Dschungelcamp 2024
: Dschungelprüfungen bald ohne Tiere?

Kurz vor dem Start der 17. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ hat RTL ein kurioses Angebot bekommen. Finden die Dschungelprüfungen bald ohne Tiere statt?
Von
Eduard Ebel,
Michael Krumm
Köln
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Jan Köppen und Sonja Zietlow moderieren auch in diesem Jahr das Dschungelcamp bei RTL.

RTL / Pascal Bünning

Am 19. Januar startet die neue Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ auf RTL und RTL+*. Wenige Tage vor dem Beginn flattert bei RTL ein „moralisches“ Angebot rein, das dafür sorgen könnte, dass sich im Dschungelcamp einiges ändern könnte.

Die Sendetermine von Staffel 17 findet ihr hier.

PETA will RTL 100.000 zahlen

Seit mehr als 20 Jahren nutzt RTL teils exotische Tiere für die Dschungelprüfungen. Damit soll jetzt Schluss aber sein, zumindest wenn es nach der Tierschutzorganisation PETA geht. Dafür sind sie sogar bereit, ordentlich in die Tasche zu greifen: 100.000 Euro soll RTL von der PETA bekommen.

„Der respektlose Umgang mit fühlenden Lebewesen ist traurige Tradition im Dschungelcamp“, beklagt Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland. „Es ist an der Zeit, eine neue Ära einzuläuten und sämtliche Prüfungen ohne Tiere zu gestalten sowie die komplette Verpflegung auf vegan umzustellen. Tiere für eine bessere Quote im Live-Fernsehen auszubeuten, ist ekelhaft und schändlich.“

RTL reagiert auf PETA-Angebot

Was sagt RTL zu dem Vorschlag der Tierschutzorganisation? Denkt der Sender tatsächlich darüber nach, die Dschungelprüfungen bald ohne Tiere zu veranstalten? Nein! „Jede Tierbeteiligung in der Show wird vorab der australischen Tierschutzorganisation ‚RSPCA Notification of Animal Usage Form‘ zur Abnahme und Freigabe vorgelegt. Ohne die Abnahme und Freigabe durch die Tierschützer findet keine Prüfung mit lebenden Tieren statt“, heißt es von einer RTL-Sprecherin. Sie betont: „Für die Dschungelprüfung musste kein Tier extra sterben. Es handelt sich um Fleischabfälle lokaler Metzgereien, die sowieso entsorgt worden wären.“ Auch in Hinblick auf Verpflegung der Kandidaten sei RTL flexibel: „Vegane Ernährung ist genauso freiwillig wie der Verzehr von Fleisch.“ Die Sprecherin erklärt zudem: „Wir sind davon überzeugt, dass PETA die uns angebotenen 100.000 Euro sinnvoll anderweitig in den Tierschutz und die Tierrettung investieren kann.“

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