ESC 2025: Warum treten die Österreicher Abor & Tynna für Deutschland beim ESC an?

Das österreichische Geschwisterduo Abor & Tynna tritt für Deutschland beim ESC an.
Willi Weber/NDR Presse und Information/dpa- Das Geschwisterduo Abor & Tynna aus Österreich tritt für Deutschland beim ESC 2025 in Basel an.
- Nationalität der Künstler spielt beim ESC keine Rolle; Rundfunkveranstalter wählen die Künstler aus.
- Stefan Raab und sein Team wählten Abor & Tynna aus 3.281 Bewerbungen für "Chefsache ESC 2025".
- Beispiele: Céline Dion (Schweiz), Johnny Logan (Irland) und Katrina and the Waves (UK).
- ESC steht für kulturelle Vielfalt, die Performance zählt, nicht die Herkunft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit ihrem Song „Baller“ vertreten Abor & Tynna Deutschland beim Eurovision Song Contest 2025 in Basel. Doch das Geschwisterduo stammt eigentlich aus Wien. Warum also singen zwei Österreicher für Deutschland? Ein Blick auf die ESC-Regeln und andere internationale Beispiele zeigt: Das ist gar nicht so ungewöhnlich.
ESC-Regeln: Nationalität spielt keine Rolle
Der ESC hat ein klares Regelwerk, das aber in einem Punkt besonders offen ist: Die Herkunft der Künstler spielt keine Rolle. Man muss weder in dem Land geboren sein, das man vertritt, noch dort leben. Entscheidend ist, dass der verantwortliche Rundfunkveranstalter eines Landes den Künstler auswählt.
So wurde Abor & Tynna von Stefan Raab und seinem Team aus insgesamt 3.281 Bewerbungen für den deutschen Vorentscheid „Chefsache ESC 2025“ ausgewählt. Obwohl sie aus Wien stammen, erfüllen sie damit alle Teilnahmebedingungen für Deutschland.
Kein Einzelfall: Internationale ESC-Vertreter
Dass Künstler nicht aus dem Land stammen, für das sie antreten, ist keine Seltenheit. Hier einige prominente Beispiele:
- Céline Dion (Schweiz, 1988): Die kanadische Sängerin gewann den ESC mit „Ne partez pas sans moi“ – für die Schweiz.
- Johnny Logan (Irland, 1980 & 1987): Der gebürtige Australier wurde zweimal zum irischen ESC-Helden.
- Katrina and the Waves (UK, 1997): Die Band hatte Mitglieder aus den USA und Kanada, trat aber für Großbritannien an.
- Natalia Barbu (Moldawien, 2007): Die moldawische Sängerin lebte zeitweise in Rumänien, trat aber für Moldawien an.
Deutschland setzt auf Internationalität
Dass Deutschland auf internationale Talente setzt, ist nicht neu. Schon in der Vergangenheit traten hier Musiker an, die nicht in Deutschland geboren wurden oder ihren Lebensmittelpunkt woanders hatten. Der ESC steht für kulturelle Vielfalt – und Abor & Tynna fügen sich perfekt in diese Tradition ein.
Letztlich zählt beim ESC nicht der Pass, sondern die Performance. Und ob „Baller“ Deutschland in Basel zum Erfolg führt, entscheidet sich im Mai. Aber eines ist sicher: Die Herkunft der Künstler wird dabei keine Rolle spielen.

