Tatort – Das jüngste Geißlein: So war der Krimi aus Freiburg

Am Sonntag, 4. Januar 2026, läuft der „Tatort: Das jüngste Geißlein“ aus Freiburg im Ersten.
SWR/Benoît LinderDer Sonntagskrimi hat die Zuschauerinnen und Zuschauer mal wieder in den Schwarzwald entführt: Am 4. Januar 2026 lief der neue „Tatort: Das jüngste Geißlein“ aus Freiburg im Ersten. Darin müssen sich die Ermittler Berg und Tobler um ein traumatisiertes Kind kümmern.
Worum geht es genau und wer spielt mit? Hier findet ihr alle Infos zum neuen Krimi.
Das ist der neue „Tatort“ aus Freiburg
Für Friedemann Berg brechen harte Zeiten an: Nach seinem letzten Einsatz ist der Freiburger Kommissar suspendiert und sieht sich einer internen Untersuchung gegenüber. Gleichzeitig steckt er in privaten Problemen fest – den heruntergekommenen Bauernhof seiner Vorfahren im tiefen Schwarzwald wird er einfach nicht los, obwohl er dort seit Längerem eher notdürftig lebt.
Berg ist desillusioniert und vernachlässigt sich selbst, bis ein neuer Fall plötzlich seinen Ermittlergeist wieder entfacht.
Darum geht es im „Tatort: Das jüngste Geißlein“
In einem der Häuser des Dorfes hört Berg plötzlich das leise Schluchzen eines Kindes. Er verschafft sich durch ein Fenster Zutritt und entdeckt die kleine Eliza, die sich in einem Uhrenkasten versteckt hat. Ihre Eltern sind verschwunden, und Blutspuren im Haus lassen vermuten, dass sich hier ein Verbrechen ereignet hat. Eliza jedoch lebt in ihrer eigenen Märchenwelt – für sie steht fest, dass sie sich vor dem bösen Wolf in Sicherheit bringen musste.
Da das schwer traumatisierte Kind kaum kommuniziert, fällt es Kommissarin Franziska Tobler äußerst schwer, Erkenntnisse über die Geschehnisse im Haus zu gewinnen. Zu Friedemann Berg hingegen, der auf Eliza wie ein gutmütiger Waldgeist wirkt, fasst das Mädchen Vertrauen. So gerät der zwangsbeurlaubte Kommissar erneut tief in die Ermittlungen.
Gemeinsam mit Tobler geht er zunächst von einem Beziehungsdrama aus, doch bald verdichtet sich alles zu einer zentralen Frage: Wer ist der „böse Wolf“ in dieser offenkundigen Familientragödie – und was hat er Eliza und ihrer Familie angetan?
Auch die Kinderpsychologin Dr. Evelyn Kaltenstein, die Eliza seit längerer Zeit betreut, erweist sich als wenig hilfreich und scheint etwas zu verschweigen. Als schließlich Elizas Vater tot in einem See aufgefunden wird, steht fest, dass er ermordet und ins Wasser geworfen wurde. Vom Verbleib der Mutter jedoch fehlt weiterhin jede Spur.

Eliza (Hanna Heckt, r.) fantasiert sich andere Kinder herbei, mit denen sie fröhlich sein kann.
SWR/Benoît LinderDas ist die Kritik zum „Tatort: Das jüngste Geißlein“
Im „Tatort: Das jüngste Geißlein“ treffen die märchenhaft-versponnenen Wahrnehmungen des kleinen Mädchens Eliza auf die nüchterne, mitunter auch manipulative Sichtweise der Erwachsenen. Regisseur Rudi Gaul setzt diesen psychologisch spannenden Gegensatz immer wieder eindrucksvoll in Szene.
Elizas Lieblingsmärchen „Der Wolf und die sieben Geißlein“ durchzieht diesen außergewöhnlichen „Tatort“ als zentrales Leitmotiv und spiegelt sich in zahlreichen Details wider – vom Uhrenkasten bis hin zu den Wackersteinen. Prägnante Bilder der verschneiten Schwarzwaldlandschaft sowie die in blassen Farbtönen inszenierten Visionen des von allen verlassenen Mädchens verleihen dem sehenswerten Krimi eine märchenhafte Stimmung.
Insgesamt bekommt der Krimi aus Freiburg daher drei von vier Pistolen: Kann man nichts falsch machen.
Das ist die Besetzung im „Tatort: Das jüngste Geißlein“
Neben den bekannten Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:
- Eva Löbau als Franziska Tobler
- Hans-Jochen Wagner als Friedemann Berg
- Hanna Heckt als Eliza
- Mina Tander als Dr. Kaltenstein
- Stefan Wilkening als Jakob Wolburg
- Amal Keller als Nuri Basak
- Viorica Prepelita als Valea Baciu
- Georg Schmiechen als Dr. Rohrbach
- Michaela Caspar als Margit
- Cornelia Schmidt als Petra Decker
- Marc Skanderberg als Dorin Zaharia
- Luisa Anna Minu Karpf als Geißlein Feli
„Tatort“ am Sonntag: Sendetermine und Mediathek
Der neue Krimi läuft an diesem Sonntag zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:
- Sonntag, 4. Januar 2026, um 20:15 Uhr im Ersten
- Dienstag, 6. Januar 2026, um 01:10 Uhr im Ersten
In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Für gewöhnlich stehen die Krimis dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.