MMA Regeln
: Verbote, Rundenzeiten und Gewichtsklassen – Was ist in einem Kampf erlaubt?

Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht – beim Mixed Martial Arts (MMA) ist nicht alles erlaubt. Die wichtigsten Regeln und Verbote im Oktagon.
Von
Marcel Ernest,
Kai Winderl
München
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Mixed martial arts fighters Moseke Becke (R) and James Howlett compete in a cage fight during an evening of MMA combat hosted by 'Golden Ticket Fight Promotions' in Wolverhampton, central England, on September 7, 2024. Mixed Martial Arts fighting is a full-contact combat sport based on techniques of striking, throwing, kicking, and grappling with an opponent, often incorporating techniques from various combat sports including: boxing, wrestling, kickboxing and martial arts. Cage fighting events attract an international roster of fighters in both the amateur and professional categories. (Photo by Oli SCARFF / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE

Beim MMA ist vieles erlaubt, doch auch dieser Sport folgt klaren Regeln.

OLI SCARFF/AFP
  • Die Unified Rules of MMA definieren weltweit die Regeln, Gewichtsklassen und verbotenen Aktionen.
  • Standardkämpfe dauern 3 Runden à 5 Minuten; Titelkämpfe 5 Runden.
  • Verbotene Aktionen: Beleidigungen, Angriffe unter die Gürtellinie, Kniestöße am Boden, Kopfstöße.
  • Gewichtsklassen reichen von Strohgewicht (bis 52,2 kg) bis Superschwergewicht (ab 120,2 kg).
  • Verstöße werden mit Verwarnungen, Punktabzügen oder Disqualifikationen bestraft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

MMA (Mixed Martial Arts) gewinnt weltweit immer mehr an Popularität und zieht Fans mit spektakulären Duellen in den Bann. Die Kämpfer zeigen vollen Einsatz, scheuen weder Risiken noch Verletzungen und liefern dabei pure Spannung. Die Kämpfer bedienen sich sowohl der Schlag- und Tritttechniken (Striking) des Boxens, Kickboxens, Taekwondo, Muay Thai und Karate als auch der Bodenkampf- und Ringtechniken (Grappling) des Brazilian Jiu-Jitsu, Ringens, Judo und Sambo. Auch Techniken aus anderen Kampfkunstarten werden benutzt. Doch trotz der Freiheit im Käfig gibt es klare Regeln und Vorschriften, die den Sport lenken und für Fairness sorgen. Diese Mischung aus Disziplin und Adrenalin macht MMA so faszinierend.

Hier erfahrt ihr alles über die wichtigsten Regeln, Verbote und Vorschriften im MMA.

Die Vorgaben des offiziellen Regelwerks „Unified Rules of MMA“

Die Regeln des Mixed Martial Arts (MMA) variieren je nach Organisation und Land. Doch die „Unified Rules of MMA“ haben sich weltweit durchgesetzt und bilden das gemeinsame Fundament, das sowohl die Gewichtsklassen als auch die Siegbedingungen und verbotenen Aktionen während eines Kampfes definiert.

Runden und Dauer:

  • Standard-Kämpfe: 3 Runden - 5 Minuten.
  • Titelkämpfe: 5 Runden - 5 Minuten.
  • Hauptkämpfe ohne Titel: Können ebenfalls 5 Runden dauern.

Kampfbekleidung und Ausrüstung

  • Pflichtausrüstung: Zahnschutz, Tiefschutz und 110 Gramm schwere Faustschützer.
  • Kämpfer treten barfuß und ohne Oberbekleidung an.
  • Kurze Hosen ohne Knöpfe oder Reißverschlüsse.

Mögliche Siegmethoden:

  • Knockout (K.O.) oder Technischer K.O. (bestätigt durch Ringrichter oder Ringarzt).
  • Aufgabe des Gegners durch Abklopfen oder mündliche Aufgabe (meist nach Hebel- oder Würgegriff).

Punktewertung:

  • Wenn kein K.O. oder Aufgabe erfolgt, entscheidet die Punktwertung.
  • Gewinner einer Runde bekommt 10 Punkte, der Verlierer 9 Punkte (bei starker Unterlegenheit auch 8 Punkte).

Unentschieden:

  • Bei beidseitiger Disqualifikation oder K.O. nach unbeabsichtigter unerlaubter Aktion kann der Kampf als Unentschieden gewertet werden.

Weitere wichtige Regeln in der MMA

Neben den festgelegten Siegmethoden und den Kampfbedingungen gibt es im MMA auch eine klare Liste an verbotenen Aktionen. Insgesamt gibt es 31 verschiedene Fouls, die unerlaubte Angriffe oder unsportliches Verhalten umfassen. Diese Verstöße können mit unterschiedlichen Strafen geahndet werden – von einer einfachen Verwarnung über einen Punktabzug bis hin zur Disqualifikation des Kämpfers.

Die wichtigsten verbotenen Aktionen im Überblick:

  • Beleidigungen, Spucken, Kratzen, Kneifen, das Festhalten der Hose des Gegners sowie Angriffe während Pausen oder Unterbrechungen gelten als Foul.
  • Missachtung der Schiedsrichterentscheidung, Eingriffe von außen und Kampfvermeidung werden ebenfalls bestraft.
  • Angriffe unter die Gürtellinie, auf die Wirbelsäule, den Hinterkopf und die Nieren sind strengstens verboten.
  • Kniestöße und Tritte gegen den Kopf eines am Boden liegenden Gegners sind unrechtmäßig. Ein Kämpfer gilt als „am Boden“, wenn er mit beiden Füßen, einer Hand und einem weiteren Körperteil den Boden berührt.
  • Kopfstöße, Beißen, Haarziehen, Augenstechen und das Fishhooking (Greifen und Ziehen des Mundes) sind ebenfalls verboten.
  • Schläge und Griffe an die Kehle sowie das Greifen des Schlüsselbeins sind unzulässig.
  • Finger- und Zehenmanipulationen (z. B. Verdrehung oder Abspreizen) sind ebenfalls regelwidrig.
  • Greifen des Rings oder Käfigs oder das absichtliche Werfen des Gegners außerhalb des Rings oder Käfigs stellen einen Regelverstoß dar.
  • Fassen mit den Fingern in Körperöffnungen oder Wunden ist verboten.
  • Kampfverhalten, das den Gegner ohne Chance auf einen Sieg blockiert oder den Kampf vermeidet, wie z. B. das ständige Verlassen des Käfigs oder das Zurückweichen ohne Interaktion.

Wenn Kämpfer gegen die Regeln verstoßen, werden sie mit Verwarnungen, Punktabzügen oder Disqualifikationen bestraft, um Fairness und Sicherheit im Kampf zu gewährleisten.

Welche Gewichtsklassen gibt es in der MMA?

In der MMA gibt es verschiedene Gewichtsklassen, die in den Unified Rules festgelegt sind. Insgesamt werden die Kämpfer in verschiedene Klassen eingeteilt, die wie folgt aussehen:

  • Strohgewicht bis 52,2 Kilogramm
  • Fliegengewicht bis 56,7 Kilogramm
  • Bantamgewicht bis 61,2 Kilogramm
  • Federgewicht bis 65,8 Kilogramm
  • Leichtgewicht bis 70,3 Kilogramm
  • Weltergewicht bis 77,1 Kilogramm
  • Mittelgewicht bis 83,9 Kilogramm
  • Halbschwergewicht bis 93,0 Kilogramm
  • Schwergewicht bis 120,2 Kilogramm
  • Superschwergewicht ab 120,2 Kilogramm