Tatort – Borowski und das ewige Meer
: So war der Krimi aus Kiel

Am 10.11.2024 lief der „Tatort: Borowski und das ewige Meer“ im Ersten. Worum es ging, ob sich das Einschalten lohnte und wer mitspielte, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Kiel
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Am Sonntag, 10.11.2024, läuft der „Tatort: Borowski und das ewige Meer“ aus Kiel im Ersten

Am Sonntag, 10.11.2024, lief der „Tatort: Borowski und das ewige Meer“ aus Kiel im Ersten.

NDR/Thorsten Jander
  • Am 10.11.2024 läuft der „Tatort: Borowski und das ewige Meer“ im Ersten.
  • Kommissar Borowski klärt den Tod von drei Klimaaktivisten.
  • Charismatische Influencerin Zenaida ist verdächtig.
  • Axel Milberg beendet 2025 seine Rolle als Borowski nach über 20 Jahren.
  • Kritik: Wenig Spannung, zwei von vier Pistolen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Sonntag, 10. November 2024, lief im Ersten der „Tatort: Borowski und das ewige Meer“. In dem Krimi geht es um den Kieler Kommissar, der den Tod von drei Klimaaktivisten aufklären muss und dabei auf eine geheimnisvolle Anführerin stößt.

Lohnte sich das Einschalten? Worum ging es genau und welche Darstellenden waren im Cast? Das verraten wir euch hier.

Das ist der neue Fall aus Kiel

Seit mehr als 20 Jahren bereichert er in der Rolle des listig-verschrobenen Kommissars Klaus Borowski die ARD-Krimireihe „Tatort“, doch bald ist für ihn Schluss mit Mord und Totschlag: Axel Milberg steigt aus, 2025 sind seine letzten beiden Einsätze als Borowski zu sehen.

Dieses Jahr dürfen der Kieler Ermittler und seine Kollegin Mila Sahin noch einmal ran, und zwar im Sonntagskrimi „Tatort: Borowski und das ewige Meer“.

Sie müssen den rätselhaften Tod von gleich drei jungen Menschen aufklären, die tot am Strand gefunden werden und Mitglieder einer sektenähnlichen Gruppe von Klimaaktivisten waren, die unter anderem gegen ein Bauprojekt demonstrieren.

Dabei werden die Klimaschützer rund um die fanatische Leonie Mewes von einer charismatischen Influencerin namens Zenaida angeleitet, die sich ihren Anhängern, darunter viele junge Frauen, nur in Form von kurzen Videobotschaften mitteilt.

Darum geht es im „Tatort: Borowski und das ewige Meer

Der alte Mann und das Meer: Die erste Tote in diesem drittletzten und leider missglückten Fall des Kommissars Borowski wird an einem Strand unweit von Kiel gefunden, kurz darauf liegt dort eine zweite Leiche.

Auf den Rücken der ertrunkenen jungen Frau ist das Gedicht „Der Tod des Meeres“ der chilenischen Dichterin Gabriela Mistral tätowiert. Die Spur führt zu einer Gruppe von Umweltaktivisten, die sich dem Kampf gegen die globale Erhitzung, die Verschmutzung der Ostsee und ein gigantisches Bauprojekt an der Küste verschrieben haben.

Der Bewegung gehörte auch ein junger Mann an, der kurz darauf tot angeschwemmt wird, in allen drei Leichen werden bei der Obduktion Spuren von K.-o.-Tropfen gefunden. Stellt sich den Ermittlern natürlich die Frage, ob die Betäubungsmittel den jungen Umweltaktivisten gewaltsam verabreicht wurden oder ob sie die Tropfen in suizidaler Absicht freiwillig geschluckt haben und ins Wasser gegangen sind.

Klaus Borowski, der das Vertrauen der Klimaschützerin Leonie gewinnt, stößt schon bald auf die geheimnisvolle Anführerin Zenaida, die ihre Befehle per Smartphone übermittelt und eine große Demonstration geplant hat. Die Ermittler sind alarmiert: Müssen sie mit einem sektenähnlichen Massenselbstmord am Strand rechnen?

Haben die Klimaproteste der Gegend etwas mit dem Mordfall zu tun?

Haben die Klimaproteste der Gegend etwas mit den Mordfällen zu tun?

NDR/Thorsten Jander

Wie ist die Kritik zum „Tatort: Borowski und das ewige Meer“?

Mit der von Milena Tscharntke gespielten Zenaida, die ihren Jüngern Botschaften im Stile eines Sektengurus zukommen lässt, hat es etwas ganz Besonderes auf sich. Das wissen Borowski und Sahin anfangs nicht und darauf basiert die durchaus clevere Pointe in diesem Film.

Abgesehen davon ist der von Katharina Bischof inszenierte „Tatort“ aber ein überkonstruierter und reichlich verstiegener Sonntagskrimi, der zwar die großen Themen Klimawandel und Künstliche Intelligenz thematisiert, aber kaum spannend ist.

Dafür gibt es nach einem albernen Science-Fiction-Showdown mit Borowski im Fahrstuhl zum Schluss auch noch so etwas wie eine moralische Ermahnung ans Publikum, die von einem eindringlichen Blick des Kommissars mitten in die Kamera verstärkt wird – ein fragwürdiges Ende mit steil erhobenem Zeigefinger.

Das bringt dem Krimi aus Kiel zwei von vier Pistolen ein: Puh! Eher was für echte Fans.

Das ist die „Tatort“-Besetzung am 10.11.2024

Neben den Hauptfiguren sind wie immer auch verschiedene Episodenrollen zu sehen. Wer die Darstellenden im neuen Krimi sind, erfahrt ihr hier:

Rolle – Schauspieler*in

  • Klaus Borowski – Axel Milberg
  • Mila Sahin – Almila Bagriacik
  • Roland Schladitz – Thomas Kügel
  • Zenaida – Milena Tscharntke
  • Leonie Mewes – Johanna Götting
  • Sofia Hoffmann – Pauline Fusban
  • Antonella Hoffmann – Tatja Seibt
  • Benno Sitter – Jonathan Berlin
  • Paula Rinck – Thea Ehre

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Die Sendetermine des „Tatort“ aus Kiel auf einen Blick:

  • Sonntag, 10.11.2024, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 12.11.2024, um 00:40 Uhr im Ersten

In der ARD-Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.