ESC Vorentscheid 2024: Wer tritt für Deutschland an?

Moderatorin Barbara Schöneberger begrüßt beim deutschen ESC-Vorentscheid neun Acts.
NDR / Claudia TimmannWer vertritt Deutschland beim diesjährigen Eurovision Song Contest? Die Antwort auf diese Frage gibt es beim deutschen ESC–Vorentscheid. Am 16. Februar 2024 treten neun Acts an und singen um das Ticket für Malmö.
Während acht Künstler und Künstlerinnen bereits vorab festgestanden hatten, wurde der neunte und damit letzte Teilnehmer des Vorentscheids erst durch die Docutainment–Serie „Ich will zum ESC“ gefunden. Wer ist dabei und hat die Chance, die neue ESC–Hoffnung zu werden?
Diese neun Acts singen beim deutschen ESC–Vorentscheid
Der deutsche Vorentscheid läuft am 16. Februar live ab 22:20 Uhr im Ersten, in der ARD–Mediathek und auf eurovision.de. Dann entscheidet sich, wer im Mai für Deutschland antreten wird.
Von Pop zu Schlager sind zahlreiche Genres vertreten. Wer nach „Lord of the Lost“ allerdings auf mehr Metal hofft, wird leer ausgehen.
Das sind die neun Acts beim ESC–Vorentscheid 2024:
Floryan mit „Scars“
Der 28–Jährige aus Künzelau war einer von 15 Teilnehmenden, die im Rahmen der Docutainment–Serie „Ich will zum ESC“ um einen Platz im Vorentscheid antraten. Gemeinsam mit seinem Coach Rea Garvey entwickelte Floryan seinen potenziellen ESC–Song „Scars“. Damit überzeugte der Finalist in der Live–Show „Ich will zum ESC — Die Entscheidung“ und setzte sich gegen seine Konkurrenz Anne Im und Luca M. Wefes durch. Die vierte Finalistin war kurzfristig krankheitsbedingt ausgefallen.
Galant mit „Katze“
Das Duo Galant bilden Mona aus München und Paul aus Mannheim. Ihre Musik ist inspiriert von der „Neuen Deutschen Welle“ und mixt dazu Sprechgesang. Mit ihren Texten versuchen sie die Norm zu brechen, so auch in ihrem Teilnehmersong „Katze“: Vordergründig geht es um besagtes Haustier, doch steckt mehr dahinter. Denn beschreiben in dem Lied die Distanz, die Menschen mit Traumata aufbauen, um sich zu schützen. Eine Distanz von ihrem ursprünglichen Selbst und ihrer Umgebung.
Isaak mit „Always On The Run“
Isaak Guderian aus Ostwestfalen nahm bereits an Castingformaten wie „X Faktor“ teil. Seine Musik lässt sich als eine Mischung aus Pop und Folk beschreiben. Seine Songs sind primär auf Englisch und bedienen sich einer Bandbreite von Emotionen — von Melancholie bis zu kraftvollen Sounds. Mit „Always On The Run“ möchte er genau diese Widersprüche ausdrücken und so den Hörer mitreißen.
Leona mit „Undream You“
Leonas Musikinteresse kommt nicht von ungefähr: Der Sänger Frank Rühmann ist ihr Stiefvater und Leiter der Rock–Pop Academy. Die Wahl–Hamburgerin entschloss sich nach dem Abitur, mit Social Media ihre Musikkarriere aufzubauen. Ihr Musikstil gehört dem Pop an. Kein Wunder also, dass sie schon mit Max Giesinger auf der Bühne auftrat. In „Undream You“ verarbeitet sie als Pop–Ballade eine zerflossene Liebe, deren Ende sie über Nächte hinweg grübeln lässt.
Bodine Monet mit „Tears Like Rain“
Der Grund hinter Bodine Monets Teilnahme ist nicht nur ihr Interesse für Musik: Sie möchte als Niederländerin mit kanadischen Wurzeln beim ESC für Deutschland antreten, weil sie eine enge Beziehung dazu hat. Ihre Power–Balladen sind vorwiegend Pop–Musik und handeln über Liebe und das Überwinden von Niederlagen. So auch ihr Lied „Tears Like Rain“, in dem sie dazu ermutigen möchte, die Vergangenheit hinter einen zu lassen und sich von negativen Einflüssen zu lösen.
Max Mutzke mit „Forever Strong“
Er ist beim ESC kein Unbekannter: Max Mutzke gewann 2004 bereits den Vorentscheid und belegte Platz acht im ESC–Finale. Mit seiner Mischung aus Pop, Jazz und Soul möchte er erneut die Zuschauer für sich gewinnen, passend zu seinem 20. Jubiläum auf der Bühne. In „Forever Strong“ singt er über Hoffnung und möchte Mut machen in einer Zeit der Unsicherheit. Es soll ein Plädoyer dafür sein, mehr zuzuhören und für einander einzustehen.
Marie Reim mit „Naiv“
2001 gewann Marie Reims Mutter Michelle bereits den Vorentscheid und nun wagt sie sich auf die ESC–Bühne. Wie ihre Mutter singt sie Schlager und trat schon mit zwölf Jahren bei Florian Silbereisen auf. „Naiv“ ist ein autobiografischer Song, der sich rund um das Thema Liebe dreht und wie man immer wieder ihr verfällt.
NinetyNine mit „Love On A Budget“
Der Hamburger Daniel Leon Schmidt hat sich nach seinem Geburtsjahr und seiner Größe benannt: 1999 und 1,99 m. Nineytnine bewegt sich musikalisch zwischen Pop, Indie und Vintage–Rock. Der Newcomer ist Multiinstrumentalist und Songwriter. Seit 2023 hat er sechs Singles veröffentlicht, eine davon „Love On A Budget“. In dem Lied für den Vorentscheid stellt er die Konsumgesellschaft infrage und möchte zeigen, dass Liebe wichtiger als Geld ist.
Ryk mit „Oh Boy“
Rick Jurthe aus Bad Nenndorf ist auch bekannt als Ryk. Er trat bereits 2018 mit „Unser Lied für Lissabon“ beim Vorentscheid an und belegte Platz 3. Über die Jahre blieb er seiner Musik treu und verlässt sich hauptsächlich auf das Klavier und Streicher. Sein Song „Oh Boy“ soll die Herzen des Publikums erobern. Darin singt er über die Grenzen zwischen Freundschaft und Liebe — wie die Ungewissheit einen Schatten über das Herz legt.