„In höchster Not“
: Bergsteiger stürzt in Gletscherspalte am Höllentalferner

Ein 64-jähriger Bergsteiger steckt verletzt und unterkühlt in einer Gletscherspalte fest: Die Bergwacht Grainau muss unter enormem Zeitdruck handeln.
Von
Katrin Jokic
Berlin
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Einsatz der Bergwacht Grainau: Gletscherspalte am Höllentalferner.

Einsatz der Bergwacht Grainau: Gletscherspalte am Höllentalferner.

BR/Timeline Production

Am Montag, 21. September 2026, um 20:15 Uhr zeigt der BR die dritte Folge der zweiten Staffel von „In höchster Not – Bergretter im Einsatz“. Die 45-minütige Episode trägt den Titel „Vom Gletscher verschluckt“ und führt die Bergretter erneut in hochalpines Gelände unterhalb der Zugspitze.

Notruf vom Höllentalferner

Der Einsatz beginnt mit einem dramatischen Notruf: Eine Person ist am Höllentalferner in eine Gletscherspalte gestürzt.

Für die Bergwacht Grainau zählt nun jede Minute. Die Retter müssen den Verunglückten zunächst lokalisieren und anschließend einen Weg finden, ihn möglichst schnell aus der Spalte zu bergen.

Als die Einsatzkräfte die Unfallstelle auf rund 2.500 Metern Höhe erreichen, zeigt sich das ganze Ausmaß der Situation. Ein 64-jähriger Bergsteiger ist in der Spalte eingeklemmt. Er ist zwar ansprechbar, wirkt jedoch verletzt und bereits stark unterkühlt.

Martin Ostler, Bergretter der Bergwacht Grainau, beim Einsatz.

Martin Ostler, Bergretter der Bergwacht Grainau, beim Einsatz.

BR/Timeline Production

Bergretter stehen vor schwieriger Entscheidung

Schnell wird deutlich, dass eine herkömmliche Bergung nicht ausreichen wird. Der Mann muss nach seiner Rettung möglichst direkt mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden.

Ein Transport mit einer Trage zu Fuß ins Tal kommt aufgrund seines Zustands offenbar nicht infrage. Damit hängt der Erfolg der Rettungsaktion entscheidend davon ab, ob der Rettungshubschrauber die Unfallstelle überhaupt erreichen kann.

Doch genau das wird zum Problem: Im Hochgebirge zieht Nebel auf, und die kurze Wetterlücke droht sich wieder zu schließen. Für die Bergretter beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Gefährliche Bedingungen am Gletscher

Der Höllentalferner liegt auf einer der anspruchsvollsten Routen zur Zugspitze. Gerade im Sommer sind dort zahlreiche Bergsteiger unterwegs.

Gleichzeitig verändern sich die Bedingungen am Gletscher. Durch hohe Temperaturen schmilzt der Schnee, sodass stellenweise blankes Eis zum Vorschein kommt. Randklüfte zwischen Fels und Gletscher können größer werden, außerdem entstehen neue Spalten.

Auf dem freiliegenden Eis finden Bergsteiger kaum Halt. Ein Sturz kann deshalb besonders schwerwiegende Folgen haben – erst recht, wenn jemand anschließend in einer Gletscherspalte feststeckt.

Bergretter der Bergwacht Grainau: Franz Dörfler und Claudia Lindig in der Nähe des Zugspitzgipfels.

Bergretter der Bergwacht Grainau: Franz Dörfler und Claudia Lindig in der Nähe des Zugspitzgipfels.

Timeline Production

„In höchster Not“ zeigt echte Rettungseinsätze

Die Bergretter-Doku begleitet in Staffel 2 die Bergwachten Grainau, Ramsau und Bad Reichenhall bei realen Einsätzen in den bayerischen Alpen.

Dabei zeigt „In höchster Not“ nicht nur die eigentliche Rettung, sondern auch die Entscheidungen und die Belastung der Einsatzkräfte. Gerade beim Einsatz am Höllentalferner wird deutlich, wie stark Wetter, Gelände und Zeitdruck den Verlauf einer Bergrettung beeinflussen können.

Wann läuft „Vom Gletscher verschluckt“ im TV?

Die Folge „Vom Gletscher verschluckt“ wurde erstmals am 6. Mai 2026 ausgestrahlt.

Die aktuelle Ausstrahlung erfolgt am Montag, 21. September 2026, um 20:15 Uhr im BR Fernsehen.

Eine weitere Wiederholung zeigt der BR am Sonntag, 27. September, um 14:45 Uhr.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob die Bergwacht Grainau den verletzten Bergsteiger rechtzeitig aus der Gletscherspalte retten kann – und ob das Wetter einen Abtransport mit dem Hubschrauber überhaupt zulässt.