Der Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria erschien vor knapp 100 Jahren. Bis heute könnte er trotzdem nicht aktueller sein: Eine Neuverfilmung des Klassikers ist bereits seit dem 29.09.2022 in ausgewählten deutschen Kinos zu sehen. Auf der Streamingplattform Netflix ist der Spielfilm, knapp einen Monat später, mittlerweile ebenfalls verfügbar. Das Kriegsdrama handelt von dem jungen deutschen Soldaten Paul Bäumer und seinen Freunden, die eine Gemeinsamkeit haben: Sie schreiben sich während des Ersten Weltkrieges freiwillig in die deutsche Armee ein.
  • Ab wann ist der Film auf Netflix verfügbar?
  • Worum geht es?
  • Welche Schauspieler sind im Cast?
Alle Infos rund um Kinostart, Netflix-Start, Handlung, Darsteller, Trailer, Drehorte und mehr erfahrt ihr in diesem Artikel.

Wann war der Kinostart von „Im Westen nichts Neues“?

Das Drama „Im Westen nichts Neues“ beleuchtet die Geschichte eines jungen deutschen Soldaten an der Westfront im Ersten Weltkrieg. Der Film läuft seit Donnerstag, 29.09.2022, in ausgewählten Kinos in Deutschland.

Wann ist der Netflix-Start von „Im Westen nichts Neues“?

Der Film „Im Westen nichts Neues“, der für die Oscars 2023 im Rennen ist, erscheint bereits einen Monat nach dem offiziellen Kinostart auf dem Streamingdienst Netflix. Das Kriegsdrama ist dort ab Freitag, 28.10.2022, verfügbar.
Neustarts sind auf Netflix wie immer am Erscheinungstag ab 9 Uhr verfügbar.

Darum geht es in „Im Westen nichts Neues“

Der Teenager Paul Bäumer und seine Freunde Albert und Müller schreiben sich während des Ersten Weltkrieges freiwillig in die deutsche Armee ein und reiten auf einer Welle patriotischen Eifers, die sich schnell in Wohlgefallen auflöst. Ernüchtert und schockiert müssen sie feststellen, dass der Kampf um Deutschland keineswegs eine rein ehrenhafte Sache ist, sondern ein tödliches Gemetzel. Sobald sich die jungen Soldaten den brutalen Realitäten des Lebens an der Front stellen, gehören Tod und Verlust zu den täglichen Schreckensszenarien. Pauls Vorurteile über den Feind, über Recht und das Unrecht des Konflikts fallen bald wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Bis zum Waffenstillstand muss Paul jedoch weiter kämpfen, ohne den Wunsch der führenden Militärs zu erfüllen, den Krieg mit einer deutschen Offensive zu beenden. Und gerade als es so scheint, als hätte das Grauen und die Torturen ein Ende und die Männer könnten nach Hause fahren, trifft General Friedrichs eine folgenschwere Entscheidung. Denn eine Niederlage für Deutschland kann er nicht einfach hinnehmen.
Der Teenager Paul Bäumer und seine Freunde reiten auf einer Welle patriotischen Eifers.
Der Teenager Paul Bäumer und seine Freunde reiten auf einer Welle patriotischen Eifers.
© Foto: Netflix / Reiner Bajo

Das ist der deutsche Trailer zu „Im Westen nichts Neues“

Im ersten offiziellen deutschen Trailer von „Im Westen nichts Neues“ bekommen Zuschauer bereits einen Vorgeschmack auf das neue Kriegsdrama.
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Welche FSK hat „Im Westen nichts Neues“?

Die Geschichte um den jungen deutschen Soldaten Paul Bäumer ist geprägt von Krieg, Grauen und dem Tod. Aus diesem Grund fragen sich viele Zuschauer, ab welchem Alter der Film geeignet ist. Die Macher von „Im Westen nichts Neues“ haben dementsprechend angegeben, dass das Kriegsdrama eine FSK16 hat. Somit ist er für alle ab 16 Jahren geeignet.

