Große Hoffnung, bittere Realität: Das sagt Stefan Raab zum 15. Platz von Abor & Tynna

Stefan Raab äußert sich nach dem ESC zum 15. Platz von Abor & Tynna.
picture alliance/dpaEs sollte der Beginn eines neuen ESC-Kapitels für Deutschland werden – mit Stefan Raab an der Spitze, einem vielversprechenden Duo auf der Bühne und dem erklärten Ziel: Sieg oder nichts. Die Erwartungen waren riesig, die Euphorie greifbar. Doch nach dem 15. Platz für Abor & Tynna beim Eurovision Song Contest 2025 bleibt nur Ernüchterung.
Der ESC war „Chefsache“ – und sollte Raabs Triumph von 2010 wiederholen
15 Jahre nach Lena Meyer-Landruts sensationellem Sieg mit „Satellite“ wollte Raab seinen Erfolg wiederholen. Mit seinem überraschenden TV-Comeback und der Erklärung, der ESC sei nun wieder „Chefsache“, weckte er hohe Erwartungen – nicht nur beim Publikum, sondern auch bei der ARD.
Programmdirektorin Christine Strobl betonte vor dem Wettbewerb: „Unser Ziel ist und bleibt der Sieg. Wir denken nicht darüber nach, was passiert, wenn es nicht klappt.“ Auch Raab selbst hatte klare Ansagen gemacht: „Ich mach’ das nicht, weil ich Zweiter oder Dritter werden will.“ Man wollte keine Kompromisse, keine Ausreden – nur den ersten Platz.
Platz 15 statt Podium – und Raab steht zu seiner Verantwortung
Doch die hochgesteckten Ziele erfüllten sich nicht. Trotz aller Mühen und medialer Aufmerksamkeit reichte es für Abor & Tynna nur für Platz 15 – ein solides, aber fernab der Erwartungen liegendes Ergebnis. Raab, bekannt für seine klare Haltung, nahm die Niederlage sportlich, aber nicht ohne Selbstkritik: „Ich übernehme die Verantwortung. Natürlich verspreche ich immer, dass wir gewinnen. Und zwar so lange, bis das Gegenteil bewiesen ist.“
Zugleich lobte er seine Schützlinge für ihren Einsatz: „Das war ihr größter Auftritt ever. Leider hat’s nicht zu mehr gereicht – aber das sagt nichts über ihre Zukunft.“ Auch Abor & Tynna selbst reagierten gelassen und betonten: „Wir haben teilgenommen, wir hatten Spaß.“
Nach dem Rückschlag: Zukunft von Raabs RTL-Comeback ungewiss
Nicht nur der ESC lässt Fragen offen. Auch Raabs RTL-Show „Du gewinnst hier nicht die Million“ wurde nach nur wenigen Ausgaben wegen schwacher Quoten abgesetzt. Dabei war sein Comeback bei RTL 2024 noch mit viel PR und Erwartungen gefeiert worden.
Nun steht der einstige Erfolgsproduzent unter Druck: Wie geht es weiter mit Raab? Wird RTL ihm noch einmal eine große Show anvertrauen – oder war das Comeback nur ein kurzes Intermezzo?

