Fischers Spukschloss als bestens ausgerüstetes Smarthome mit Sprachassistent, der auf Befehl nicht nur das Licht an- und ausknipst oder Karin Gorniak um Mitternacht ein fesches Geburtstagsständchen spielt.

Nein, das digitale Helferlein liefert gegen Ende dieses „Tatorts“ auch noch einen entscheidenden Hinweis zur Lösung des verzwickten Falls im smarten Spukhaus, das in Wirklichkeit nicht in Dresden, sondern in einem Leipziger Vorort steht, wo der Großteil dieses „Tatorts“ gedreht wurde.

Hat Simon Fischer (Christian Bayer) seine Frau Kathrin getötet?

Hat Simon Fischer (Christian Bayer) seine Frau Kathrin getötet?

MDR/MadeFor/Hardy Spitz

Bis es soweit ist, müssen sich die beiden Kommissarinnen aber noch durch hochkomplizierte Ermittlungen kämpfen, bei denen ihnen ihr Chef Peter Michael Schnabel keine große Hilfe ist. Im Gegenteil: Der gestresste Bürokrat legt seinen beiden Mitarbeiterinnen eher Steine in den Weg, indem er immer wieder darauf verweist, dass der Hauptverdächtige Fischer mit Samthandschuhen angefasst werden müsse, weil er beste Kontakte zu Staatsanwaltschaft und dem Oberbürgermeister Dresdens habe.

Das geht vor allem Karin Gorniak gegen den Strich, die fest davon überzeugt ist, dass der cholerische Fischer seine Frau gebracht hat. Als Gorniak im Haus mehrere gepackte Koffer von Kathrin Fischer entdeckt, scheint sich ihre Vermutung zu bestätigen, doch Leonie Winkler ist anderer Ansicht.

Wie ist „Das kalte Haus“ aus Dresden?

Der „Tatort: Das kalte Haus“ ist ein stellenweise überdrehter, aber durchaus spannender Sonntagskrimi, der mit einem überraschenden Schluss punkten kann. Dazu gibt es lustige kleine Einlagen, die das Ganze gekonnt auflockern.

Das bringt dem neuen Dresden-„Tatort“ drei von vier Pistolen ein: Kann man nichts falsch machen.

Das ist die Besetzung von „Tatort: Das kalte Haus“

Neben den bekannten Hauptdarstellerinnen sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast des Krimis ist, erfahrt ihr hier:

Rolle – Schauspieler*in

  • Karin Gorniak – Karin Hanczewski
  • Leonie Winkler – Cornelia Gröschel
  • Peter Michael Schnabel – Martin Brambach
  • Simon Fischer – Christian Bayer
  • Kathrin Fischer – Amelie Kiefer
  • Beate Lindweg – Katharina Behrens
  • Norman Wagner – Robert Schupp
  • Eva Kriegler – Nadja Stübiger
  • Kliemann – Karina Plachetka
  • Josefa Malinka – Oda Jekaterina Pretzschner
  • Konsti – Tillmann Eckardt
  • Chris – Anton Löwe
  • Forensiker – Michael S. Ruscheinsky
  • Timo Lose – Albrecht Goette

„Tatort: Das kalte Haus“: Sendetermine und Mediathek

Alle Sendetermine zu „Tatort: Das kalte Haus“ auf einen Blick:

  • Sonntag, 07.07.2024, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Sonntag, 07.07.2024, um 21:40 Uhr auf ONE
  • Montag, 08.07.2024, um 23:55 Uhr im Ersten

In der ARD Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Für gewöhnlich steht der Sonntagskrimi dort nach der Ausstrahlung auch noch ein bis sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.