„In höchster Not“: Dramatischer Einsatz am Höllentalgletscher

Einsatz der Bergwacht Ramsau. (Symbolbild)
BR/Timeline ProductionAm Montag, 14. September, um 20:15 Uhr zeigt der BR die zweite Folge der aktuellen Staffel von „In höchster Not – Bergretter im Einsatz“. Die Episode trägt den Titel „Weltuntergang“ – und der Name ist angesichts der Bedingungen am Höllentalgletscher durchaus wörtlich zu nehmen.
Bergwacht Grainau im Unwetter gefangen
Am Höllentalgletscher hat sich die Situation zugespitzt. Ein unbeteiligter Bergsteiger ist in eine Gletscherspalte gestürzt, während ein Gewitter die Einsatzstelle der Bergwacht Grainau schneller und heftiger erreicht als zunächst erwartet.
Innerhalb kurzer Zeit wird der Einsatz für alle Beteiligten lebensgefährlich. Der Klettersteig entwickelt sich bei den zahlreichen Blitzeinschlägen zum Risiko, Starkregen verwandelt die Gletscherspalten in reißende Bäche. Dazu kommen Hagel und Steinschlag.
Retter und Patienten sind den extremen Bedingungen weitgehend schutzlos ausgeliefert.
Besonders problematisch: Unter diesen Wetterbedingungen kann auch der Rettungshubschrauber nicht mehr fliegen. Gleichzeitig wäre ein Abstieg vom Gletscher ohne geeignete Ausrüstung wie Steigeisen ebenfalls gefährlich.
Den Bergrettern bleibt deshalb zunächst kaum eine andere Möglichkeit, als auszuharren und auf eine Verbesserung der Lage zu hoffen.
Einsatz bringt auch die Bergretter an ihre Grenzen
Die außergewöhnlichen Bedingungen fordern dabei nicht nur die Menschen, die gerettet werden müssen. Auch die Einsatzkräfte selbst stoßen während des Einsatzes körperlich und mental an ihre Belastungsgrenzen.
Gerade diese unmittelbaren Einblicke gehören zu den Besonderheiten der Bergretter-Doku. „In höchster Not“ zeigt echte Einsätze der bayerischen Bergwacht und begleitet die Helfer auch dann, wenn sich eine zunächst beherrschbare Situation plötzlich dramatisch verändert.

Die ersten beiden Staffeln der ARD-Dokuserie über die Bergwacht ""In höchster Not – Bergretter im Einsatz" haben eine Millionenpublikum erreicht. Beteiligt waren Bergretter der Bergwachten Grainau, Bad Reichenhall und Berchtesgaden.
BR/Timeline Production/Bayerischer Rundfunk/dpaBergwacht Ramsau muss am Watzmann ausrücken
Der zweite Einsatz der Folge führt zur Bergwacht Ramsau. Ihr Einsatzgebiet umfasst unter anderem die Bergregion rund um den Watzmann.
Dort sorgt die anspruchsvolle Watzmann-Überschreitung immer wieder für Rettungseinsätze. Diesmal benötigen ein Vater und seine Tochter Hilfe.
Nach einer langen Wanderung bei Temperaturen von mehr als 30 Grad sind beide körperlich am Ende. Krämpfe, Unterzuckerung und völlige Erschöpfung machen ein Weitergehen schwierig.
Für die erfahrenen Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau sind solche Situationen zwar nicht ungewöhnlich, dennoch können sie im alpinen Gelände schnell ernst werden.
Wann läuft „In höchster Not: Weltuntergang“ im TV?
Die Folge „Weltuntergang“ läuft am Montag, 14. September, um 20:15 Uhr im BR Fernsehen und hat eine Länge von rund 45 Minuten.
Eine Wiederholung zeigt der BR am Sonntag, 20. September, um 15:30 Uhr.
Wer die Folge unabhängig von den TV-Terminen sehen möchte, kann sie außerdem jederzeit in der ARD Mediathek abrufen.
Damit wartet auf die Zuschauer eine der bislang dramatischsten Folgen der zweiten Staffel – mit extremen Bedingungen für die Bergwacht Grainau und einem kräftezehrenden Rettungseinsatz der Bergwacht Ramsau.


