Tatort Angst im Dunkeln
: So sehenswert war der Krimi aus Bremen

Am 29. Juni 2025 strahlte das Erste den „Tatort: Angst im Dunkeln“ aus. Ob sich das Einschalten lohnte, worum es ging und wer mitspielte, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Bremen
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Zum Start in die Sommerpause zeigt das Erste am 29. Juni 2025 den „Tatort: Angst im Dunkeln“ aus Bremen.

Zum Start in die Sommerpause zeigte das Erste am 29. Juni 2025 den „Tatort: Angst im Dunkeln“ aus Bremen.

Radio Bremen/Claudia Konerding

Der Sonntagskrimi im Ersten befindet sich jetzt offiziell in der Sommerpause. Ab sofort zeigt der Sender Wiederholungen. Den Auftakt machte am 29. Juni 2025 ein Krimi aus Bremen: Im „Tatort: Angst im Dunkeln“ wird ein Mikroabenteuer zum Horror, als drei Freundinnen ohne technische Hilfsmittel aus dem tiefen Wald zurück nach Hause finden wollten.

Lohnte sich das Einschalten? Worum ging es genau und welche Darstellenden waren im Cast? Das verraten wir euch hier.

Das ist der Fall „Angst im Dunkeln“ aus Bremen

Im „Tatort: Angst im Dunkeln“ wird der Trend des „Scout Dropping“ genauer thematisiert. Dabei setzen Eltern ihre Kinder mitten im Wald aus, und diese müssen dann herausfinden, wie sie wieder nach Hause kommen. Dadurch soll der Nachwuchs abgehärtet und auf den gnadenlosen Lebensdschungel vorbereitet werden, glauben die Anhänger dieses aus Holland stammenden und enorm riskanten Pfadfinderspiels.

In „Tatort: Angst im Dunkeln“ probieren drei Mütter diesen Trend für ihre Kinder in einem finsteren Wald aus, aber nur zwei kommen wohlbehalten zurück. Der Krimi spielt sich aber nicht nur im grünen Tann ab, sondern auch im gehobenen Bremer Stadtteil Schwachhausen, wo sich hinter gepflegten Jugendstil-Fassaden wahre Ehetragödien ereignen.

Ein schwieriger Fall für die Bremer Kommissarinnen Liv Moormann und Linda Selb, die lange Zeit auf dem Holzweg sind, bevor ihnen ein Licht aufgeht.

Darum geht es im „Tatort: Angst im Dunkeln“

Drei Frauen, ein Gedanke: Um ihre behüteten Kinder aus der Wohlfühlzone zu schubsen, wollen die wohlsituierten Damen Marlene Seifert, Ayla Ömer und Viola Klemm die Teenager auf eine Dropping-Mission schicken.

Damit sie sicher sein können, dass ihren Kindern dabei nichts passiert, will das Freundinnen-Trio selber testen, wie sich so ein Trip ins Unbekannte anfühlt. Also lassen sie sich die Augen verbinden und mit einem Kompass und Proviant ausgerüstet mitten in einem Waldgebiet nahe der Hansestadt aussetzen. Doch der Weg nach Hause wird zu einem wahren Horrortrip.

Nach einer langen und sehr kalten Nacht im Zelt ist Marlene Seifert spurlos verschwunden, die beiden anderen erhalten auf ihren Handys Fotos ihrer toten Freundin, deren Leiche Stunden später gefunden wird. Hat etwa der unheimliche „Handy-Man“, der vor Jahren Camperinnen beim Schlafen heimlich fotografierte und seine Frau umgebracht haben soll, wieder zugeschlagen?

Bevor sich Liv Moormann den unheimlichen Sonderling vorknöpft, begibt sie sich mit ihrer Kollegin Selb in den Stadtteil Schwachhausen, um im sozialen Umfeld des Mordopfers zu recherchieren.

Schon bald stellt sich heraus, dass es sich bei der Ermordeten um ein ziemliches Biest handelte, die schon einige Leute vor den Kopf gestoßen hat. Die Kommissarinnen fühlen Marlenes Ehemann Klaus Seifert auf den Zahn und kriegen heraus, dass er ein Verhältnis mit Ayla Ömer hat und sich mit ihr im Wald traf.

Die Freundinnen Viola Klemm (Sophie Lutz, 2. v. l.), Marlene Seifert (Inez Bjørg David, M.) und Ayla Ömer (Pegah Ferydoni, r.) wollen herausfinden, ob das „Dropping“ im unbekannten Terrain für ihre behüteten Teenager-Kinder sicher ist.

Radio Bremen/Claudia Konerding

„Tatort“-Kritik: Wie ist „Angst im Dunkeln“?

Der angebliche Trend des „Scout Dropping“ eignet sich hervorragend als Ausgangsidee für einen TV-Krimi: Die Autorin Kirsten Peters hat daraus ein Drehbuch für einen spannenden „Tatort“ gemacht, bei dem drei Mütter in den finsteren Wald gehen, aber nur zwei wohlbehalten zurückkommen.

Der Krimi wird auf zwei Zeitebenen erzählt und hat einen Hauch Ähnlichkeit zu dem Gruselklassiker „Blair Witch Project“. Gaststar im gelungenen Wald-Krimi aus Bremen ist TV-Hüne Henning Baum, der den undurchsichtigen Gatten des Mordopfers spielt.

Alles in allem hat Regisseurin Leah Striker mit dem in Bremen und in einem Waldstück bei Schwanewede gedrehten „Tatort“ einen rundum packenden Krimi abgeliefert.

Das bringt dem Film aus Bremen drei von vier Pistolen ein: Kann man nichts falsch machen.

Das ist die „Tatort“-Besetzung am 29. Juni 2025

Neben den Hauptfiguren sind wie immer auch verschiedene Episodenrollen zu sehen. Wer die Darstellenden im Krimi sind, erfahrt ihr hier:

  • Jasna Fritzi Bauer als Liv Moormann
  • Luise Wolfram als Linda Selb
  • Pegah Ferydoni als Ayla Ömer
  • Sophie Lutz als Viola Klemm
  • Inez Bjørg David als Marlene Seifert
  • Claudia Geisler-Bading als Johanna Selb
  • Henning Baum als Klaus Seifert
  • Özgür Karadeniz als Emre Ömer
  • Matthias Lier als Mirko Klemm
  • Alexander Wüst als Werner B.
  • Lucy Gartner als Lily Seifert
  • Joel Akgün als Deniz Ömer
  • Carl Bagnar als Anselm Klemm
  • Marie Becker als Imogen Klemm
  • Patrick Isermeyer als Simon

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Die Erstausstrahlung des Bremen-Krimis war am 1. April 2024. Jetzt zeigt das Erste den „Tatort“ erneut in der diesjährigen Sommerpause.

Die aktuellen Sendetermine auf einen Blick:

  • Sonntag, 29. Juni 2025, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 1. Juli 2025, um 00:40 Uhr im Ersten

In der ARD Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.