Tatort heute
: So sehenswert wird „Azra“ aus Wien

Am 12. Juli 2026 läuft der „Tatort: Azra“ im Ersten. Ob sich das Einschalten bei der Wiederholung lohnt, worum es geht und wer mitspielt, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Wien
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Im „Tatort: Azra“ ermitteln die Wiener Kommissare Moritz Eisner (Harald Krassnitzer, 2.v.l.) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser, l.) im Clan-Milieu.

ARD Degeto/ORF/Darryl Oswald

Während der Sommerpause des Sonntagskrimis müssen sich die ARD-Zuschauerinnen und -Zuschauer mit Wiederholungen begnügen. Am 12. Juli 2026 steht mit dem „Tatort: Azra“ ein Fall aus Wien an. Darin wurde der Bruder eines Clan-Bosses ermordet. Das führt die Kommissare Eisner und Fellner in das gefährliche Mafia-Milieu.

Lohnt sich das Einschalten? Worum ging es genau und welche Darstellenden sind im Cast? Alle Infos zum Krimi aus Österreich erfahrt ihr hier.

Das ist der „Tatort: Azra“ aus Wien

Ein mächtiger Mafioso wird erschossen, ein entschlossener Kommissar handelt auf eigene Faust, und kurz darauf verschwindet eine junge Undercover-Ermittlerin: Der neue „Tatort“ aus Wien hat alles, was ein packender Thriller braucht.

Oberstleutnant Moritz Eisner – so lautet der entsprechende Dienstgrad bei der österreichischen Polizei – gerät diesmal in arge Not. Er hat die aparte Azra einst von der Straße weg rekrutiert. Als der Bruder von Mafiaboss Datviani eines Nachts auf offener Straße erschossen wird, spornt Eisner die Undercover-Ermittlerin dazu an, in der Hierarchie des georgischen Clans aufzusteigen, um so an brisante Informationen zu kommen.

Darum geht es im „Tatort: Azra“

Ein gefährlicher Plan, von dem Kollegin Eva Brunner von der Abteilung Wirtschaftskriminalität dringend abrät. Sie wird seit längerer Zeit von Azra mit brisantem Material über die wirtschaftskriminellen Aktivitäten des Datviani-Clans versorgt und will ihre Quelle nicht gefährden.

Moritz Eisner will dagegen in erster Linie den Mord aufklären und handelt auf eigene Faust, als er der jungen Frau den Auftrag erteilt, tiefer in die Strukturen der organisierten Kriminalität in Wien einzutauchen. Die mutige Undercover-Ermittlerin glaubt, dass Clanchef Beka Datviani höchstpersönlich hinter dem Mord an seinem Bruder steckt und begibt sich bei ihren Nachforschungen in höchste Gefahr.

Als Azra spurlos verschwindet, macht sich Moritz Eisner schwere Vorwürfe und sucht bei Bibi Fellner Trost. Die vertraulichen Gespräche der beiden auf dem Dach des Polizeipräsidiums gehören ja mittlerweile zum „Tatort“ wie einst die Treffen der Kölner Kommissare an der berühmten Wurstbude am Rhein.

In einem fulminanten Thriller-Showdown machen Oberstleutnant Eisner und Major Fellner einen mutmaßlichen Täter dingfest und der Fall scheint gelöst. Doch dann kommt alles anders als gedacht.

Im Wiener „Tatort“ wird Azra (Mariam Hage) für die Kommissare Eisner und Fellner zum Schlüssel in ihrem aktuellen Fall.

ARD Degeto/ORF/Darryl Oswald

Wie ist die Kritik zum „Tatort: Azra“ aus Wien?

Regisseur Dominik Hartl scheut im Krimi „Tatort: Azra“ keineswegs davor zurück, mit klassischen und altbewährten Genrezutaten die Spannung hochzuhalten: Da muss sich die verdeckte und erstaunlich schlagkräftige Ermittlerin Azra vor den Augen des georgischen Mafiabosses Beka Datviani im Nahkampf gegen dessen brutalen Neffen und einen muskelbepackten Leibwächter beweisen, um das Vertrauen des Paten zu gewinnen.

Oder sie muss während eines rauschenden Festes in der Protzvilla des undurchsichtigen Clanchefs einen Schlüssel aus dessen Schlafzimmer klauen, was Kommissar Moritz Eisner ohne Wissen seiner Kollegin Bibi Fellner mit angehaltenem Atem durchs Fernglas beobachtet – und die Zuschauenden mit ihm.

Der Wiener Krimi thematisiert zwar auch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge und Gefahren der organisierten Clankriminalität – ein kriminelles Krebsgeschwür, das es in Wien genauso gibt wie in Berlin oder dem Ruhrgebiet. Aber er macht kein soziologisches Seminar daraus, sondern konzentriert sich lieber darauf, eine spannende Geschichte rund um fiese Gangster und überforderte Polizisten am Rande des Nervenzusammenbruchs zu erzählen.

Das macht den Krimi aus Österreich nach einem starken Drehbuch von Sarah Wassermair zu etwas ganz Besonderem. Das bringt „Azra“ vier von vier Pistolen ein: Gucken! Spricht am Montag jeder darüber.

Das ist die Besetzung im Wiener „Tatort“

Neben den beiden Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder verschiedene Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:

  • Harald Krassnitzer als Moritz Eisner
  • Adele Neuhauser als Bibi Fellner
  • Mariam Hage als Azra
  • Lasha Bakradze als Beka Datviani
  • Mariam Avaliani als Tinatin Datviani
  • Vladimir Korneev als Irakli Datviani
  • Zeynep Buyrac als Eva Brunner
  • Jevgenij Sitochin als Wassili
  • Hubert Kramar als Ernst Rauter
  • Temiko Chichinadze als Luka Datviani
  • Marcel Wahab als Mikhail
  • Christoph Bittenauer als Uniformierter
  • Markus Hamele als BKA Beamter Hannes
  • Ahmet Simsek als WEGA Einsatzleiter
  • Boris Hatchatourov als Trainer

„Tatort: Azra“: Sendetermine und Mediathek

Der sehenswerte Krimi lief erstmals im Mai 2023. Die aktuellen Sendetermine seht ihr hier:

  • Sonntag, 12. Juli 2026, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Montag, 13. Juli 2026, um 23:55 Uhr im Ersten

In der ARD Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.