Rosenthal
: So war der „Fernsehfilm der Woche“ über Hans Rosenthal

Am 7. April 2025 zeigte das ZDF den Film „Rosenthal“ anlässlich des 100. Geburtstags des Moderators. Worum ging es? Wer spielte mit? Alle Infos bekommt ihr hier.
Von
Jana Knapp,
Daniela Westermayer
Berlin
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Hans Rosenthal (Florian Lukas, 2.v.l.) ist 1978 einer der prominentesten Showmaster, begleitet von seinem Team Mady Riehl (Theresia Wald, r.), "Ekki" Fritsch (Timo Dierkes, 2.v.r.) und Brigitte Xander (Katharina Völkl, l.).

Am Montag, 7. April 2025, lief der Film „Rosenthal“ im ZDF.

ZDF/Ella Knorz
Das ZDF zeigt am 7. April 2025 den Film „Rosenthal“ anlässlich des 100. Geburtstags des Moderators Hans Rosenthal. Der Film thematisiert Rosenthals Leben und seine inneren Konflikte zwischen seiner Karriere und seiner Biografie als Holocaust-Überlebender. Hauptrolle übernimmt Florian Lukas. Gedreht wurde im August und September 2024 in Bayern, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In diesem Monat wäre der deutsche Fernsehmoderator Hans Rosenthal 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigte das ZDF am 7. April 2025 den Spielfilm „Rosenthal“.

Dieser erzählt nicht nur die Lebensgeschichte des beliebten Quizmasters, sondern beleuchtet auch seine inneren Konflikte – insbesondere den Zwiespalt zwischen seiner Karriere im Showgeschäft und seiner Biografie als Holocaust-Überlebender.

Worum geht es genau? Wer spielt mit und wo wurde gedreht? Alle Infos rund um die Ausstrahlung, Handlung, Besetzung und Drehorte des Films findet ihr hier im Überblick.

„Rosenthal“: Sendetermin und Sendezeit

„Rosenthal“ wurde im April erstmals im ZDF ausgestrahlt. Eine Wiederholung war nicht geplant.

Der Sendetermin samt Sendezeit im Überblick:

  • Montag, 7. April 2025, um 20:15 Uhr im ZDF

Gibt es „Rosenthal“ in der ZDF-Mediathek?

Wer das Drama nicht im linearen Fernsehen verfolgen konnte, hat Glück: „Rosenthal“ ist schon seit dem 22. März 2025 in der ZDF-Mediathek verfügbar. Dort könnt ihr euch den Film ansehen, wann immer ihr wollt.

Worum geht es in „Rosenthal“?

Publikumsliebling Hans Rosenthal steckt in einem moralischen Dilemma. Als jüdischer Jugendlicher im Nazi-Deutschland der 40er-Jahre musste er zwei Jahre untertauchen und miterleben, wie sein zehnjähriger Bruder Gert deportiert und ermordet wurde.

Jahrzehnte später soll er ausgerechnet am Jahrestag dieses Ereignisses die Deutschen mit „Dalli Dalli“ unterhalten – und sich selbst feiern? Eine Einladung des Zentralrats der Juden zur Gedenkfeier neben Helmut Schmidt verstärkt sein inneres Ringen.

Rosenthal, der seine jüdische Herkunft bisher aus der Öffentlichkeit heraushielt, versucht, den Sendetermin zu verschieben – doch das ZDF lehnt ab. Während der kritische Tag näher rückt, fühlt er, dass seine Generation von der Zeit überholt wird. Rebecca, eine junge Frau aus der jüdischen Gemeinde, kritisiert ihn als Symbol der Verdrängung, während seine Frau Traudl ihn ermutigt, sich seiner Vergangenheit zu öffnen.

Ein letzter Versuch, die Show zu verschieben, scheitert. Während am 9. November 1978 die Gedenkfeier in der Kölner Synagoge stattfindet, kämpft Rosenthal in den Münchner FSM Studios mit Selbstzweifeln und Erinnerungen. Kurz vor der Livesendung erhält er unerwartete Unterstützung.

