Tatort heute
: So wird der Borowski-Krimi aus Kiel

Am 9. August 2026 läuft der „Tatort: Borowski und das ewige Meer“ im Ersten. Ob sich das Einschalten bei der Wiederholung lohnt, worum es geht und wer mitspielt, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Kiel
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Am Sonntag, 10.11.2024, läuft der „Tatort: Borowski und das ewige Meer“ aus Kiel im Ersten

Am Sonntag, 9. August 2026 läuft der „Tatort: Borowski und das ewige Meer“ aus Kiel im Ersten.

NDR/Thorsten Jander

Der Sonntagskrimi im Ersten befindet sich immer noch in der Sommerpause. Die ARD-Zuschauerinnen und -Zuschauer müssen sich somit noch mit Wiederholungen begnügen. Am 9. August 2026 steht mit dem „Tatort: Borowski und das ewige Meer“ ein Fall aus Kiel an. Darin muss der Kommissar den Tod von drei Klimaaktivisten aufklären und stößt dabei auf eine geheimnisvolle Anführerin.

Lohnt sich das Einschalten? Worum geht es genau und welche Darstellenden sind im Cast? Das verraten wir euch hier.

Das ist der Fall aus Kiel

Mehr als 20 Jahre bereicherte er in der Rolle des listig-verschrobenen Kommissars Klaus Borowski die ARD-Krimireihe „Tatort“, doch mittlerweile ist für ihn Schluss mit Mord und Totschlag: Axel Milberg ist ausgestiegen, 2025 waren seine letzten beiden neuen Einsätze als Borowski zu sehen.

Doch jetzt dürfen der Kieler Ermittler und seine Kollegin Mila Sahin noch einmal ran, und zwar in der Wiederholung des Sonntagskrimis „Tatort: Borowski und das ewige Meer“.

Sie müssen den rätselhaften Tod von gleich drei jungen Menschen aufklären, die tot am Strand gefunden werden und Mitglieder einer sektenähnlichen Gruppe von Klimaaktivisten waren, die unter anderem gegen ein Bauprojekt demonstrieren.

Dabei werden die Klimaschützer rund um die fanatische Leonie Mewes von einer charismatischen Influencerin namens Zenaida angeleitet, die sich ihren Anhängern, darunter viele junge Frauen, nur in Form von kurzen Videobotschaften mitteilt.

Darum geht es im „Tatort: Borowski und das ewige Meer

Der alte Mann und das Meer: Die erste Tote in diesem drittletzten und leider missglückten Fall des Kommissars Borowski wird an einem Strand unweit von Kiel gefunden, kurz darauf liegt dort eine zweite Leiche.

Auf dem Rücken der ertrunkenen jungen Frau ist das Gedicht „Der Tod des Meeres“ der chilenischen Dichterin Gabriela Mistral tätowiert. Die Spur führt zu einer Gruppe von Umweltaktivisten, die sich dem Kampf gegen die globale Erhitzung, die Verschmutzung der Ostsee und ein gigantisches Bauprojekt an der Küste verschrieben haben.

Der Bewegung gehörte auch ein junger Mann an, der kurz darauf tot angeschwemmt wird. In allen drei Leichen werden bei der Obduktion Spuren von K.-o.-Tropfen gefunden. Stellt sich den Ermittlern natürlich die Frage, ob die Betäubungsmittel den jungen Umweltaktivisten gewaltsam verabreicht wurden oder ob sie die Tropfen in suizidaler Absicht freiwillig geschluckt haben und ins Wasser gegangen sind.

Klaus Borowski, der das Vertrauen der Klimaschützerin Leonie gewinnt, stößt schon bald auf die geheimnisvolle Anführerin Zenaida, die ihre Befehle per Smartphone übermittelt und eine große Demonstration geplant hat. Die Ermittler sind alarmiert: Müssen sie mit einem sektenähnlichen Massenselbstmord am Strand rechnen?

Haben die Klimaproteste der Gegend etwas mit dem Mordfall zu tun?

Haben die Klimaproteste der Gegend etwas mit den Mordfällen zu tun?

NDR/Thorsten Jander

Wie ist die Kritik zum „Tatort: Borowski und das ewige Meer“?

Mit der von Milena Tscharntke gespielten Zenaida, die ihren Jüngern Botschaften im Stile eines Sektengurus zukommen lässt, hat es etwas ganz Besonderes auf sich. Das wissen Borowski und Sahin anfangs nicht, und darauf basiert die durchaus clevere Pointe in diesem Film.

Abgesehen davon ist der von Katharina Bischof inszenierte „Tatort“ aber ein überkonstruierter und reichlich verstiegener Sonntagskrimi, der zwar die großen Themen Klimawandel und Künstliche Intelligenz thematisiert, aber kaum spannend ist.

Dafür gibt es nach einem albernen Science-Fiction-Showdown mit Borowski im Fahrstuhl zum Schluss auch noch so etwas wie eine moralische Ermahnung ans Publikum, die von einem eindringlichen Blick des Kommissars mitten in die Kamera verstärkt wird – ein fragwürdiges Ende mit steil erhobenem Zeigefinger.

Das bringt dem Krimi aus Kiel zwei von vier Pistolen ein: Eher was für echte Fans.

Das ist Besetzung im „Tatort: Borowski und das ewige Meer“

Neben den Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder verschiedene Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:

  • Axel Milberg als Klaus Borowski
  • Almila Bagriacik als Mila Sahin
  • Thomas Kügel als Roland Schladitz
  • Milena Tscharntke als Zenaida
  • Johanna Götting als Leonie Mewes
  • Pauline Fusban als Sofia Hoffmann
  • Tatja Seibt als Antonella Hoffmann
  • Jonathan Berlin als Benno Sitter
  • Thea Ehre als Paula Rinck

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Der Krimi lief erstmals im November 2024. Die aktuellen Sendetermine seht ihr hier:

  • Sonntag, 9. August 2026, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 11. August 2026, um 00:00 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.