Promis unter Palmen 2025
: Nach der ersten Folge brauche ich Therapie

Die Show „Promis unter Palmen“ kehrt auf Sat.1 zurück. Schon die erste Folge zeigt, dass sich Trash-TV-Fans auf SO EINIGES gefasst machen müssen. Also wirklich.
Von
Daniela Westermayer
Berlin
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Lisha Savage fällt bei Promis unter Palmen (mal wieder) durch ihre kurze Zündschnur auf.

Lisha Savage fällt bei „Promis unter Palmen“ (mal wieder) durch ihre kurze Zündschnur auf.

Joyn/Tan Nian Xing
  • „Promis unter Palmen“ kehrt 2025 nach vier Jahren zurück; Start am 17. Februar auf Sat.1.
  • Die Show verspricht viel Drama; erste Folge zeigt heftige Szenen und Konflikte.
  • Kandidaten wie Lisha Savage, Claudia Obert und Cosimo Citiolo sorgen für Unterhaltung.
  • Preis: „Goldene Kokosnuss“ und bis zu 50.000 Euro; zwölf Teilnehmer in Thailand.
  • Weitere Folgen montags auf Sat.1 und Joyn.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für viele Reality-TV-Fans ist es wohl DAS Comeback des Jahres: Die Show „Promis unter Palmen“ kehrt nach einer fast vierjährigen Pause zurück auf die Bildschirme.

Nachdem das Format 2021 anlässlich des plötzlichen Todes von Willi Herren eingestampft worden war, hat Sat.1 jetzt wieder zwölf Stars und Sternchen an den thailändischen Strand geschickt, wo sie um die „goldene Kokosnuss“ und bis zu 50.000 Euro kämpfen.

Am 17. Februar 2025 startet Staffel 3 im TV. Auf Joyn ist die erste Folge bereits verfügbar – und sie lässt erahnen, was da in den nächsten Wochen so alles auf einen zukommt...

*Achtung, Spoiler*

Der Cast ist „50 Prozent cringe, 50 Prozent krass“

Man denkt ja bei so mancher Reality-Show, dass es nicht mehr schlimmer werden kann. Und „Promis unter Palmen“ so: „Challenge accepted.“ Da bitten selbst die Teilnehmenden nach Popcorn, weil sie sich wie im Kino (oder besser: im falschen Film) fühlen.

Der Cast ist zugegebenermaßen eine fein säuberlich ausgewählte Mischung aus Hardcore-Trash, gescheiterten Existenzen und halbnackten Ladys, die für Sendezeit (äh Geld) alles machen. Oder wie Kandidatin Lisha Savage ihn beschreibt: „50 Prozent cringe, 50 Prozent krass.“

Cringe trifft allein in der ersten Folge auf so vieles zu. Das fängt an, als ein einstiges Teppichluder (the one and only: Janina Youssefian) plötzlich auf prüde macht und Mitstreiterin Kim Virginia mehrmals darauf hinweist, sich etwas anzuziehen.

„Dann twerkt hier eine für ne Oma“

Da hätte sie vielleicht eher Cosimo Citiolo sagen sollen, dass er etwas anbehalten soll. Denn der Italiener springt völlig random einfach splitterfasernackt in den Pool. (Anzeige ist raus.)

Ein kleiner Lichtblick ist immerhin Claudia Obert, die sich standesgemäß von vier Männern mit Masken und einer Schampusflasche in der Hand herantragen lässt – sie ist Kult, sie darf das.

Als dann aber Melody Haase vor ihr im knappen bis fast nicht existenten Bikini-Höschen ein Tänzchen hinlegt, um sich einzuschleimen, wird es ernsthaft unangenehm. Lisha fasst es recht passend zusammen: „Der eine springt da nackt rein wie ein Schwein, dann twerkt hier eine für ’ne Oma, Alter. Wo bin isch hier gelandet?“

Das fragen wir uns auch, Lisha, das fragen wir uns auch.

Claudia Oberst feiert ebenfalls ein Comeback und bekommt einen standesgemäßen Auftritt.

Claudia Oberst feiert ebenfalls ein Comeback und bekommt einen standesgemäßen Auftritt.

Joyn/Tan Nian Xing

Lisha ist schneller auf 180 als jeder Sportwagen

Da hat die Gute sicher einen Punkt. Aber was einem schon tierisch auf den S...ockel geht, ist ihr andauerndes Geschrei. Warum muss man denn immer gleich brüllen? Und so laut? Das macht einen nicht nur taub, sondern auch sprachlos.

Diese Frau hat quasi keine Zündschnur und ist schneller auf 180 als jeder Sportwagen. Aus alten Fehlern lernen? Fehlanzeige. Da hätte sie statt beim „Promi-Büßen“ vielleicht doch besser beim Promi-Anti-Aggressions-Programm mitgemacht...

Dann zickt Kim Virginia rum und weigert sich, weiter das Spiel-Ergebnis vorzulesen. Warum? Na irgendwie muss man ja auf seine Sendezeit kommen. Gleichzeitig ist Lisha schon wieder auf Anschlag, Puls 5000, weil Janina nicht richtig zugehört hat. Beleidigung inklusive. Bei so viel Kindertheater fühlt sich selbst Chris Manazidis geprankt.

„Isch hab Schwierigkeiten, misch mit dummen Menschen zu unterhalten“, erklärt Lisha, während sie ihre Extensions bürstet. Dann kann man nur hoffen, dass sie nicht allzu oft Selbstgespräche führt. Man zieht ja bekanntlich auch das an, was man ausstrahlt – vielleicht mal über ihr „Problem mit dummen Menschen“ nachdenken?

Claudia will Alkohol, Kim will Chris und Nikola will einfach eine Frau

Claudia Oberts einziges Problem ist dagegen, dass die Produktion irgendwann den Alkoholhahn zudreht: „Was nehmen die sich das Recht raus, so in meine Nahrungsaufnahme einzugreifen?“ (Wie heißt es doch gleich: Drei Flaschen Prosecco sind auch ein Schnitzel?)

Menowin Fröhlich sucht derweil Trost bei Gott. Und man kann ihn verstehen, da hilft stellenweise wirklich nur beten. (Oder Therapie.)

Andere verwechseln das Format dann noch mit einer Datingshow. Während Kim mittlerweile ja mit Nikola Glumac zusammen ist (Blitz-Beziehung inklusive Auswandern, Gesichtstattoo, Verlobung, Schwangerschaft und Weltreise – auf dieses Kind sind wir ja auch alle gespannt), versucht sie in der Show zunächst ihr Glück bei Chris. Der hat jetzt aber gar nicht mal sooo Bock. Blöd.

Nikola dagegen klatscht heute Melody auf den Po, um dann morgen Kims Hand zu halten. Aber hey, er war ja jetzt noch nie wirklich der „eingleisige“ Typ... (Sein Typ: Hauptsache weiblich.)

Und was kann man sonst noch so über die erste Folge sagen? Die Hälfte der Teilnehmenden weiß nicht, wo die Sonne aufgeht. Aber egal, denn die wird ohnehin schon bald von einer dunklen (Yvonne) Wo(e)lke überdeckt – und das dürfte vor allem für Iris Klein keine allzu schöne Überraschung sein...

Wie es weitergeht, zeigt sich montags auf Sat.1 und Joyn. Alle Sendetermine zu Staffel 3 findet ihr hier im Überblick.