Dschungelcamp 2026
: Hat Gil Ofarim beim Schweige-Deal übertrieben?

Im „Dschungelcamp“ darf Gil Ofarim angeblich nicht über seinen Davidstern-Skandal sprechen – doch der gegnerische Anwalt sagt jetzt etwas anderes.
Von
Daniela Westermayer
Berlin
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Gil Ofarim hüllt sich im „Dschungelcamp“ in Schweigen über seinen großen Skandal, da er angeblich nichts sagen dürfe.

Gil Ofarim hüllt sich im „Dschungelcamp“ in Schweigen über seinen großen Skandal, da er angeblich nichts sagen dürfe.

RTL

Das „Dschungelcamp“ von RTL ist bekannt dafür, dass die Stars am Lagerfeuer über brisante Themen auspacken. Doch in diesem Jahr werden die Zuschauerinnen und Zuschauer enttäuscht. Mit Spannung war Gil Ofarim erwartet worden, der nach seinem Davidstern-Skandal auf einen Neuanfang hofft. Doch der umstrittene Teilnehmer lässt nichts raus.

Er behauptet, es sei ihm nicht möglich, darüber zu sprechen, da er eine Verschwiegenheitsverpflichtung unterschrieben habe. Doch das widerlegt jetzt der Anwalt des Leipziger Hotelmitarbeiters, dem er damals Antisemitismus vorwarf.

Kein Schweige-Deal, aber Unterlassungserklärung

Anwalt Daniel Baumgärtner äußert sich nun in einer Presseerklärung zur Sache. Darin erklärt der Jurist, dass es einen Schweige-Deal in der Form nie gegeben habe. „Im Rahmen eines Adhäsionsverfahrens machte der Nebenkläger auch zivilrechtliche Ansprüche geltend. Darunter auch einen Unterlassungsanspruch im Hinblick auf die getätigten Äußerungen des Herrn Ofarim.“

In dieser Unterlassungserklärung verpflichtet sich Gil Ofarim gegenüber dem Hotelmitarbeiter bestimmte Handlungen und Aussagen strafbewehrt zu unterlassen. Dabei gehe es um die Vorwürfe im Strafverfahren.

„Verschwiegenheitsverpflichtung nicht bekannt“

Neben Gil Ofarims Geständnis, einer Entschuldigung und der vereinbarten Unterlassungserklärung seien damit sämtliche Zweifel an dem Sachverhalt beseitigt. „Eine darüberhinausgehende Verschwiegenheitsverpflichtung ist nicht bekannt“, so der Anwalt. Er betont: „An Spekulationen zu etwaigen durch Herr G. Ofarim in einem Unterhaltungsformat getätigten Aussagen werden wir uns nicht beteiligen.“

Das bedeutet, Gil Ofarim darf seine Lügen nicht mehr äußern. Er hat aber keinen Maulkorb bekommen und könnte beispielsweise im Dschungel durchaus seine Reue zum Ausdruck bringen.

Bleibt natürlich die Frage, ob der Sänger es einfach anders interpretiert oder anderweitig noch eine Verschwiegenheitserklärung abgegeben hat – oder ob er schlicht keine Lust hat, darüber zu reden...