Diese Erfahrung führt zu einer inneren Wende: Minuten vor der Show öffnet sich Rosenthal in einer bewegenden Ansprache seinem Team. Wenige Monate später teilt er seine Geschichte schließlich mit der deutschen Öffentlichkeit – in einem biografischen Buch.

Showleiter Dr. Hummel (Hans-Jochen Wagner, r.) besucht Hans Rosenthal (Florian Lukas, l.) bei den Dalli-Dalli-Proben in München. (Komparsen im Bild)

Showleiter Dr. Hummel (Hans-Jochen Wagner, r.) besucht Hans Rosenthal (Florian Lukas) bei den „Dalli Dalli“-Proben in München.

ZDF/Ella Knorz

Die Besetzung von „Rosenthal“ im Überblick

Die Hauptrolle des Hans Rosenthal wird von dem deutschen Schauspieler Florian Lukas verkörpert. Dieser dürfte euch schon aus diversen „Die drei ???“-Produktionen bekannt sein. Wer sonst noch im Cast ist, seht ihr hier in der Besetzungsliste:

  • Florian Lukas als Hans Rosenthal
  • Claude Albert Heinrich als Hans Rosenthal (in jungen Jahren)
  • Silke Bodenbender als Traudl Rosenthal
  • Hans-Jochen Wagner als Dr. Horst Hummel
  • Niklas Hummel als Werner Dorfner
  • Benjamin-Lew Klon als Rabbiner Korngold
  • Anatole Taubman als Elias Gleitmann
  • Maya Sara Unger als Rebecca Grodzinski
  • Inge Maux als Oma Grodzinski
  • Rike Eckermann als Ida Jauch
  • Teresa Rizos als Monika Sundermann
  • Timo Dierkes als Ekkehard Fritsch
  • Theresia Wald als Mady Riehl
  • Katharina Völkl als Brigitte Xander
  • Ines Honsel als Regieassistentin Uli Pfeifer
  • Andreas Bittl als Aufnahmeleiter Rudi Reiter
  • Julius Gause als Gert Rosenthal (Sohn)
  • Josefine Keller als Gerts Freundin Fritzi
  • Marta Martin als Birgit Rosenthal
  • Lucas Lentes als Hans-Georg Hofmann (Birgits Mann)
  • Theo Hache als Enkel Felix
  • Rinit Selmani als Gert Rosenthal (Bruder als Junge)
  • Johannes Silberschneider als Dr. Weidenbach
  • Katharina M. Schubert als Chefsekretärin Helga
  • Bernd Grawert als ZDF-Abteilungsleiter Gerling
  • Vassilissa Reznikoff als Reporterin
  • Jakob Tögel als Fotoreporter
  • David Baalcke als Techniker Thomas Huber
  • Roberto Thoenelt als Horst Kranzler (uniformiert)
  • Ingolf Müller-Beck als Militärarzt
  • Thomas Dosch als Militärarzt
  • Mike Solbach als Unteroffizier
  • Franziska Rieck als Köchin im Waisenhaus
  • Florian Karlheim als Kostümbildner

Wann und wo wurde der Film gedreht?

„Rosenthal“ wurde vom 5. August bis zum 6. September 2024 in Bayern, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gedreht. Über konkrete Locations war vorab allerdings nichts bekannt.

Wer war Hans Rosenthal?

Hans Rosenthal war ein deutscher Fernseh- und Radiomoderator, der vor allem durch die Show „Dalli Dalli“ bekannt wurde. Während des NS-Regimes musste er als jüdischer Jugendlicher zwei Jahre untertauchen und verlor seinen Bruder durch die Nazis.

Nach dem Krieg startete er seine Karriere beim Rundfunk und wurde später mit seiner humorvollen Art zum Publikumsliebling im Fernsehen. Seine Lebensgeschichte verarbeitete er 1986 in der Autobiografie „Zwei Leben in Deutschland“.

Er verstarb 1987 im Alter von 61 Jahren an den Folgen von Magenkrebs.