Die Besetzung von „Im Westen nichts Neues“ im Überblick

Der österreichische Schauspieler Felix Kammerer übernimmt die Rolle des Protagonisten Paul Bäumer, während die deutschen Schauspieler Aaron Hilmer und Moritz Klaus seine Freunde Albert Kropp und Frantz Müller spielen. Wer sind die weiteren Darsteller im Cast? Die Besetzung von „Im Westen nichts Neues“ im Überblick:
  • Daniel Brühl als Matthias Erzberger
  • Felix Kammerer als Paul Bäumer
  • Albrecht Schuch als Stanislaus Katczinsky
  • Aaron Hilmer als Albert Kropp
  • Moritz Klaus als Frantz Müller
  • Edin Hasanović als Tjaden Stackfleet
  • Devid Striesow als General Friedrich
  • Nico Ehrenteit als Soldat Lemrott
  • Adrian Grünewald als Ludwig Behm
  • Wolf Danny Homann als Feldgendarm Eguisac
  • Charles Morillon als Capitaine Laperche
  • Jakob Schmidt als Heinrich Gerber
  • Michael Stange als Offizier
  • Peter Sikorski als Hauptfeldwebel
  • Sascha Nathan als Graf von Oberndorff
  • Tobias Langhoff als Generalmajor von Winterfeldt
  • Daniel-Frantisek Kamen als Militärarzt
  • Sebastian Hülk als Major von Brixdorf

Wo wurde „Im Westen nichts Neues“ gedreht?

„Im Westen nichts Neues“ zeigt Kampfgebiete und Kriegslager. Die Dreharbeiten fanden an insgesamt 52 Drehtagen vom 9. März bis zum 24. Mai 2021 statt. Dabei wurde größtenteils in Tschechien, vor allem in Prag, gedreht. Weitere Aufnahmen entstanden in Deutschland und Belgien.

„Im Westen nichts Neues“ basiert auf dem Buch von Erich Maria Remarque

Der Film „Im Westen nichts Neues“ des Regisseurs Edward Berger basiert auf dem weltbekannten gleichnamigen Erfolgsroman von Erich Maria Remarque. Dieser wurde im Jahr 1928 verfasst und schildert die Schrecken des Ersten Weltkriegs aus der Sicht des jungen Soldaten Paul Bäumer. Innerhalb von elf Wochen erreichte der Roman zur damaligen Zeit eine Auflage von 450.000 Exemplaren und noch im selben Jahr wurde er in 26 Sprachen übersetzt. Bis heute gibt es das Buch in über 50 Sprachen.
Obwohl der Autor Erich Maria Remarque den Roman selbst als unpolitisch bezeichnete, ist er als Antikriegsroman zu einem Klassiker der Weltliteratur geworden.

„Im Westen nichts Neues“ geht für Deutschland ins Oscar-Rennen

Fast 100 Jahre nach seinem Erscheinen ist Erich Maria Remarques Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ aktueller denn je, denn die Neuverfilmung des Klassikers geht nun für Deutschland ins Oscar-Rennen. Der Film setzte sich gegen acht weitere Bewerber durch, darunter „Lieber Kurt“ von Til Schweiger und „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ von Andreas Dresen. Bisher steht jedoch nicht fest, ob er es auch bis in die Endrunde schafft, denn die Wahl des deutschen Beitrags ist nur eine Vorstufe im Rennen um den Oscar in der Kategorie „Bester Internationaler Film“. Im Dezember wird zunächst die 15 Titel umfassende Shortlist aus den internationalen Bewerbern bekanntgegeben, anschließend werden von dieser Shortlist fünf Filme für den Oscar nominiert. Die Verleihung der Oscars erfolgt dann am 12. März 2023.
Der Regisseur des Filmes, Edward Berger, freut sich über die Chance, wie er in einem Interview mit dem NDR verriet: „Erich Maria Remarque hat vor fast 100 Jahren ein Buch geschrieben, das heute leider relevanter ist, als wir es erwartet haben. Dass wir nun mit unserem Film in das Rennen um die Oscars gehen sollen, ist für uns eine sehr große Ehre. Es ist ein weiter Weg.“